Jack Wolfskin wird PFC-frei

Jack Wolfskin hat bereits im Jahr 2012 angekündigt aus der Fluorchemie auszusteigen. Doch was steckt eigentlich hinter den sogenannten PFC und warum ist der Ausstieg so wichtig?
Was sind PFC?
Früher gehörten PFC in der Textilindustrie dazu wie Nadel und Garn. Das ist auch kein Wunder, denn ihre wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften sind – zugegebenermaßen – äußerst praktisch. Doch der Einsatz der per- und polyfluorierten Chemikalien ist, wie sich im Laufe der Zeit herausgestellt hat, keineswegs ungefährlich. PFCs geraten häufig schon während der Produktion in die Umwelt und sind dort äußerst schwer abzubauen. Sie können somit Grund- und Trinkwasser verunreinigen und in den Nahrungskreislauf gelangen. Einigen PFCs ist sogar die toxische Wirkung nachgewiesen.
Jack Wolfskin gehört zu den Vorreitern
Gerade in der Outdoor-Industrie ist man sich seiner Verantwortung gegenüber Kunden und Umwelt bewusst. So hat Jack Wolfskin bereits 2012 angekündigt, komplett aus der Fluorchemie auszusteigen – als eine der ersten Firmen der Branche. Die Marke hat sich das Ziel gesetzt, bis 2020 vollständig auf PFC-freie Alternativen zu wechseln.


Der lange Weg
Doch warum dauert der Ausstieg so lange? Neue Ausrüstungs-Lösungen zu finden, die die gewohnten Eigenschaften bieten, aber PFC frei hergestellt sind, ist enorm zeitintensiv. Für jeden einzelnen Stoff müssen unsere Stoffentwickler in Kooperation mit den Stoffherstellern und der Chemieindustrie neue Lösungsvarianten austüfteln und umsetzen. Darüber hinaus müssen Maschinen aufwändig gereinigt oder gar ausgetauscht werden.
Neue Abläufe, neue Materialien, Testphasen – all das erfordert zusätzliche Ressourcen, ist sehr aufwändig und komplex. Dennoch haben wir uns ganz bewusst für diesen Schritt entschieden“, so Melanie Kuntnawitz, Head of Vendor Control bei Jack Wolfskin. „Gleichzeitig war uns klar, dass die Kosten sich nicht auf die Produktpreise auswirken dürfen.“ Den Aufwand für ökologisches Engagement wolle man bei Jack Wolfskin eben nicht auf die Kunden abwälzen.


Etappenziele frühzeitig erreicht
Um die Fortschritte im Fluorchemie-Ausstieg besser nachvollziehen zu können, hat Jack Wolfskin seine Ziele auf der Roadmap „Wir gehen weiter“ definiert. So kann der Prozess etappenweise nachverfolgt und bewertet werden. Bisher fällt die Bilanz sehr positiv aus. Das Vorhaben, bis Dezember 2016 eine zu 50% PFC-freie Kollektion zu präsentieren, wurde bereits bis Winter 2014 umgesetzt. Zur aktuellen Sommerkollektion 2015 sind bereits 75% der Kollektion PFC-frei – drei Jahre früher als geplant. Bis 2020 soll die komplette Kollektion PFC-frei sein. Aufgrund der bisherigen Erfolgsgeschichte ist man bei Jack Wolfskin überzeugt, auch dieses Ziel bis zur gesetzten Deadline zu erreichen.

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Weitreichendes Engagement
Doch damit nicht genug: Als Mitglied der Initiative Zero Discharge of Hazardous Chemicals arbeitet Jack Wolfskin zusammen mit anderen Firmen daran, gefährliche Chemikalien aus der Textilindustrie zu eliminieren. Verantwortliches Chemikalienmanagement ist eine Aufgabe, der man sich dauerhaft widmen möchte.
Zudem ist Jack Wolfskin bluesign® Systempartner. Mit der Umsetzung der Programmstandards sorgt der Outdoorspezialist dafür, dass die gesamte Lieferkette möglichst ressourcenschonend arbeitet, nur unkritische Chemikalien zur Verarbeitung und Behandlung der Stoffe eingesetzt werden und alle Prozesse entsprechend der besten verfügbaren Technik ablaufen. Auch hier hat Jack Wolfskin sich das Ziel gesetzt, bis 2020 konsequent auf bluesign® zertifizierte Materialien umzusteigen.

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