Ich, h2o-tours, Snowboarding, Freeriding & kitesurfing

Vielleicht mal – angesichts des illustren Zirkels unterschiedlicher „Gesichter“ hier im Blog – vorne weg: Ich bin eigentlich ein ganz normaler Kerl, der aber aufgrund seines Jobs ein bisschen mehr Gelegenheit hat, das zu machen, was ihm Spaß macht... und das bedeutet meistens „auf einem Brett stehen“.
Ich sehe mich also nicht als Leistungssportler, obwohl sich mein ganzes Leben um Sport dreht. Genauso wenig fühle ich mich in einer bestimmten Sportart als 100%iger Profi, denn dazu machen mir zu viele unterschiedliche Sportarten Spaß und jede einzelne bekommt von mir ihr gebührendes Maß an Zeit, Engagement und Training.
 
Meine Präsenz hier verdanke ich hauptsächlich meiner Eigenschaft als Inhaber und Betreiber von h2o-tours... Winterreiseveranstalter und gleichzeitig engelhorn sports Snowboardschule.
 
Und deswegen hier erst mal wie diese Geschichte angefangen hat:
Schon bei der Wahl meiner Studienfächer war klar, dass potentielle Karriereaussichten eher weniger und Inhalte mit denen man sich ein Leben lang identifizieren kann, eher mehr Ausschlag geben. Nichts war schlimmer als die Vorstellung, jeden Tag meines Berufslebens einer wesensfremden Beschäftigung nachzugehen. Dementsprechend viel meine Wahl auf Sport und Französisch (damals noch auf Lehramt).
 
Durch meinen Studi-Job bei engelhorn sports lernte ich auch h2o-tours kennen. Wurde auch gleich als Snowboardlehrer eingespannt, engagierte mich immer mehr, bis nach Abschluss meines Studiums die Entscheidung ins Haus stand, alles auf ein „h2o-Leben“ zu setzen oder den klassischen Lehrberuf zu wählen.
Die Entscheidung war natürlich schon längst gefallen und somit wurde ich 1999 zum frischgebackenen Profi-Veranstalter für Sportreisen.
 
Bei h2o-tours dreht sich alles um Wintersport. Boarden, Skifahren, auf der Piste, abseits der Piste, mit Heli, zu Fuß, in der Gruppe, mit Freunden, alleine, whatever... insofern beschert mir der Winter die einzigartige Möglichkeit, mich dort zu bewegen und zu arbeiten, wo andere ihre Ferien verbringen – in den besten Skigebieten der Alpen.
Natürlich ist das auch, obwohl es mir niemand glaubt, mit viel Arbeit verbunden, aber schlussendlich kann ich meine Zeit auch so organisieren, dass ich an den Tagen, an denen es sich lohnt, auf jeden Fall auf dem Brett stehe.
Für mich heißt das mittlerweile fast ausschließlich Freeriding. Und ja, es heißt auch auf „dem“ Brett, Singular.
Obwohl ich kontinuierlich an meinen Fähigkeiten auf zwei Brettern arbeite, bin ich vom Herzen her auf jeden Fall auf dem Snowboard zuhause und so wird das wohl auch immer bleiben.
 
Meistens kommt auch immer wieder die Frage auf „was machst du als Wintermensch eigentlich im Sommer“? Kaum vorstellbar, dass jemand, der auch im Winter eigentlich nur „Urlaub“ macht (Schmunzeln und Stirnrunzeln meinerseits), dann auch noch den ganzen Sommer frei hat (Gelächter). Klar kann ich mir meine Arbeit im Sommer extrem frei einteilen, aber man führe sich zu Bewusstsein, dass es ein „klitzekleines Fitzelchen“ an Vorbereitungsarbeit mit sich bringt, jeden Winter tausende von Reisegästen in eine zuverlässig vorbereitete Wintersaison einzuladen! Sprich – fertig bin ich mit den Vorbereitungen eigentlich erst im September! ;)
 
Anyway – es bleibt im Sommer auf jeden Fall genügend Zeit für mein eigentliches Hobby...
Stop! Kurz zur Erklärung: Snowboarden und Wintersport genieße, feiere und lebe ich natürlich nach wie vor, aber es war mein Hobby und jetzt ist es mein Beruf. Und das ist einfach nicht mehr das Gleiche.
 
Deswegen ist Kitesurfen mein Hobby geworden. Genauer: Waveriding.
Für mich ist Kiten in der Welle wie Freeriden, nur dass sich der Hang unter meinen Füßen bewegt! Das Meer fasziniert mich schon seit Kindesbeinen, und die Möglichkeit mit dem Brett zwischen Bergen aus Wasser zu stehen und meine Turns in ständig variierenden Bedingungen zu ziehen, ist einfach großartig!
Deswegen habe ich auch meine „Sommer-Residenz“ in Form eines Wohnwagens auf Sardinien aufgeschlagen, und bemühe mich, keinen einzigen der big-days am homespot zu verpassen.
 
In den vergangenen Jahren habe ich mit Freunden vor der Wintersaison, Downwind-Adventures in Brasilien hinter mich gebracht: 1000km immer im Wasser die brasilianische Nord-Ost-Küste entlang. Jetzt aber sind die nächsten Ziele erst einmal anders gesteckt: Big Waves stehen auf der Wunschliste und zum Training geht’s im November auf die Kapverden! Danach schauen wir mal, wo es mich noch hinführt!
Mehr dazu – und natürlich vor allem auch zu den Winter-News – in Zukunft hier im Blog!
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