Heimgarten und Herzogstand – die erste Tour im Frühling

Tour:


1.300 hm, 5-7 Stunden
Talort: Walchensee
Höchster Punkt 1.790m
Anspruch: mittel
Kondition: hoch
Die Gratwanderung vom Herzogstand zum Heimgarten ist eine der beliebtesten Touren im bayrischen Voralpenland, jedoch nicht zu unterschätzen. Besonders wenn man recht früh im Jahr unterwegs ist (oder im Jahr 2013 auch mal Ende Mai...), liegt noch einiges an Schnee auf den Gipfeln, daher sollte man auf gutes Schuhwerk achten.
Aufstieg über den Heimgarten

Die meisten nehmen die Bahn auf den Herzogstand und laufen dann über den Grat zum Heimgarten, ich persönlich finde die Tour andersherum besser. Zunächst parkt man am Parkplatz der Herzogstandbahn und folgt den Schildern zum Heimgarten. Der Weg wird recht schnell steil und man steigt in Serpentinen einen Hangrücken hinauf, bis man mehr oder weniger eben hinüber zum Heimgarten quert. Dann folgt ein weiterer steiler Abschnitt hinauf zur Heimgartenhütte. Aber Achtung, diese hat nur von Mai bis Oktober geöffnet, also falls ihr noch im April die Tour geht, nehmt genügend zu trinken mit! Im Gipfelbereich kann noch recht viel Schnee liegen, was in Verbindung mit den Latschenkiefern und teilweise unerkenntlicher Wegführung etwas mühsam sein kann. Der Ausblick vom Gipfel über Kochel- und Walchensee und das komplette Alpenpanorama macht die Mühe aber allemal wett.
Gratwanderung und Kaiserschmarrn


Die Gratwanderung ist von der Strecke her nicht zu unterschätzen. Auch wenn der Herzogstand immer zum Greifen nah aussieht, sollte man doch 2,5 Stunden einplanen. Aber dieser Abschnitt ist wirklich der schönste der ganzen Tour! Der relativ baumlose Grat erlaubt die komplette Zeit über einen herrlichen Rundblick und teilweise auch den ein oder anderen spektakulären Tiefblick. An einem sonnigen Tag sollte man jedoch beachten, dass einem die Sonne ohne den Schatten der Bäume ungehindert auf’s Haupt scheint, daher ist ein Käppi und eine gute Sonnenbrille empfehlenswert. Bald erreicht man den Pavillon auf dem Gipfel des Herzogstandes und erkennt den darunter gelegenen Berggasthof. Hier kann man sich nach der gut 5-stündigen Tour dann mit ruhigem Gewissen eine Johannisbeerschorle und einen Kaiserschmarrn gönnen und dabei überlegen, ob man die recht steile Strecke hinunter zum Walchensee seinen Knien antun will, oder lieber für ca. 8 € die Bahn nach unten nimmt. Wir haben uns für Letzteres entschieden und waren damit sehr glücklich.
Für mich ist die Tour über Herzogstand und Heimgarten eine meiner Top-Touren hier im bayrischen Voralpenland, die Kombination aus türkisgrünem Seenblick und Alpenpanorama ist so ziemlich unschlagbar. Und im Hochsommer kann man danach noch in einen der Seen springen, um sich abzukühlen! Welche ist eure Top-Tour?

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