Im Test: Pulsuhr Polar V800 - eine(r) für alle!


Schwimmen. Radfahren. Laufen. Die Aufgabe eines Triathleten. Im Training muss der Sportler die jeweiligen Sportarten ausgiebigst trainieren und möchte im Idealfall sein Training planen, überwachen und sinnvoll strukturieren.
GPS-Uhren werden gerne genutzt, um die Geschwindigkeiten beim Laufen und Radfahren zu messen und anhand der Relation zum Puls einen Leistungszuwachs zu erkennen. Barometrische Höhenmesser zeigen dem Sportler zurückgelegte Höhenmeter sowohl beim Radfahren als auch beim Laufen an und sind für Bergziegen nahezu unerlässlich. Und ab und an muss man auch mal Pause machen. Es hält sich zwar niemand an die Pausenvorgaben seines Trainers - weil man es selbst ohnehin besser weiß als er - aber wenn ein technisches Gerät diese Information geben würde, dann würde man sich natürlich daran halten.
Lange durchhalten sollte ein treuer Trainingsbegleiter auch.
Nicht nur die Optik überzeugt
Eigentlich hätte jeder Sportler gerne die eierlegende Wollmilchsau am Handgelenk. EIN Gerät, das ALLES kann.
Das Display der Polar V800 ist gestochen scharf und auch die Verarbeitung macht einen guten Eindruck. Die Edelstahl-Optik kombiniert mit dem dunklen Armband und dunklem Display sieht sportlich-edel aus. Meine anfänglichen Zweifel, ob das Armband mit dem Komfort des Armbandes der RCX 5 mithalten kann, wurden mit fortlaufender Zeit beseitigt. Durch stetes Tragen passte sich das Armband immer mehr meinem Handgelenk an, bis es nach einer Woche geschmeidig am Handgelenk saß und ich es nicht mehr wahrnahm.
Ein weiteres nettes Gimmick ist, dass die Darstellung der Uhrzeit in verschiedenen Varianten erfolgen kann, wie ihr auf den Fotos seht:


Tolle Zusatzfunktionen
Das erste Laden will - nachdem man den Ladeadapter endlich an der vorhergesehenen Stelle angeclippt hat - gefühlt kein Ende nehmen. Aber irgendwann ist es soweit. Die Uhr ist bereit.
Neben den Displayeinstellungen können auch andere Einstellungen sportartspezifisch im Webservice „Flow“ eingestellt werden: bspw. kann die Tap-Funktion für jeden Sport ein- oder ausgeschaltet werden. Sehr sinnvoll, da bei manchen Rennradrunden sonst jede Bodenunebenheit eine neue Runde auslöst. Spätestens nach der zweiten Ausfahrt schaltet man also beim Radeln die Tap-Funktion lieber aus.
Ferner verfügt die Uhr über einen sogenannten Activity-Tracker, welcher zum einen für den Kalorienverbrauch und zum anderen für den Erholungsstatus benutzt wird. Er rechnet Alltagsbewegung und Training in „Belastung“ um und bestimmt, wie lange du brauchst, um dich von der letzten Trainingseinheit (oder dem stressigen Shopping am Wochenende ;-) ) zu erholen.
Im Training mit dem Schmuckstück fällt mir immer wieder das unfassbar klare und gut ablesbare Display auf. Dieses ist wohl das bisher beste Display einer Sportuhr, welches mir untergekommen ist. Und ich habe schon einige verschlissen, glaubt mir.


Bei allen Trainingseinheiten freut mich das schnelle „Finden“ der Satelliten und das infolge dessen kurze Warten in der Kälte. Das nun endlich auch während der Einheiten durch den barometrischen Höhenmeter angezeigt wird, wie viele Höhenmeter schon „erledigt“ wurden motiviert auch ungemein.
In oben erwähntem Flow-Portal nimmt man die detaillierten „Einstellungen“ der Uhr vor.

Interessant ist dabei die Möglichkeit, sich nun „im Sportmodus“ per Alarm nach Zeit, Distanz oder Kalorien einen frei programmierbaren Text einblenden zu lassen („Trink was!“, „Fahr schneller, du Schnecke“ oder „Quäl dich, du Sau!!!“, um nur einige Favoriten zu nennen.) Für alle Langstreckensportler, bei denen mit zunehmender Wettkampfdauer auch die Zurechnungsfähigkeit sinkt, eine willkommene Hilfe. Die Uhr denkt für dich mit und erinnert dich daran zu essen, trinken oder einfach nur weiterzumachen. Sehr nett!
Die Akkuleistung reicht bei voller Ladung ziemlich genau für eine Sportwoche mit 5-8 Stunden Sport und Alltagsbenutzung.

Mein Fazit zur Polar V800

Alles in allem kann die Uhr also schon verdammt viel. Und sie wird, wenn Polar dran bleibt, bald noch viel mehr können. Es stellt sich wie immer die Gretchen-Frage: Brauche ich all diese Funktionen? Würde es nicht eine einfache Pulsuhr auch tun? Meistens könnte man diese Frage mit „Ja!“ beantworten. Aber wer Spaß an Daten hat und wer gerne alle Sportarten auf einem Gerät verbuchen möchte, ist mit der Polar V800 sehr gut versorgt.
Den eigenen Misserfolg auf das Equipment zu schieben, wird dann aber verdammt schwer… Denn die Uhr kommt der eierlegenden Wollmilchsau schon verdammt nahe. Also kann es nicht an ihr liegen, wenn die geplanten Ziele nicht erreicht werden. ;-)
Da fällt mir ein, ich muss auch nochmal ne Runde raus…
In diesem Sinne:
Keep on Running!
 

Newsletter