Kids auf der Piste: Das richtige Einstiegsalter und Equipment

Vor ein paar Wochen habe ich euch ja schon ein wenig über Wintersport mit Kindern berichtet. Heute möchte ich Euch ein paar weitere Tipps für ein unbeschwertes Pistenvergnügen mit Kids geben:


Snowboarden - Einstiegsalter

Über ein ideales Einstiegsalter, um mit dem Snowboarden zu beginnen, wird in unserem Freundeskreis häufig diskutiert. Ich denke, das allerwichtigste ist, dass das Kind von sich aus große Lust zeigt, egal ob Skifahren oder Snowboarden, denn nur dann werden sie auch gemeine Stürze und schlechtes Wetter wesentlich besser verkraften, als wenn es nur die Eltern möchten.

Außerdem entwickeln sich alle Kinder unterschiedlich schnell.

In dem Alter, in dem unsere Tochter bereits mit Skifahren begonnen hat, zeigte unser Sohn zum Beispiel noch nicht das geringste Interesse daran.

Zuerst Skifahren lernen

Trotzdem denke ich, dass es Sinn macht, wenn die Kleinen zuerst Skifahren lernen. Damit entwickeln sie ein gutes Gefühl für das Gleiten auf Schnee und lernen schon mal wichtige Bewegungsabläufe, sowie einen guten Gleichgewichtssinn. 

Erst wenn das dann mit dem Skifahren gut klappt, würde ich ein Kind auf ein Snowboard stellen.
 
Auch aus orthopädischer Sicht würde ich persönlich nicht allzu früh bei Kindern mit dem Snowboarden beginnen, da es auf Dauer für die Bewegungsentwicklung recht einseitig ist. Denn die Seite, auf welcher der Fuß vorne steht, wird gefördert und die andere nicht ausgeglichen, da man fest in der Bindung auf dem Brett fixiert ist und eben auch nicht genauso häufig rückwärts wie vorwärts fährt. 

Wer nun sein Kind gerne gleich auf nur ein Brett stellen will, kann das natürlich auch gerne tun. Hauptsache, es hat viel Spaß und Freude daran und einen gut entwickelten Gleichgewichtssinn.

Das ideale Einstiegsalter

Mir fällt es schwer, ein ideales Einstiegsalter zu benennen. Inzwischen gibt es kleine Boards bereits ab einer Länge von 80 cm. Diese sind technisch ziemlich ausgefeilt, sehr drehfreudig, leicht und aufgrund ihrer Form vermeiden sie häufiges „Verkanten“. Unter Berücksichtigung der oben genannten Punkte und je nach Entwicklung des Kindes würde ich  grob „Vorschulalter“ als frühesten Zeitpunkt, mit dem Snowboarden, zu beginnen vorschlagen.

Kleine Wintersportler mit Rückenprotektoren ausstatten

Aus meiner Sicht ist es absolut empfehlenswert, die kleinen Wintersportler nicht nur mit einem Helm, sondern auch mit einem Rückenprotektor auszustatten. Auch wenn die Kleinen selbst noch nicht so schnell bergab düsen, um sich bei einem Sturz ernsthaft am Rücken zu verletzen, so carven doch mit fortschreitender Entwicklung der Wintersporttechnologie leider genug Menschen auf den Bergen herum, die ihre Sportgeräte keineswegs mehr unter Kontrolle haben, sich aber schon für den neu geborenen Herminator halten. 

Bei einem Zusammenstoß auf der Piste würde ein Rückenpanzer zumindest ein wenig mehr Sicherheit gewähren und gibt vor allem den Eltern ein besseres Gefühl.

Protektoren: Kunststoff, Schaumlagen oder spezielle Gele

Ob der Protektor nun aus Kunststoff, diversen Schaumlagen oder aus speziellen Gelen besteht, die sich bei einem Sturz blitzschnell verhärten, ist sowohl eine Kosten- als auch Größenfrage. Solange der Rückenprotektor mit den erforderlichen Prüfnormen zertifiziert ist und fachgerecht gekauft wird, erfüllen beide Arten auf jeden Fall ihren Zweck, nämlich die Wirbelsäule zu schützen.

Softprotektoren sind angenehmer zu tragen

In der Regel sind Softprotektoren ein wenig angenehmer zu tragen und verfügen über ein geringeres Eigengewicht. Damit minimiert ihr das Nörgelrisiko der Kleinen, einen unbequemen Rückenpanzer zu tragen... ;-) 

Leider werden Softprotektoren, mit Ausnahme weniger Firmen, in der Regel erst ab einer bestimmten Körpergröße (ungefähr Schulalter) angeboten. Rückenpanzer aus Kunststoff sind bereits für die ganz Kleinen ab einer Konfektionsgröße von ca. drei Jahren erhältlich.

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