Herbstliche Golfbekleidung – eine Nike Jacke und Alberto Hose im Test


Der Plan fürs Wochenende: ein Turnier der Unigolftour in Chemnitz. Die Wettervorhersage: eine Mischung aus bitterkalt und heftigen Regenschauern. Meine Motivation: bei den Aussichten… negativ.
Ich geb’s zu, ich gehörte bisher einfach zu den Schönwetter-Golfern. Doch da ich auf keinen Fall das Turnier verpassen wollte, musste ich mich wohl mit der richtigen Kleidung ausrüsten.
Die Thermal Mapping Jacke von Nike – endlich mal frei schwingen
Ich tue mir wirklich schwer damit, herbstliche Golfbekleidung zu finden, die gut sitzt. Die meisten Jacken und Windbreaker sind nicht eng genug, sodass man ständig mit dem Schläger drin hängen bleibt oder sich beim Schwingen wie das Michellin-Männchen fühlt – nervt!
Erfrischend anders ist da die Thermal Mapping Jacke von Nike. Sie sitzt angenehm figurnah, ohne den Presswurst-Look zu verleihen. Dadurch behindert sie nicht im Schwung und klaut eine Ausrede, wieso der Ball gerade mit einem Quickhook im Gebüsch verschwand… da war ich wohl selbst dran schuld.
Angenehm warm und verdammt schnieke!
In den Taschen ist Platz für alles Nötige wie Tees und Pitchgabel, genauso lassen sich die Hände dort lässig parken. Die Ärmel sind lang genug, um über die Handgelenke zu reichen, sodass die Jacke auch bei Wind angenehm warm hält. Auch sehr praktisch: der Kinnschutz schützt vorm Scheuern am Hals - was mir bei meinem Schwung bei anderen Jacken ständig passiert ist.
Beim sonnigen Wetter am Freitag (unglaublich, aber wahr) habe ich die Jacke einfach so über dem Polo getragen, bei den frösteligen Verhältnissen am Samstag war die Kombi mit einem Funktionsshirt darunter optimal.
Style-Faktor
Kommen wir zum (fast) wichtigsten: dem Style-Faktor. Basierend auf meinen pink-lila-farbigen adizero Schuhen habe ich die Jacke im gleichen Farbton gewählt und finde: der Look passt perfekt. Der Schnitt der Jacke kommt sportlich daher und wenn’s nach dem Outfit gegangen wäre, hätte ich locker eine Par-Runde spielen müssen. Daran arbeiten wir wohl noch…
Die Anna Wind/Rain Hose von Alberto – kann die Kombi gut gehen?
Golfhose und Regenhose in einem? Die Skepsis war groß, schließlich schwitzt man – solo getragen - unter dem Material einer Regenhose wie ein Schweinchen. Andererseits nervt das übliche An- und Ausziehen mit jedem Regenschauer ohne Ende.
Kommen wir mal zur Anna von Alberto: meine Skepsis wurde durch ein tolles Tragegefühl zerschlagen. Innen am Bein trägt sie sich wie eine normale Hose, nach außen hin hält sie jede Menge an Wasser ab. Und keine Sorge, ich durfte das (unfreiwillig) bei ordentlichen Regengüssen austesten. Selbst bei den seltenen Sonnenstrahlen, die mal durchkamen, stellte sich kein Schwitzen ein.
Style-Faktor
Auch den Style-Test hat die Hose bestanden. Schwarz macht ja bekanntermaßen nicht nur schlank, sondern lässt sich zu allen Shirt- und Schuh-Kombinationen tragen. Zwar trage ich normalerweise Röhrenhosen beim Golfen (modern ist die Frau), aber die Anna-Hose mit ihrem geraden Schnitt hat sogar meinem kritischen Blick Stand gehalten. Elefanten-Stampfer - Fehlanzeige.
Mein Fazit: gut gerüstet für herbstliche Golfrunden
Ich bin mit starken Zweifeln und einer „Igitt, schlechtes Wetter“-Einstellung ans erste Tee gegangen und kam am 18. Grün trocken, warm und zufrieden an – zumindest was die Kleidung angeht ;-) Um das auch beim Spiel zu erleben, wird’s wohl noch ein paar Übungsrunden brauchen. Immerhin die unpassende Bekleidung ist bei mir jetzt keine Ausrede mehr…
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