Expedition Happiness: Alaska

Der Weg nach Alaska zieht sich ganz schön. Was auf der Karte noch aussah wie “Jetzt wo wir schon mal hier sind können wir auch einen kleinen Abstecher nach Alaska machen” ist jetzt plötzlich zu bitteren 7000 Km Umweg geworden und den Alaskan Highway kann man nicht wirklich Straße nennen. Über Schotterpisten und Schlaglöcher kämpfen wir uns Tagelang durch das Nichts und werden nicht enttäuscht. 

Into the Wild

Bereits in Yukon, Kanada ist die Natur ein Traum und wir fühlen uns wie in die Filmkulisse aus “Into the Wild” versetzt. Am Wegesrand entdecken wir eine Elchmutter mit ihren Jungen und einen wilden Tundrawolf. 

Die Grenzen verschwinden inmitten der Natur

Menschen begegnen wir fast nie, Zivilisation ist eine Seltenheit es gibt nur etwa alle 400 Kilometer einen Ort an dem es alles gibt. Benzin, Lebensmittel, Batterien, ein kleines Café und sonstige nützliche Dinge. Daneben steht des öfteren ein kleines Flugzeug geparkt. Das Fortbewegungsmittel der Wahl für die Menschen hier, wenn sie einkaufen gehen. Zum Glück haben wir einen großen Tank, durch den hohen Verbrauch wird es aber trotzdem manchmal eng. Ohne den Grenzübergang würden wir nicht merken wo Kanada aufhört und Alaska beginnt, aber das ist inmitten der Natur auch völlig egal.

Abseits des Weges

Kurz vor Fairbanks überqueren wir die unsichtbare 10000 Kilometer Marke. Auch im Kopf sind wir auf der Reise angekommen. Im Denali National Park wird uns so richtig bewusst dass wir in Alaska sind und wie besonders es hier ist. Es ist der einzige Park in dem es nicht nur erlaubt ist, sondern man sogar ermutigt wird vom Weg abzuweichen und querfeldein zu gehen. Einzige Regel - nebeneinander laufen anstatt hintereinander, damit man keine Pfade trampelt. Unser Bus steht auf einem Campingplatz etwa 30 Meilen in den Park hinein. Weiter darf man motorisiert auf eigene Faust nicht. Normale Touristen müssen sogar schon am Meilenstein 15 umdrehen, nur wer wie wir einen heiß begehrten Schlafplatz auf dem Teklanika Campingplatz ergattert hat, wo man mindestens 3 Nächte bleiben muss darf weiterfahren. Das fällt nicht weiter schwer. 

Die Weite Alakas

Wir verbringen unsere Tage mit Wanderungen durch die Weite Alaskas, besteigen Hügel und durchkämmen Wälder. Rudi ist immer mit dabei, obwohl das eigentlich verboten ist. Die Rangerin, die uns erwischt drückt aber ein Auge zu, weil sie verstehen kann, dass er bei solch tollen Spaziergängen an unsere Seite gehört. Durch unsere Solaranlage sind wir völlig autark und auch die Wassertanks haben wir nochmal aufgefüllt, denn es gibt keinerlei Anschlüsse. Es ist ein schönes Gefühl nach einem Tag in der Natur in ein geschlossenes Zuhause zu kommen. Die heiße Dusche nach einer langen Wanderung, Crepes zum Frühstück und ein Stück selbstgebackener Kuchen in den Bergen Alaskas sind Luxus pur.


Nachdem Denali National Park hören die Highlights gar nicht wieder auf. Weiter südlich übernachten wir vor dem Denali Mountain, dem mit 6190 Metern höchsten Berg Nordamerikas.

Wir stehen früh auf, um einen Blick auf ihn zu erhaschen und haben trotzdem wenig Glück. Mit einer Tasse Kaffee in der Hand warten wir auf dem Dach unseres Busses darauf, dass sich die Wolken verziehen, aber wir bekommen den Gipfel  nur etwa 10 Sekunden zu Gesicht, bevor er wieder hinter einer dichten Wolkendecke verschwindet. Tatsächlich gehören nur 30 Prozent aller Besucher des Denalis zum “Club der 30” - wie man es hier nennt, wenn man ihn gesehen hat.

Der Süden Alaskas

Im Süden Alaskas warten dann endlich die Gletscher. Mit einem Schiff machen wir eine Tagesausflug durch die Fjorde und sind mächtig beeindruckt. Es sieht aus als wären ganze Flüsse gefroren und die blauen Eisberge glitzern in der Sonne. Die Stille durchbrechen nur die Möwen und ab und an bricht ein Stück Gletscher ab und fällt mit einem lauten Donnern ins Wasser.


Die Reise kurz vor dem aus

Leider humpelt Rudi seit einiger Zeit deswegen ist in Vancouver eine Auszeit angesagt. Wir gehen mit ihm zum Tierarzt und bekommen eine schockierende Nachricht – er muss an beiden Ellenbogen operiert werden. Wir sind am Boden zerstört, denn er war noch nie von uns getrennt und wird die Nacht im Krankenhaus verbringen müssen. Außerdem können wir uns nicht vorstellen ihn im Bus gesund zu pflegen. Zu allem Übel wird uns bei einem Besuch der amerikanischen Botschaft auch noch das Visum verwehrt. Werden wir die Reise abbrechen müssen? Wir können den Bus nicht verschiffen und die USA überfliegen und ohne Bus weiter machen. Geschweige denn ohne Rudi.


Von einem auf den anderen Tag steht unsere Reise vor dem aus. Wie wird es weitergehen?

“Es hat mir großen Spaß gemacht euch mit Bildern und Geschichten auf unsere Reise mitzunehmen, aber ich will nicht alles verraten, denn am besten kann man unser Abenteuer in unserem Film erleben. Seit dem 04.05. in allen Kinos, kommt er bald auf Itunes und DVD. Ich bin gespannt, wie er euch gefällt!”  -- Mogli

Hier ein kleiner Vorgeschmack in Bewegtbild :-)  "Expedition Happiness"

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