Feldhockey – Action pur!

Puhh... bin ich fertig. Ich spüre jeden einzelnen Muskel und bin einfach nur froh auf dem Sofa zu entspannen. Heute Abend falle ich sicher früh ins Bett und schlafe wie ein Stein. Warum? Ich komme gerade vom Sport und habe mich bei meiner ersten Berührung mit dem Feldhockey total verausgabt. Mein vorzeitiges Fazit? Ein Sport, der auf jeden Fall anstrengender ist, als ich ursprünglich erwartet hatte. Spaß macht er trotzdem allemal!
 
Wer hätte es gewusst: Feldhockey ist die erfolgreichste Mannschaftssportart unseres Landes. Zahlreiche Titel gehen auf das Konto der deutschen Hockey-Damen und Herren. Egal ob Europameisterschaften, Weltmeisterschaften oder die Olympischen Spiele – unser Team ist stets vorne mit dabei und kämpft um die begehrten Medaillen. Und noch eine interessante Info, die selbst an so manchen Sportbegeisterten vorbei gegangen sein dürfte: Erst in diesem Jahr hat die deutsche Hockey-Mannschaft die Europameisterschaft im eigenen Land gewonnen. Die Damen mussten sich nur dem Team der Niederlande geschlagen geben.
 
Zurück zum Spiel. Besonders überrascht hat mich, dass es beim Feldhockey sehr schnell zur Sache geht. Innerhalb von kürzester Zeit fliegt die Kunststoffkugel von einem Spieler zum anderen – vom eigenen Strafraum in den gegnerischen. Aus einem geblockten Angriffsschlag wird schnell ein Verteidigungsspiel. Dabei ist es wichtig, sich stets einen kompletten Überblick vom Spielgeschehen zu verschaffen. Damit ein Pass ankommen kann, müssen Mit- und Gegenspieler beobachtet und eingeschätzt werden. Bei 22 Aktiven auf dem Feld und einem umfangreichen Regelwerk gar nicht so einfach.
 
Als blutiger Anfänger geht’s allerdings nicht ganz so schnell: Bevor überhaupt an etwas wie Taktik zu denken ist, sollte man ein erstes Gefühl für den Schläger entwickeln. Er besteht aus Holz oder Kunststoff, ist bei Erwachsenen zwischen 36,5 und 38 Zoll lang, wiegt knapp über ein halbes Kilo und kostet ca. 40 Euro aufwärts. Hat man sich mit dem Schläger vertraut gemacht, kommt das Ballgefühl. Mit Koordinationsübungen und Passspielen lässt sich die Technik erlernen. Die ist besonders wichtig, um sich keine falsche Körperhaltung anzueignen. Durch den Umgang mit dem Schläger und der leicht vorgebeugten Haltung kann es nämlich schnell zu Rückenschmerzen kommen.
 
Auch wenn Feldhockey ein Sport ist, zu dem man auch im Erwachsenenalter noch Zugang findet, sollten seine Anforderungen nicht unterschätzt werden. Ein Zusammenspiel von Technik, Dynamik und Ausdauer sind von Bedeutung und machen die Faszination des Sports aus. Eine gewisse Portion Teamgeist kann sicherlich auch nicht schaden. Also ran an die Schläger und los geht’s.
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