Kompressionskleidung im Test: A200 Sleeveless Compression Top und die A200 Compression Tight von S…


Vor einigen Jahren begann der Trend, dass einige Läufer ihre Wettkämpfe nur noch in Kniestrümpfen bestritten. Die langen Socken sollten die Blutzirkulation anregen, den Sauerstofftransport in die Muskeln verbessern und damit die Leistung erhöhen. Außerdem sollte die Erholungszeit positiv beeinflusst werden. Der damalige Trend aus dem Triathlonbereich hat das Trend-Dasein lange überschritten und sich etabliert. Grund genug, einmal die Praxistauglichkeit am eigenen Leib zu testen.
 
Meine Erfahrung
Auf meinem Bett vor mir liegen ausgebreitet das A200 Sleeveless Compression Top und die A200 Compression Tight und ich wundere mich, warum die Kleidungsstücke die Größe von Kinderkleidung haben. Nun gut, denke ich mir, ist ja Kompressionkleidung. Mein erster Versuch in das Oberteil hineinzukommen, scheitert kläglich. Irgendwann habe ich mich so verfangen, dass mein Mitbewohner mir beim Ausziehen helfen muss. Aber noch gebe ich nicht auf. Beim zweiten Anlauf klappt es deutlich besser. Jetzt noch die Tights. Nach weiteren anstrengenden Minuten des Hineinzwängens in die Hose trage ich zum ersten Mal Kompressionskleidung.
Versuch 1: Die Kompression ist ungewohnt

Der Kompressions-Druck ist deutlich spürbar, beim Oberteil aber deutlich intensiver als bei der Tight. Fühlt sich ein bißchen ungewohnt und warm an, aber keineswegs unangenehm. Also beginne ich, locker zu joggen. Nach kurzer Zeit wird die Enge im Oberkörper allerdings unangenehm. Ich ignoriere das Ganze und laufe weiter. Nach 40 Minuten ist der Druck auf der Brust allerdings so stark, dass ich abbrechen muss und nach Hause gehe.
 
Versuch 2: Kompression und Feuchtigkeitstransport sind top
Zuerst denke ich nicht einmal daran, jemals wieder Kompressionkleidung anzuziehen. Nach ein paar Tagen interessiert es mich aber doch wieder und ich ziehe alles noch einmal an. Geht deutlich schneller als beim ersten Mal, auch wenn die Nähte hörbar knacken. Das Tragegefühl ist allerdings ein deutlich Besseres. Keine Spur mehr von einem Enge-Gefühl. Der Anzug legt sich spürbar angenehm auf die Haut.
 
Innerhalb der ersten Laufminuten bilden sich bereits deutlich sichtbare, dunkle Flecken im Rücken- und Brustbereich. Der Abtransport des Schweißes von der Haut funktioniert sehr gut. Das liegt zum einen am engen Sitz der Kleidung auf der Haut und zum anderen an den hochwertigen Materialen, die Skins verwendet.
 
Erfüllt die Kleidung aber auch ihren eigentlichen Zweck? Ganz klar, das tut sie. Die Oberschenkel „vibrieren“ in der Hose deutlich weniger, als mit einer normalen Lauf-Tight. Das Oberteil hält den Oberkörper spürbar zusammen und verleiht Stabilität.
 
Weitere Features
In der Kerndisziplin überzeugen das A200 Sleeveless Compression Top und die A200 Compression Tights. Sie können aber noch mehr. Die Kleidungsstücke bieten einen 50+ UV-Sonnenschutz und können somit vor Sonnenbrand bei langem Laufen in der Sonne schützen. Das Material ist außerdem antibakteriell und baut schlechte Gerüche effektiv ab. Im Winter schützt das Material vor Kälte und unbeständigem Wetter, es ist allerdings nicht wasserabweisend. Tauchgänge sollten damit besser vermieden werden.
 
Mein Fazit
Mit 72,00 € für das Oberteil und 89,00 € für die Tights ist die Skins-Kompressionskleidung nicht ganz günstig. Die Qualität rechtfertigt den Preis aber definitiv. Mein Fazit also: Eignet sich für jeden Läufertypen, jede Witterung und jede Leistungsklasse. Vorher aber unbedingt anprobieren, nicht, dass euch die Luft wegbleibt.
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