Im Test: Moving Comfort Urban X Over Sport-BH

Wenn ein Funktionsteil, wie bei einem Sport-BH dann auch noch speziell für Frauen produziert, so richtig gut aussieht, bin ich erst einmal misstrauisch: Weil bei mir nämlich die Funktion vorgeht.
Schöne Sportkleidung mit Funktion?
Versteht mich nicht falsch, ich liebe schöne Kleidung. Ich trage gern bunte Farben, edle Stoffe, hochwertige Schuhe. Ich liebe es, durch die Läden zu bummeln und stundenlang shoppen zu gehen. Aber – daher meine kritische Haltung – ich habe die Erfahrung gemacht, dass Funktionsbekleidung für Frauen manchmal zwar schön ist, dabei dann aber die Funktion leidet. Darum sahen meine Sport-BHs bisher auch eher langweilig aus, gaben Halt und waren auch bei harten Einsätzen noch bequem. Dafür war ich sogar bereit, ziemlich tief in die Tasche zu greifen.
Nun aber habe ich diesen Sport-Bra vor mir, das Modell „Urban X Over“ von Moving-Comfort. Das Label stellt ausschließlich Sportbekleidung für Frauen her und gibt an, dass alles von Frauen für Frauen entwickelt wird. Weil Sportlerinnen am besten wissen, was gute Sportbekleidung für Frauen ausmacht. Hat auf den ersten Blick schon einmal geklappt: Der Sport-BH sieht verdammt gut aus. Gekreuzte Träger finde ich schon mal gut; leuchtend Pink und Orange, stylishe Trendfarben, heißes Muster, Kontrastnähte, wertige Optik. Und ich bin selbstverständlich misstrauisch, was die Funktion angeht, erst recht, weil er längst nicht so teuer ist wie ich erwartet hatte.
Tragekomfort
Ich trage den Sport-BH, samt passender Capri und einem Shirt dazu, erst mal Zuhause. Ziehe ihn an und bin, was das angeht, zufrieden: Er lässt sich leicht anziehen, ein klassischer 3-Häkchenverschluss im Rücken, verstellbare Träger.
Passform
Angenehm überraschend für einen Sport-BH: Er presst einem nicht die Brüste ab, sondern formt sie schön, das gefällt mir. Der Sitz ist angenehmen, der Schnitt ergonomisch. Unter dem Shirt sieht er zudem gut aus, nichts zeichnet sich ab. Nach mehreren Stunden weiterhin keine störenden Details, keine drückenden Nähte. Ich spüre ihn gar nicht. Das ist wohl das beste Zeichen, die eingängliche Prüfung hat er also bestanden.


Der Tragetest im Studio
Ich mache zunächst kein hartes Training, sondern Foamrolling und Mobilisation, also eher sanfte Bewegungen, doch mit dem vollen Bewegungsumfang. Auch hier bewährt sich der Moving Comfort Urban X Over. Ich komme ganz schön ins Schwitzen, bewege „alles einmal gründlich durch“, wie der Trainer sagt, und trotzdem bleibt alles, wo es hingehört, klebt der Bra nicht unangenehm, ich bin weiterhin vollauf zufrieden.
Einsatz dann auf dem Rad
Ein richtig heißer Tag, Rennradtraining in den Odenwald mit der Gruppe. Ich ziehe den BH an und denke erst Stunden später nach meiner Heimkehr wieder daran, dass ich ihn gewählt hatte. So soll es sein.
Fazit
Ich habe dazu gelernt! Richtig schöne Teile können auch hochfunktionell sein und müssen nicht unendlich viel kosten. Der Urban X Over wird bei mir zukünftig beim Langhanteltraining, Pilates oder Foamrolling im Studio ebenso zum Einsatz kommen wie auf dem Rennrad und Mountainbike.
Meine derzeitige Lieblingskombi besteht übrigens gleich aus mehreren Teilen von Moving Comfort: Je nach Wetter trage ich die Capri Switch it Up oder aber die Urban Gym Tight. Der Clue bei der Capri ist, dass man sie wenden kann und somit zwei Designs in einer Hose hat. Beide sind sehr bequem, das Material ist absolut angenehm auf der Haut und sie machen sich auch bei meinen weder endlos langen noch ultraschmalen Beinen gut. Oben trage ich dazu gern das lässige Endurance T. Der Stoff trägt sich wie feine Baumwolle, ist aber tatsächlich aus edlem Funktionsmaterial. Außerdem fällt es sehr schön und das leuchtende Blau hat es mir angetan.

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