Freeride Mission 2015 in Disentis – mission completed

Das war es also wieder – am vergangenen Sonntag sind wir aus Disentis heimgekommen und ich möchte gleich mal berichten, wie es denn so war bei den eingeschneiten Eidgenossen!

Vorneweg - alles in allem hatten wir ein super tolles Wochenende!

Wie ihr wisst, haben wir von engelhorn sports das komplette Ski- und Boardmaterial inkl. Fellen zur Verfügung gestellt bekommen und Ortovox hat - neben dem kompletten Safety Equipment - die Bergführer Thomas, Martin und Bruno nach Disentis geschickt, die uns die zwei Tage lang sicher durch den Schnee geführt haben...

Gruppenbild der Teilnehmer an der Freeride Mission 2015
Gruppenbild der Teilnehmer an der Freeride Mission 2015

Schnee & Wetter
Was den Schnee anbelangt, hatten wir in Disentis perfekte Bedingungen. 20cm Neuschnee kamen am Freitag von Frau Holle frisch vom Himmel - sozusagen als kleines Facelifting für alles was eh schon vorher gefallen war. Es war fast immer kalt, also meist pulvrig und insgesamt herrschten fast durchweg sehr "winterliche" Bedingungen. Die Sicht war leider oft schlecht, es gab sehr viele Wechsel. Mal Wind, mal Sonne, mal totale Suppe!

Das Risiko war somit auch nur an "den richtigen Stellen“ kalkulierbar und trotz der oben beschriebenen Situation, hatte ich bei der Routenwahl der Führer immer ein gutes Gefühl.
Insgesamt war die Situation in Disentis nicht ohne: Kleinere Lawinenabgänge am Vortag – mit einem Verschütteten, der aber glücklicherweise unverletzt von Kameraden geborgen wurde - und temperaturbedingte Rutschereien am Sonntagnachmittag, haben uns das deutlich vor Augen geführt. Im Lawinenbulletin ist für die Region auch immer wieder die Gefahrenstufe "3" aufgetaucht, was bestimmt keine Übertreibung war.

Die Planung & die Touren

Am Freitagabend sah es noch danach aus, als könnten wir den Tourenklassiker von Disentis über den Oberalpstock bis nach Andermatt machen. Adrenalin war schon bei der Idee im Anmarsch und die Prognosen sahen mehr als gut aus.

Am Samstag in der Früh lehrte uns aber die Realität einmal wieder, dass Prognosen eben doch nur Prognosen sind und wir nach dem ersten Aufstieg unsere Pläne ändern mussten. Thomas und Martin, die mit der Touren- und Freerideskigruppe etwas Vorsprung vor Bruno mit den Splitboardern hatten, haben dann auf dem Berg gegen die Tour über den Oberalpstock entschieden und wir sind in Richtung Sedrun abgeschwenkt.

Der Einstieg in das Val Strem, dem wir dann bis nach Sedrun gefolgt sind, war auch gleichzeitig der eigentliche Kick-off des Wochenendes: Ein steiler Couloir bei mäßiger Sicht auf ca. 3.000m Höhe... und schon ist man schnell am Überlegen ob das auch gut geht ;)!

Nasskalte Überraschung

Von Sedrun aus sind wir dann mit der Matterhorn-Gotthard-Bahn nach Disentis zurückgefahren, haben den Rest des Tages kleinere Varianten gemacht und sind dabei auch noch von der Sonne überrascht worden. Sehr nice. Apropos überrascht... eine Überraschung der besonderen Art hatte der Daniel.

Quasi auf den letzten Metern vor Disentis folgt man einem netten kleinen Tal in dessen Mitte sich ein hübscher Bach befindet. Daniel ist mit etwas weniger Dynamik über die „Schneebrücke“ gefahren und hat sich dadurch dem Bach gleich mal persönlich vorgestellt. Ist glücklicherweise gut gegangen und er war – wenn auch komplett nass – schnell wieder draußen. 

Klare Sicht voraus

Am Sonntag hat sich die Tendenz vom Samstag weiter durchgesetzt, also gemischte Wetterbedingungen mit mal mehr, mal weniger Sicht, sodass wir eher pistennah geblieben sind. War aber völlig ok, denn Powder war immer noch mehr als genug da. Zum Nachmittag wurde es dann fast sommerlich, so dass die letzten Erinnerungen an das Wochenende von strahlend blauem Himmel begleitet sind :-)

Mein Fazit

Ich finde, es waren wieder zwei sehr gelungene Tage, die für alle Teilnehmer sicherlich ein nachhaltiges und tolles Erlebnis darstellen. Vom Timing und der Ortswahl her, haben wir wohl auch wieder ein glückliches Händchen bewiesen, denn Schnee – und das ist sicherlich das Wichtigste bei der Sache – hatten wir bestimmt mehr als genug!


Deswegen am Schluss noch einmal ein großes Dankeschön an Frau Holle, Ortovox und engelhorn sports im Allgemeinen, und an Thomas, Martin und Bruno im Besonderen. Hat uns allen viel Spaß mit euch gemacht und es wäre bestimmt eine coole Sache, mit euch die Mission 2016 planen zu können!

Vielen Dank und bis bald,
euer Ralf


Ralf Schultz ist Inhaber des Sportreiseveranstalters h2o-tours, leidenschaftlicher Snowboardfahrer und Kitesurfer.
Ralf Schultz ist Inhaber des Sportreiseveranstalters h2o-tours, leidenschaftlicher Snowboardfahrer und Kitesurfer.
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