Im Test: POC Knieschoner Joint VPD 2.0 Knee

Heute unter der Lupe: die Knieschoner Joint VPD 2.0 Knee von POC. Nachdem mich das Vorgängermodell während der letzten Jahre tapfer bei zahlreichen Touren begleitet hatte, war ich gespannt, wie sich die neue Version macht und ob POC die Schwächen der ersten Version ausgemerzt hat.
Design & Verarbeitung
Wie von POC gewohnt: Top! Die Schoner sind angenehm schmal und nicht so klobig, wie viele Hartschalenmodelle, sondern angenehm dezent. Zusammen mit einer Baggy-Short machen die Schoner optisch einiges her. Anders als bei den Vorgängern sind die Logos nicht aufgeklebt, sondern gestickt und dürften somit länger als ein paar Monate halten. Die Verarbeitung macht ebenfalls einen guten Eindruck, es stehen keine Fäden über und sowohl Material, als auch die Nähte sollten den einen oder anderen Bodenkontakt (siehe unten) überstehen.
Komfort: Kein Verrutschen

Anders als beim Vorgängermodell: ebenfalls top! Version 2.0 hat ein zweites Band unterhalb dem Knie bekommen, dadurch verrutschen die Schoner auch auf längeren Touren so gut wie gar nicht mehr. Das Material auf der Vorderseite ist etwas steifer und härter als beim Vorgänger, durch seine Form trägt sich der Schoner trotzdem sehr angenehm. Die Rückseite der Schoner ist aus einem dünneren Material gefertigt und soll für ein angenehmeres Klima sorgen. Im Winter mag das funktionieren, bei sommerlichen Temperaturen kommt man – wenig verwunderlich – trotzdem ins Schwitzen.
Apropos Winter: beim Vorgängermodell verhärtete sich der Schaum bei niedrigen Temperaturen stark, der Schoner wurde steif und der Tragekomfort war dahin. Ein Problem, das POC behoben hat: bei der Schnitzeljagd im Ötztal trug ich die POC Joint VPD 2.0 Knee Schoner von Anfang bis Ende – bei Sonne, Regen und Schnee.
Schutz: Im Sturz bestanden
Schlussendlich kommt es bei einem Knieschoner aber nur auf eines an: den Schutz! Um zu einem realistischen Urteil zu kommen, bleibt also nichts anderes übrig, als sich dynamisch von seinem Sportgerät zu trennen und zu gucken, was passiert. So geschehen bei einem kleinen Nightride auf meiner Hausrunde: Es ist ca. 0:30 und wir haben bereits ¾ der Abfahrt hinter uns. Die nächste Schlüsselstelle auf dem Trail ist eine steile Wurzelpassage und ich beschließe, erstmal langsam heranzufahren und mir die Stelle genauer anzuschauen.

Irgendwie bleibt mein Vorderrad  an einer Wurzel hängen, das Hinterrad steigt auf und wirft mich schwungvoll über den Lenker. Ich falle nach rechts, einen steilen Grashang hinunter, mein Rad überschlägt sich ein paar Mal und bleibt auf einem flachen Stück liegen. Ein paar Meter weiter und ich hätte die Überreste im Tal aufsammeln können… Glück gehabt! Bei mir sieht es aber etwas anders aus: der Helm hat eine Beule, Schürfwunden an Schulter, Bauch, Oberschenkel und Armen und ein tiefer Riss im Ellenbogen der noch in der gleichen Nacht genäht werden muss – aua! Die POC Knieschoner sitzen aber noch immer an Ort und Stelle und auch darunter ist aber noch alles heile. Sehr schön, aber vielleicht sollte ich demnächst mal Ellenbogenschoner testen…
Liebe Grüße,
Fabian

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