Im Test: Speedplay Zero Pedale

Können sich in der heutigen Zeit Rennradpedale wesentlich voneinander unterscheiden? Ja, sie können! Ich bekam die Möglichkeit, eine der Speedplay Zero Rennradpedale im Test zu haben. Nach einer ausführlichen Einweisung und einigen Tipps montierte ich mir die etwas andere Pedale an mein Rennrad.

Mann ist das klein, oder nicht?
Auf den ersten Blick wirkt die Pedale extrem winzig. Das ist auch meine Reaktion auf die Speedplay Pedale. Ich kann mir zunächst nicht vorstellen, auf so einer „kleinen“ Fläche ausreichend Druck auf's Pedal aufbauen zu können. Doch der Schein trügt. Dieses etwas andere Pedalsystem überrascht mich mit unzähligen Einstellungsmöglichkeiten.
Die Speedplay Pedale gibt es in drei Ausführungen. Den Einstieg bildet das Speedplay Pedal mit einer Stahlachse. Diese Variante wiegt pro Pedal 108 Gramm. Wer sehr viel auf dem Rennrad fährt, dem empfehle ich die Variante mit Edelstahlachse, die 103 Gramm auf die Waage bringt. Wer auf jedes Gramm achtet, dem lege ich das Titanmodell ans Herz. Dieses wiegt nur 82 Gramm pro Pedal. Hinzu kommen die Schuhplatten mit 70 bzw. 118 Gramm.
Die Schuhplatten machen den Unterschied!
Im Vergleich zu herkömmlichen Pedal-und Schuhplattensystemen ist bei dieser Pedale alles etwas anders. Was unterscheidet also das Speedplay-System von anderen? Das fängt bei den Schuhplatten an. Diese bilden den größten Unterschied. Denn man „klickt“ nicht in der Pedale ein, sondern in der Schuhplatte!
Es steckt also viel Technik in der Schuhplatte, die einen maximalen Bewegungsbereich von 15 Grad bietet. Diesen Bewegungsbereich kann man beim Speedplay Zero über zwei Schrauben justieren und somit größer oder kleiner, je nach eigener Vorliebe, einstellen.


Das hat den großen Vorteil, dass man im Pedal nicht gegen eine Einstellschraube arbeitet und es sich einfach freier anfühlt. Wer z.B. mit den Knien auf dem Rennrad Probleme hat, dem empfehle ich das Speedplay Zero Pedal! Für jede erdenkliche „Fehlstellung“ gibt es eine Lösung. Die „Ausklickhärte“ kann man bei Bedarf über eine andere Feder anpassen, die separat erhältlich ist. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist, dass man beidseitig einklicken kann. Das kann kein anderes Rennradpedal.


Wie ein Sportfahrwerk!
Nun fragt ihr euch, was ein Sportfahrwerk mit einem Rennradpedal zu tun hat. Ganz einfach: Wer ein schnelles Auto haben will, der bestellt ein Sportfahrwerk, denn das ist tiefer und härter. Genau dasselbe Prinzip wurde auf die Speedplay Zero Pedale übertragen. Durch das „Winklicken“ in der Schuhplatte steht man viel direkter und näher an der Pedalachse. Der Effekt: eine sehr direkte Kraftübertragung und eine hohe Performance in jeder Fahrsituation. Außerdem sind die Pedale von Speedplay definitiv ein Hingucker. Jede erdenkliche Farbe ist bestellbar. Somit kann man seinem Bike eine tolle individuelle Note verpassen.


Für mindestens ein Fahrradleben gebaut!
Bei regelmäßiger Fahrt mit dem Bike, wird so eine Pedale sehr stark belastet. Um lange Freude an der Pedale zu haben, fettet man die Pedale in regelmäßigen Abständen. Das ist kinderleicht und mit einer geeigneten Fettspritze in wenigen Minuten durchgeführt.
Wenn ihr euch für ein Speedplay Pedal entscheidet, lasst euch die Montage ausführlich und in Ruhe erklären. Man sollte wirklich ausreichend Zeit einplanen, um seine optimale Einstellung zu finden. Wenn ihr weitere Fragen zu diesen Pedalen habt, kommt zu uns nach Mannheim in die Bike-Abteilung im Untergeschoss bei engelhorn sports. Gerne beraten wir euch individuell!
Ride on!
Euer Flesh
Bilder: engelhorn sports

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