HMS, Achter, Tope Rope? Klettern für Anfänger

Die Welt des Klettersports scheint für Neulinge recht komplex, es gibt viele Dinge zu beachten und irgendwie sprechen Kletterer auch manchmal eine „andere Sprache“ (z.B. on sight, friends, Fangstoß...)
Beschäftigt man sich allerdings ein wenig mit der neuen Materie, so versteht man Material und Technik recht schnell. Das hilft, um gleich eine gute Vertrauensbasis mit dem Material aufzubauen. Auch wenn leider immer wieder folgenschwere Unfälle passieren - meistens basieren sie auf „Anwendungsfehlern“ oder schlichtweg aus Unachtsamkeit.
Das Schöne an dem Sport ist ja, dass man sich voll auf sein „Tun“ konzentriert und dabei völlig abschalten kann. Entspannung für den Kopf?!
 
Die ersten Kletterzüge
Am Anfang empfiehlt es sich, niemals alleine bzw. unwissend loszuziehen. Egal ob Indoor, Klettergarten oder alpines Gelände: Nach Möglichkeit schließt man sich Freunden oder einer Seilschaft an, die bereits Erfahrung mitbringen und wissen, was sie tun.
Ist das nicht möglich, so eignet sich ein Anfänger-Kurs in einer Kletterhalle oder der Besuch eines Kurses beim Deutschen Alpenverein. Hierbei werden die wichtigsten Grundkenntnisse (z.B. richtiges Einbinden, Knoten, Umgang mit dem Seil) vermittelt. Natürlich wird auch das Klettermaterial vorgestellt: Karabiner ist nicht gleich Karabiner, die richtige Anwendung des Hüftgurts und warum Kletterschuhe irgendwie doch immer drücken.

Besonders empfehlenswert sind die DAV Kletterscheine „Toprope“ und „Vorstieg“. Die beiden Kurse bauen aufeinander auf und sind ein Nachweis für die erfolgreich absolvierte Ausbildung zum sicheren Klettern und verantwortungsvollen Sichern. Die Kletterscheine können im Anschluss an einen entsprechenden Kurs im Rahmen einer Prüfung erworben werden.
Sind die ersten Grundkenntnisse erworben, steht dem Klettervergnügen nichts mehr im Wege. Ihr werdet schnell merken, wie viel Spaß das Klettern macht und welcher Nervenkitzel dahinter steckt.
 
Wer draußen klettert, sollte sich noch mit einigen Verhaltensregeln vertraut machen, die der eigenen Sicherheit und dem Schutze der Natur dienen.

Abschließend noch ein paar kleine Tipps von uns:
Es ist nicht notwendig, sich gleich zu Beginn die vollständige Ausrüstung (z.B. Klettergurt, Karabiner, Seil und Schuhe zu kaufen. Testet bzw. leiht euch erst mal das Material, damit ihr später beim Kauf genau wisst, worauf es für euch ankommt.
Klettern ist ein schöner, aber auch risikoreicher Sport. Niemals sein eigenes Können überschätzen und lernen, gefährliche Situationen richtig einzuschätzen. Übermut ist hier fehl am Platz.
Draußen klettern bedeutet, sich in der Natur zu bewegen. Sie gilt es zu respektieren und sich entsprechend zu verhalten (z.B. Müll, kleine und große „Geschäfte“, Pflanzen und Tiere,...)
Das Klettern am Anfang nicht übertreiben, um somit das Verletzungsrisiko (z.B. Zerrungen, Überdehnungen) nicht unnötig zu erhöhen.
Den Kletter-Codex beachten: emeinsam erreicht man mehr, Sicherheit hat oberste Priorität und nur kein Stress an der Wand.
Es gibt jede Menge guter Lektüre, die sich mit dem Sport befasst. Warum nicht mal ein bisschen einlesen (z.B.engelhornsports.de; dav.de; Klettern.de)
 
 
Schon gewusst? 
 
Im engelhorn sports Haus in Mannheim könnt ihr nach Absprache mit der Bergsportabteilung ein kostenloses Schnupperklettern an unserer Kletterwand durchführen. Schaut doch mal vorbei oder informiert euch unter: k.brunholz.@engelhorn.de
 
 
 
 
 
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