Im Test: Ortovox Piz Boé Jacke

Nach Monaten des Wartens ist der Winter endlich wieder eingekehrt. Es sieht aus, als würde sich das letzte Jahr wiederholen und der Süden massive Schneefälle abbekommen – so hat es in den Südalpen im November in zwei Wochen schon wieder fünf Meter geschneit. Das Ganze natürlich zusammengezählt, heißt: Es liegen nicht unbedingt überall fünf Meter Schnee, aber überall reichlich. Die Gebiete, die vom Norden noch leicht zu erreichen sind und vom Süd-Schnee etwas abbekommen haben, sind jetzt in der Vorsaison schon gut besucht. Für meinen Test wollte ich schlau sein und das Gotthard Gebiet Andermatt links liegen lassen, um zum nächsten Skitourengebiet zu gelangen. Aber selbst dort waren die Parkplätze überfüllt und der Blick auf die Aufstiegsspur zeigte jede Menge Skitourengeher.
Was hat die Piz Boé Jacke von Ortovox zu bieten?
Der Rucksack war gepackt, so hieß es nur noch auffellen und los. Mit im Gepäck die Ortovox Piz Boé Jacke, eine superleichte, gefütterte Jacke mit geringem Packmaß. Schon beim ersten Mal anfassen kommt ein Staunen auf und die erste Reaktion bei allen, die die Jacke in der Hand halten, ist gleich: Wow ist die leicht!
Der Grund dafür ist, dass die Wolle nur noch 60g/m² auf die Waage bringt. Perfekt für Tourengeher und Alpinisten, die vor allem auf das Gewicht achten müssen. In einem Sack bekommt man die Jacke auf das Kleinste reduziert, sodass sie im Rucksack neben Verpflegung und Lawinenausrüstung keinen Platz wegnimmt. Dort landet sie auch nach kürzester Zeit nach dem Start, denn der Aufstieg treibt die Körpertemperatur schnell nach oben und in den windstillen Ecken des Hangs trägt die Sonne den Rest dazu bei.


Die Gesamtaufstiegszeit für die 1200hm ist mit vier Stunden beschrieben. Weil es für uns die erste Tour des Winters ist und wir mit Freerideskis unterwegs sind, haben wir ein wenig mehr Zeit und extra Pausen eingeplant. Nach den ersten 400hm kommt es dann auch dazu. Der erste Griff in den Rucksack geht zur Ortovox Jacke, die perfekt hilft, nicht auszukühlen und die Körpertemperatur zu halten. Die Schafwolle aus der Schweiz zeigt direkt ihre Qualität und hält sehr gut warm. In der Jacke ist zusätzlich elastische Merinowolle und ein stabiles Nylon verarbeitet, die den technischen Anspruch unterstreicht.
Zum Verstauen gibt es auch genug Platz. Zwei große Taschen links und rechts sind so angelegt, dass man auch mit Rucksack gut an sie rankommt. Eine kleine Tasche an der Brust ist gut für ein Smartphone oder sonstigen Kleinkram. Eine super geschnittene Kapuze komplettiert die Funktionalität der Jacke und wärmt den Kopf.
Fazit: Die sehr funktionelle Jacke von Ortovox dient perfekt als zweiter oder auch dritter Layer. An  kälteren Tagen trägt sich das Swisswool Stück sehr gut unter einem Hard-Shell, an wärmeren Tagen oder beim Aufstieg auch super als oberste Schicht. Die Jacke zeichnet sich durch das geringe Gewicht aus, dadurch wird Sie zu DEM Kleidungsstück für Alpinisten jeder Gattung. Für den Wintersport gemacht – sehe ich die stylische Jacke auch auf in der Zwischensaison oder beim Abstieg vom Berg im Sommer. Viel Spaß beim Tragen!
Euer Dorian
P.S.: Noch mehr Neuheiten zum Powdern findet ihr im engelhorn sports e-mag.

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