Klettersteig Tipps: Sicherheit und Verhalten im Steig

Die Klettersteig Ausrüstung haben wir beisammen, die Vorbereitung ist abgeschlossen: In den ersten beiden Teilen der Blogreihe Klettersteig Tipps habe ich erläutert, was es zu tun gibt, bevor man einen Klettersteig in Angriff nimmt. Was gibt es aber zu beachten in punkto Sicherheit und Verhalten im Steig?
Keine Hektik: Zur eigenen Sicherheit Platz lassen


Das Equipment für den Gang in einen Klettersteig soll Sicherheit geben und die Gefahren minimieren. Das richtige Material muss aber auch richtig angewendet werden. Das gilt erneut ganz besonders für das Herzstück der Ausrüstung, das Klettersteigset. Die zwei Karabiner des Klettersteigsets werden immer beide im Drahtseil eingehängt. Nur an den Verankerungspunkten löst man sie – und zwar einen nach dem anderen, auf keinen Fall gleichzeitig. So ist man jederzeit mit mindestens einem Karabiner gesichert.
Genauso wichtig, wie für die eigene Sicherung zu sorgen, ist es, auf andere Kletterer Acht zu geben. In einem Eisenweg gibt es nur eine Route, auf der sich alle hintereinander bewegen. Gegenseitige Rücksichtnahme ist, wenn man wie an einer Perlenschnur aufgereiht klettert, daher selbstverständlich. Stürzt ein Klettersteiggeher, kann das auch den Nachfolgenden am Eisenweg gefährden: Bis zur nächsten Zwischensicherung, dazu die Bandseilreserve des Dämpfers, die Beine ragen zusätzlich nach unten – ein Sturz braucht einfach Platz, bevor er von der Sicherung gestoppt wird. Diesen Platz sollte man am Klettersteig zwischen sich und demjenigen über einem für alle Fälle freihalten. Wenn sich alle an die Regel „Immer nur einer zwischen den Sicherungspunkten“ halten, kann es hier keine Probleme geben. Klettert jemand zu dicht auf, darf man ihn darauf aufmerksam machen, dass er sich dadurch selbst unnötig in Gefahr begibt und ein wenig mehr Abstand halten sollte. Drängeln und Hektik sind im Klettersteig fehl am Platz.
Einer der wichtisten Klettersteig Tipps: Sicherheit und Verhalten im Steig: Beobachten, was von oben kommt
Im Klettersteig geht es nach oben, und dorthin sollte man seinen Blick regelmäßig richten. So kann man nicht nur den Abstand zum Vordermann kontrollieren, sondern erkennt auch Steinschläge frühzeitig. Hat sich Geröll gelöst und fallen Steine auf einen herunter, schmiegt man sich so dicht es geht an die Felswand, um möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Sich zusätzlich zu schützen, indem man den Rucksack über den Kopf hält, ist eine weitere Möglichkeit. Mit Rücksicht auf Nachfolgende sollte man selbstverständlich darauf achten, keine Steine loszutreten. Auch das Wetter sollte man von Zeit zu Zeit im Blick behalten. Sollte man im Klettersteig von einem Gewitter überrascht werden, heißt es: Möglichst schnell möglichst weit weg von den Eisenteilen. Wenn man sich an einem geschützten Platz auf eine isolierende Unterlage kauert – der Rucksack bietet sich an – und metallische Teile, die man selbst dabei hat, möglichst weit weg legt, bietet man Blitzen zumindest keine Einladung für einen Einschlag.
Das gute Gefühl an der Wand
Die richtige Ausrüstung, eine gute Vorbereitung, das nötige Know-how: All das reduziert die Gefahren, die einem Kletterer in einem Eisenweg begegnen oder begegnen können. Und auch wenn alle Klettersteig Tipps: Sicherheit und Verhalten im Steig, die ich Euch in dieser Blogreihe vorgestellt habe, der eigenen Sicherheit dienen, erfüllen sie darüber hinaus einen weiteren Zweck: Sie geben ein gutes Gefühl, um die bergsportliche Erfahrung und die Aussichten von einem Klettersteig möglichst unbeschwert genießen zu können. Und darum soll es schließlich in erster Linie gehen, wenn man an der Wand unterwegs ist.

Newsletter