Ian Armstrong – Big Wave Surfer

Jetzt soll ich also was über mich und mein Leben erzählen.
Da ist eigentlich nicht viel dabei: Mein Name ist Ian Armstrong, ich bin 39 Jahre alt und lebe mit meiner Familie in Scarborough, am Rande des Kaps. Hier bin ich auch geboren, an der Atlantikküste von Kapstadt, und sitz hier also schon mein ganzes Leben fest. Hört sich jetzt schlimmer an, als es ist. Durch meinen Sport bin ich viel herumgekommen auf der Welt. Doch egal, welche beeindruckenden Landschaften, Städte und Strände ich gesehen habe, ich bin immer wieder gerne nach Hause gekommen. Für mich ist der schönste Platz der Erde dort, wo ich geboren bin.
 
Das erste Mal mit dem Surfen in Berührung gekommen bin ich mit ca. 6 Jahren. Ich beobachtete die coolen Jungs auf den Brettern am Strand vorm Haus meiner Eltern. Es war wirklich beeindruckend, zu sehen, was diese Leute da taten. Meine Faszination für diesen Sport begann an diesem Tag. Von da an wollte ich nichts anderes mehr tun.
 
Also fing ich selbst an zu surfen. Und nahm danach an ein paar Wettbewerben teil.
Meinen allerersten Erfolg feierte ich mit 13 Jahren, als ich ein lokales Turnier gewann. Danach gab es noch einige mehr. Das war für mich aber nie das Wichtigste. Es zählt vielmehr die Leidenschaft, die mich mit meinem Sport verbindet.
 
Es hat etwas Magisches von einer Welle getragen zu werden und ihre ganze Energie zu spüren. Erst reißt mich die Welle nach oben, dann trägt sie mich, bis ich vollkommen eins mit ihr bin. Danach fühl ich mich einfach nur gut. Auch meine Kinder teilen diese Begeisterung mit mir. Das macht mich sehr stolz. Besser könnte es mich gar nicht treffen.
 
Klar, es gibt auch noch andere Dinge, die ich tue. Ich klebe ja nicht auf meinem Board fest. Wenn ich nicht surfe, erledige ich Arbeiten rund ums Haus, geh einkaufen oder spiel mit meinen Kids Fußball. Einen festen Tagesplan gibt es nicht. Es kommt, wie es kommt.
 
Außerdem braucht jeder mal eine Pause. Auch ich bin manchmal müde vom Surfen. Dann gönn ich mir ein paar Wochen Ruhe und danach geht es mit vollen Akkus weiter. Nach so einer Phase bin ich viel frischer und stärker als zuvor.
 
Wenn ich irgendwann mal nicht mehr surfen kann, würde es mir vermutlich auch nichts ausmachen. Dann sitze ich auf einer Bank und sehe wieder den Jungs zu, da draußen. Einfach so. Weil es so schön ist.
 
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