Im Test: Die „SupZera“-Radschuhe von Suplest

 
Hallo Leute,
auf meiner Mehrtagestour mit dem Rennrad von Heidelberg nach Köln habe ich für euch die „SupZera“-Radschuhe von Suplest getestet und stelle euch die Vorzüge dieser Radschuhe mal etwas genauer vor!
Der Anlass
Ziemlich kurzfristig war ich für eine andere Person eingesprungen und fand mich an einem Freitagabend gemeinsam mit 60 anderen am Neckarufer in Heidelberg ein. Ein bunter Haufen: Die einen in Team- oder Vereinsbekleidung, andere in Baggyshorts oder sogar einfachen Jeanshosen, Retrobegeisterte neben Motto-Trikot-Trägern (Mein Favorit das Trikot mit der Aufschrift: „Old Guys who get fat in winter Racing Team“), und solchen in der neuesten Kollektion von Giro oder Rapha. Es war alles vertreten!
Die Strecke
Am Freitag fuhren wir nur eine kurze „Prolog“-Runde rund um Heidelberg. Am Samstag ging es früh morgens aber schon richtig los: Von Heidelberg über den Pfälzerwald ins Saarland. Von dort aus am Sonntag wiederum weiter durch Luxemburg nach Belgien und am Pfingstmontag schließlich von Belgien nach Köln. Tolle Strecke, nette Leute, traumhafte Landschaft (Bilder gibt’s übrigens hier). Eine Tour der Superlative!
Vorgeschichte
Kurz vor der Tour hatte ich aber zunehmend Schmerzen in meinen bewährten Rennradschuhen bekommen: Sie waren mit der Zeit weiter geworden, ich hatte die Ratsche immer enger geschnallt, die Klettverschlüsse immer weiter zugezogen. Aber irgendwann saßen sie einerseits dennoch nicht mehr richtig am Fuß, begannen andererseits nach einiger Fahrtzeit an anderer Stelle zu drücken, später richtiggehend zu schmerzen. Für mich stand fest: Für eine Tour von täglich 140 – 180 km ging das nicht.
Der Suplest SupZera
So kamen mir die Testschuhe von Suplest gerade recht: Suplest ist ein Schweizer Hersteller, der noch recht neu am Markt ist. Die Besonderheit: Die Schuhe werden in der Schweiz entwickelt, entworfen und getestet, mit der legendären Schweizer Gründlichkeit und Präzision. Sicherheitshalber hatte ich aber meine bisherigen Schuhe mit dabei: Mit neuen Schuhen eine Reise anzutreten, ist ja nicht unbedingt weise.


Eigenschaften
Was am SupZera zuerst auffällt, ist die reflektierende Oberfläche: Bei Dunkelheit und je nach Lichteinfall beginnen die silberfarbenen Bereiche gut sichtbar zu strahlen. Die Schuhe gefallen mir sehr (ist ja Geschmacksache) und machen einen stylishen und modernen Eindruck. Ansonsten hat der Schuh viele weitere Details, die auf den ersten Blick nicht gleich zu sehen sind: Eine Antirutschbeschichtung innen, so dass die Ferse fest im Schuh sitzt und man keine Blasen bekommt, eine leichtgängige Rasche, die gute Belüftung, die geniale Innensohle. Letztere musste ich leider entfernen, damit meine Sporteinlagen Platz finden: Für eine individuell gefertigte Sporteinlage, wie man sie beispielsweise beim Bikefitting bekommt, ist der Schuh übrigens bestens geeignet.
Meine Erfahrungen
Wie ihr unschwer erkennen könnt, bin ich überzeugt: Ich fand den Schuh vom ersten Tragen an sehr bequem. Meine bisherigen Schuhe hatte ich somit ganz umsonst mit eingepackt. Ein weiterer großer Pluspunkt ist, dass er sehr schnell trocknet: Nach einer heftigen Regenfahrt musste ich nur die Innensohlen heraus nehmen und die Schuhe mit Zeitung ausstopfen. Noch am selben Tag waren sie abends bereits trocken!
Auf der Tour nach Köln mussten wir in den Schuhen viel zu Fuß gehen. Das war dank kleiner Gehzonen auf den steifen Sohlen aber kein Problem. An sich war ich begeistert, mit dem Suplest SupZera einen Damenschuh am Fuß zu haben, der genau das kann wie die Herrenmodelle auch: Er ist leicht, schnittig, bestens konzipiert und bequem; ein Renn- und Tourentaugliches Modell.
Einziges Manko: Die Farbe weiß ist nun mal sehr empfindlich. So wurde nach der stundenlangen Fahrt durch belgischen Starkregen nicht nur meine weiße Regenjacke etwas in Mitleidenschaft gezogen. Wenn man genau hinsieht, kann man an den Zehenkappen der Schuhe ein paar kleinere Verfärbungen erkennen.

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