Isolationsjacken im Test: Warm, wärmer, am wärmsten

Vergangenen Winter konnten wir seit langem mal wieder einen guten Eindruck davon erhalten, wie sich sibirische Kälte wirklich anfühlt.
Da ich selbst bei diesen eisigen Temperaturen täglich zur Arbeit radelte und mich ferner zur Gattung der „crazy Wintercamper“ zähle, war warme Kleidung – na sagen wir besser, ziemlich warme und funktionelle Kleidung von großer Bedeutung.
Nicht länger wie ein Michelin-Männchen mit x-Schichten herumlaufen
Um nicht ständig wie ein Michelin-Männchen mit x-Schichten an herumzulaufen, nutzte ich die „Kalte Sophie“ für einen ausgiebigen Test von einigen Kunstfaser- und Daunenjacken.
Getestete Jacken:
 
Haglöfs Barrier II Jacket
Kaikkialla Mars Down Jacket
Ortovox Piz Bianco Jacket
Im Grunde kann ich sagen, warm gaben alle Jacken genügend, allerdings auf die Details kam es an, die eine Jacke eventuell zum Lieblingsstück werden ließ.
Körpernah geschnitten und wenig voluminös
Die Haglöfs Barrier Jacke oder die Kaikkialla Mars Down Jacke sind recht körpernah geschnitten und nicht so voluminös. So konnte ich sie an besonders kalten Tagen zusätzlich unter einer wärmenden Hardshell tragen.
Bauschig - Da passt keine Hardshell drunter
Mit der Ortovox Piz Bianco war dies leider nicht möglich, da diese Jacke recht bauschig ist und aus diesem Grund kaum unter eine normale Hardshell passt.
Haglöfs Barrier II Jacket
Äußerst leicht, sehr klein komprimierbar, hoher Kragen, kein Reißverschluss der am Kinn reibt, der einhändig regulierbare Bund und eine Innentasche, die gleichzeitig als Packbeutel dient, sind einige besondere Merkmale der Barrier II Jacke.
Angenehm, windresistent & atmungsaktiv
Als sehr angenehm empfand ich die weichen Ärmelbündchen aus Polartec-Power-Stretch. Die Jacke ist in hohem Maße windresistent und durch die DWR-Beschichtung hielt sie sogar leichte Schnee- oder Nieselschauer stand. Zudem ist die Jacke atmungsaktiv, so dass ich beim Snowboarden oder Schneeschuhgehen nie das Gefühl hatte, im eigenen Saft zu stehen.
Fazit: Die Barrier II wurde zu meiner absoluten Lieblingsjacke, die ich am liebsten 24 h am Tag getragen hätte.
 
Kaikkialla Mars Down Jacket

Ebenfalls sehr leicht und recht klein komprimierbar. Ausgestattet mit Frontreißverschluss am Kinn mit Fleecebesatz, Kordelzug und geräumiger Taschen mit Reißverschluss, die auch als Packbeutel fungieren.
Aufgrund ihrer Eigenschaft als Daunenjacke ist ihre Atmungsaktivität natürlich eingeschränkt. Die Ärmelbündchen sind recht straff und einfach gehalten. In diesem Fall würde ein Bundabschluss mit Fleece oder Polartec-Power-Stretch das Tragegefühl deutlich aufwerten. Die Passform war für mich etwas gewöhnungsbedürftig, da die Ärmel im Vergleich zur Größe (M) doch recht kurz waren und die Daunenfüllung im Brustbereich dicker als im Bauch- oder Rückenbereich. Hierdurch wirkte sie beim Tragen optisch etwas „unförmig“.
Fazit: Wem die Jacke passt, erhält eine gute Daunenjacke, die am Gipfel nicht fehl am Platz ist.
 
Ortovox Piz Bianco

Die Piz Bianco Jacke sieht nicht nur gut aus, sondern gibt auch mollige Wärme. Das Besondere an ihr ist das Füllmaterial: eine Mischung aus Schweizer Schurwolle und Maisstärke (Polyactid). Diese Kombination bedingt, dass sich die Jacke nicht ganz so klein komprimieren lässt, wie vergleichbare Kunstfaser-Jacken.

Dafür besitzt sie neben der vorgeformten Ellbogenpartie seitliche Einsätze aus elastischem Material (Merino-Wolle und Polyester), die hierdurch eine hervorragende Passform gewährleisten.
Winddicht & wasserabweisend
Das Außenmaterial (Nylon Micro Rippstop) macht die Jacke zudem winddicht und wasserabweisend. Selbst kleinere Schneeregen-Schauer konnten der Jacke nichts anhaben.
Rascheleffekt
Bedingt durch das Außenmaterial ergibt sich beim Tragen allerdings ein gewisser „Rascheleffekt“, den ich insbesondere mit übergestülpter Kapuze doch leicht als störend empfand.

Als sehr nützlich erwies sich die kleine Innentasche mit Reißverschluss und die seitlich eingefasste Innentasche, die auch als Packbeutel fungiert.
Fazit: Rundum eine prima Jacke, die wirklich mollig warm gibt und sehr gut sitzt. Durch ihre Leichtigkeit ging ich mit ihr gerne in die Kälte raus, ohne dabei das Gefühl zu haben „Michelin-Man is walking“.
 
Die unterschiedliche Ärmelbündchen nochmal im Überblick:

Zur Übersicht haben wir für Euch die Modelle "ortovox Piz Bianco", "Haglöfs Barrier II" und "Kaikialla Mars Down" nochmals gegenübergestellt.
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