Ladies-Snowboards für Einsteigerinnen im Test: Ride, Burton & Flow


Nach unserem ersten Testbericht der Mädels-Boards geht’s direkt weiter. Heutiges Thema: Ladies-Snowboards für Einsteigerinnen und etwas fortgeschrittene Mädels.
Oft denkt man sich, dass es wenig Sinn macht, für eine oder zwei Wochen im Jahr ein eigenes Set-up zu kaufen. Aber Mädels glaubt mir, es macht einen riesigen Unterschied, ob ihr euer eigenes „Baby“ am Start habt oder ob ihr euch im Verleih ein 2-3 Saisons gefahrenes Board unterschnallen müsst.
Die richtige Wahl: Vorlieben, Einsatzgebiete und die passende Technik
Bei der Wahl der Marke geht es vor allem um Vorlieben (oft sind es die optischen bei uns Mädels :) ), unterschiedliche Rider-Levels und unterschiedliche Einsatzgebiete. Klar, dass wir einem Boarder, der am liebsten im Park unterwegs ist, ein anderes Board empfehlen als dem Freerider, der mit Schaufel und Lawinenrucksack am Start ist.
Natürlich macht es auch preisliche Unterschiede, wie viel Technik in dem Board steckt und welchen Belag es hat. Aber grundsätzlich gibt es in unserem Sortiment keine „schlechten“ oder „billigen“ Boards. Wir achten z.B. im Einkauf immer darauf, dass die Boards einen Holzkern haben. Wenn sie den haben, bewegst du dich sowieso schon in einer Preislage, in der du ein ausgezeichnetes Brett bekommst.
So, jetzt aber zu den Boards!
„Compact“ von Ride mit der „VXN“ Bindung
Ride ist die core-lastigere Marke aus dem Hause K2 und bereitet uns seit Jahren viel Freude bei den Herren Boards. Nachdem mich das „Compact“ Board vor ein paar Jahren bereits nach zwei Abfahrten echt geflasht hat, führen wir Ride nun auch im Damen Bereich :)
Das Board ist ein Twin Shape, lässt sich also normal sowie switch gleich gut fahren. Schon mal gut für alle Freestyle Enthusiastinnen! Das Board ist schön weich (Flex Grad 2), was es jetzt mit Sicherheit nicht zur Heiz-Maschine macht, aber was dir dafür den ein oder anderen kleinen Fehler spielend verzeiht. Also auch nicht falsch verstehen: Du kannst mit dem Board schon Gas geben, es läuft trotzdem relativ ruhig, aber da sind wir wieder bei dem Punkt „was soll mein Board können?“
Mit diesem willst du easy Spaß auf der Piste haben, erste saubere Turns fahren, vielleicht mal neben der Piste den Powder testen oder kleine Tricks ausprobieren. Was auch den Shape dieses Boards unterstreicht: ihr bekommt hier einen klassischen LowRize Rocker.
Außerdem ist dieses Board schon mit ziemlich vielen technischen Features gespickt: die Seitenwagen des Boards sind mit den von Ride patentierten Slime Walls ausgestattet. Sie absorbieren Schläge auf die Kante viel stärker als herkömmliche Kantenkonstruktionen, was das Board nahezu unzerstörbar macht. Außerdem hat es ein Membrane Topsheet, was das Board einerseits super leicht macht und es andererseits in einem wunderbaren Glanz erstrahlen lässt.
Dazu empfehle ich euch die extrem schöne Ride VXN Bindung. Eine Freeride-Bindung, die demnach perfekt aufs Board passt: nicht zu hart und trotzdem direkt. Das komplette Set-Up bekommt ihr zum Special-Price von 478.-€ anstelle von 528.-€.
„Feather“ von Burton mit der „Citizen“ Bindung
Ein absoluter All-Time Klassiker! Das Feather ist das Einstiegs-Board von Burton, hat aber dieses Jahr ein richtig gutes Facelift bekommen.
Ab sofort kommt jedes Burton Board mit dem EST Channel. Das ist das Burton-eigene Bindungssystem, was eine viel direktere Kraftübertragung garantiert und viel Gewicht spart.Ihr habt nicht mehr die klassische Variante mit der Disc, die auf das Board geschraubt wird, sondern steht praktisch direkt mit dem Boot auf dem Board. Dadurch wird der Flex des Boards nahezu vollständig erhalten.
Die Bindung wird durch zwei Schrauben in dem sogenannten EST Channel fixiert. Mit dem System kannst du z.B. auch super easy den Winkel verstellen: einfach beide Schrauben aufdrehen und die Bindung ist in dem Channel frei verschiebbar.
Nun aber noch ein paar Details zum Shape: ihr bekommt hier einen sehr feinen Rocker, der wunderbar smooth und verspielt ist. Das Board ist relativ weich und somit absolut fehlerverzeihend. Es wird euch von den ersten Turns an begleiten und euch ein richtig gutes Gefühl geben - so macht‘s auf jeden Fall Spaß zu boarden :) Ihr bekommt das Set-Up mit der „Citizen“ Bindung für 408.-€, anstelle von 468.-€.
„Velvet“ von Flow mit der „Gem“ Bindung
Flow ist ja nun unbestritten eine der stärksten Marken in Sachen Snowboardbindungen, bei den Boards aber hat man Flow irgendwie nicht so richtig auf dem Schirm...und das ist ein echter Fehler :)
Die Jungs und Mädels des Flow Teams packen viel Technik, sehr viel Know-How und am wichtigsten: ganz viel Liebe in ihre Boards. Ich finde z.B. dass die Top-Sheets - also die Frontbeläge der Boards - zu den hochwertigsten der Branche gehören. Super schöne Grafiken, perfekt aufgebracht, so dass das Board einfach hammermäßig rüberkommt.
Aber klar, nicht nur die Optik ist entscheidend, sondern auch, was im Board steckt: Ihr habt es beim Velvet wieder mit einem True Twin-Board zu tun, der Shape ist ein wunderbar verspielter Rocker. Das Board ist wirklich super easy im Handling, es hat schön viel Pop - wenn du dich also an deine ersten kleinen Kicker wagst, ist es der perfekte Begleiter.
Natürlich ist das Board auch auf der Piste allerbestens aufgehoben. Ich würde sagen, es ist das perfekte Spielzeug für jeden eurer Snowboardtage :)
Wir empfehlen euch dazu die GEM-SE Bindung. Absolut revolutionär: Flow bietet jetzt bereits in der zweiten Saison nicht mehr nur die typische Bindungsvariante mit dem One-Strap an, der den gesamten Spann des Boots umschließt, sondern baut mittlerweile auch Bindungen, die an die bekannten Two-Strap Systeme angelehnt sind (so wie es die GEM SE auch ist). Funktionieren tun sie beide hervorragend.
Oft ist es einfach Geschmackssache, was man bevorzugt. Viele Fans der klassischen Flow Bindung präferieren das altbewährte One-Strap System; Boarder, die Flow zum ersten Mal fahren, greifen sehr häufig zur Two-Strap Variante. Dieses Set bieten wir Euch für 518.-€ anstelle von 568.-€ an.
Ausführliche Beratung und fachsimpeln mit Boardern
Zum Abschluss bleibt mir nur noch zu sagen: wir freuen uns, wenn ihr bei uns im Sporthaus vorbeischaut und Euch ausführlich beraten lasst. Gerade am Anfang hat man viele Fragen, will vielleicht sehen, wie das Board geschraubt wird und möchte sich einfach mal mit anderen Boardern austauschen.
In diesem Sinne: Ride on!
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