Jetboil Sol Gaskocher im Test

Die Gaskocher der Marke Jetboil zeichnen sich durch eine kompakte Einheit von Gasbrenner und Kochtopf aus, die das System besonders schnell und effizient macht. Dadurch sind sie auch für extreme Unternehmungen geeignet. Wir haben für euch den Jetboil Sol, ein Kocher mit 0,8L Volumen, getestet.
Jetboil Sol – durchdachtes Packmaß
Gleich auf den ersten Blick sieht man die Liebe zum Detail, die bei der Konzeption des Kochers zum Tragen kam. Das Packmaß des Kochers ist besonders klein, da alle Komponenten im Kochbecher verstaut werden können, plus noch eine kleine Gaskartusche. Zu den Komponenten gehören neben dem Kochbecher ein Standfuß für die Gaskartusche, der Schraubaufsatz für die Kartusche, auf den sich der Kochbecher aufsetzen lässt, und eine Kappe, um den Wärmetauscher unten am Becher zu schützen. Ein Plastikdeckel verschließt das Ganze, so dass nichts herausfällt.
Der innovative Wärmetauscher von Jetboil
Das Kernstück des Jetboil Gaskochers ist der Wärmetauscher mit der patentierten FluxRing™ Technologie. Diese Aluminium-Lamellen sorgen dafür, dass die Hitze zu 70% an den Kochbecher weitergegeben wird, und das bei bis zu -6°. Damit sind Jetboil-Kocher um bis zu 50% effizienter als andere Gaskocher. Und das merkt man beim Kochen! Die 0,8l Wasser kochen in ca. 2 min (eine Temperaturanzeige zeigt durch Verfärbung an, wenn der Inhalt heiß ist), und selbst stürmische Bedingungen können der Kochleistung durch den integrierten Windschutz nichts anhaben.
Komfortable Handhabung und durchdachtes Design
Überzeugt haben mich viele Details beim Jetboil Sol. Die Piezo-Zündung beim Brenner lässt sich per (etwas vehementem) Knopfdruck starten, man benötigt also kein Feuerzeug. Der Kochbecher verfügt über einen Neopren-Schutz mit integriertem Henkel für einfache Handhabung, auch bei heißem Inhalt. Auch wenn der Henkel zunächst etwas instabil wirkt, sitzt er recht gut in der Hand. Der Deckel besitzt eine Öffnung zum Abgießen von Flüssigkeit, dadurch erspart man sich ein Sieb. Es gibt auch eine kleine Öffnung zum Trinken – quasi wie ein to-go Becher.
Der Kochbecher wird fest auf dem Brenner aufgesteckt, hier wackelt nichts. Besonders sicher ist der Kocher dadurch, dass es quasi keine „offene Flamme“ gibt. In Kombination mit dem verstellbaren Standfuß für die Gaskartusche ist das Ganze eine kaum kippbare Einheit. Am besten eignet sich der Sol für die Zubereitung von Mahlzeiten oder Getränken, die man direkt aus dem Kochbecher konsumieren kann – sprich Kaffee, Tee, eine Suppe oder ein Fertiggericht. Für aufwändigere Koch-Action ist der Kochbecher eher ungeeignet.
Alternativ zum Kochbecher des Jetboil Systems kann man auch einen normalen Kocheraufsatz nutzen, und eine Pfanne oder einen größeren Topf auf den Kocher stellen. Dann sind die Effizienzwerte nicht mehr so gut wie beim Kochbecher mit integriertem Wärmetauscher, aber diese Option macht das ganze System deutlich flexibler.
Mein Fazit: optimal für Expeditionen und Mehrtages-Trekkingtouren
Der Jetboil Sol eignet sich mit seinem kleinen Packmaß besonders für Mehrtages-Trekkingtouren, Expeditionen aller Art und Lightweight-Traveller. Die vielen durchdachten Details und die hohe Effizienz des Systems rechtfertigen den Preis, hier hat man wirklich ein Produkt fürs Leben. Für den Familien-Campingurlaub ist der Sol allerdings nicht geeignet.
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