Klettersteig Ellmauer Halt: Der Gamsängersteig

Höhenmeter: 1250 hm
Dauer: 6-7 Stunden
Talort: Ellmau / Wochenbrunner Alm
Höchster Punkt: 2.344m
Anspruch: mittel
Kondition: mittel-hoch

Der Wilde Kaiser ist ein faszinierendes Gebirge in Tirol, es erinnert mit seinen zackigen Kalkfelsen an die Dolomiten. Neben legendären Wänden für alpine- und Sportkletterei gibt es hier eine Handvoll Klettersteige, von denen zwei auf den höchsten Kaisergipfel, die Ellmauer Halt, führen.
Für Schwindelfreie mit guter Kondition
Der Gamsänger Steig, der von der Wochenbrunner Alm aus erreichbar ist, wird als Schwierigkeit B klassifiziert. Doch aufgrund seiner Länge, teilweise ungesicherten, schwierigen Stellen und einem anspruchsvollen Abstieg – den Klettersteig auf der gleichen Route wieder hinunter – würde ich den Steig nur Geübten mit Schwindelfreiheit und Kondition empfehlen.


Man startet an der Wochenbrunner Alm und geht in steilen Kehren hinauf zu Gruttenhütte, die man in ca 1,5 Stunden erreicht. Dann geht es weiter über Blöcke und Geröll zum Einstieg des Klettersteigs, wo man sich das Material anlegt. Auf der gesamten Strecke kommen Leute auf dem Abstieg entgegen, es sei denn, man startet extrem früh.
Eine grandiose Sicht belohnt den steilen Aufstieg
Der Steig führt zunächst an der Flanke des Berges entlang, bis man eine Eisenstiftleiter und eine Rampe erreicht, die etwas gewöhnungsbedürftig sind. Dann führt der Steig steil bergauf, bis kurz vor dem Gipfel zwei Wegmöglichkeiten offen stehen, von denen die rechte die angenehmere ist. Nachdem man eine Biwakhütte passiert hat, ist es nicht mehr weit zum Gipfel. Hier oben ist nicht besonders viel Platz und man muss sich schon sein Plätzchen ergattern. Aber dann kann man sich entspannen und die grandiose Sicht über das Chiemgau, den Zahmen Kaiser und bis hin zu den Hohen Tauern genießen.
Am Ende des Tages weiß man, was man getan hat
Der Rückweg erfolgt auf demselben Weg hinunter. Die Dauer des Gamsängersteigs ist nicht zu unterschätzen, auch wenn die Route von der Alm aus übersichtlich erscheint. Auch das bröckelige Gestein und die teilweise mangelnde Sicherung erfordert Umsicht, man tut sich gut daran, des Öfteren mal einen Griff auf Festigkeit zu überprüfen, und nicht leichtfertig das Klettersteigset unbenutzt am Gurt baumeln zu lassen. Aber insgesamt trotzdem eine super 1-Tages Tour - danach weiß man, was man getan hat!


 
 




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