Felix Wiemers: Endless Winter in Chile?

Nachdem ich im vergangenen Winter bereits einen Trip nach Chile machen konnte, war es Anfang August wieder soweit. Während unserer warmen Jahreszeit herrscht in der südlichen Hemisphäre Hochwinter, was für mich als Freerider eine tolle Alternative ist.
Erster Knackpunkt - der Flug. Nicht das viele Gepäck am Flughafen, das wir für den Flug nach Südamerika aufgeben wollten, zeigte sich als große Hürde, sondern viel mehr die Dauer dieses Höllentrips. Zum Glück konnte ich mir, mit meinen stattlichen 185 Zentimetern, einen Sitzplatz am Gang ergattern, sodass die insgesamt 16 Stunden Flug, mit kurzem Stopp in Sao Paulo, erträglich waren. Angekommen in Chile, ist wohl jeder Neuankömmling überwältigt von diesem Land und den vielen Möglichkeiten, die es bietet.


Eine Fahrt an der Küstenstraße überzeugt bei gutem Wetter mit einem eindrucksvollen Blick auf die schneebedeckten Anden. Der relativ schmale, aber ewig lange Landstreifen an der Westküste Südamerikas hat einfach alles zu bieten, was das Sportlerherz begehrt. Vom Meer in die Berge kann man es mit dem Auto

in zwei Stunden schaffen. Zur Akklimatisierung habe ich mir mit unserem Filmer Jonas drei Tage am Meer gegönnt, bevor der Rest der Crew ankam. Neben mir sind Roman Rohrmoser und Gri Reichenberger die weiteren Rider für unser Projekt. Mit Michi Neumann begleitete uns ein Fotograf, der zusammen mit Filmer "Henne" der Kopf der Unternehmung ist. Ziel unserer Mission war es, den im vergangenen Sommer begonnenen Film "endless Winter" fertig zu drehen.
Hier übrigens der Trailer: http://www.endlesswintermovie.com/
Bis die anderen ankamen, machten wir uns die Tage in dem herrlichen Surferort Pichilemu gemütlich. Im Hochwinter ist hier so gut wie nichts los und wir waren froh, die dicken Wetsuits mit zu haben, um ein wenig die Wellen des Pazifiks genießen zu können. Jeden Tag kommt hier an dem herrlichen Surfspot "Punta de Lobos" eine respektable Welle zustande, die im Winter auch mal locker über 5 Meter sein kann. Ganz so fett haben wir es nicht erwischt, aber zum Teil waren die Walzen am Pointbreak schon so massiv, dass ich mit dem Beachbreak vorlieb nahm. Nachdem wir uns drei Tage ausgetobt und den Jetlag bewältigt hatten, ging es endlich wieder auf die Skier!
Der Rest unserer Bande erreichte Santiago am Vormittag und schon am selben Nachmittag hatten wir die ersten Helilifts absolviert und den chilenischen Schnee unter die Bretter genommen. Sehr geil, endlich wieder auf den Brettern zu stehen!! Jedoch auch etwas komisch, wenn man kurz zuvor im Meer auf dem Surfbrett unterwegs war.


Helisskiing mit einer Crew von sechs Personen ist logistisch keine leichte Sache. Mit Guide passen fünf Insassen in den Heli, sodass vorher genau geplant werden muss, wer wo filmt, welcher Fahrer wo raus muss und wie alles ablaufen soll. Eingespielt vom vergangenen Jahr lief die Sache rund und wir hatten am Abend brauchbares Material im Kasten. Die traumhafte Pumalodge in den chilenischen Bergen bot uns eine fürstliche Bleibe..


Nach zwei Tagen Heliskien standen dann noch weitere Destinationen auf unserem Programm, von denen ich Euch demnächst erzählen werde.. :-)
Haut rein,
Felix

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