engelhorn sports Lauf-Trainingslager in Italien: Ein bisschen wie Mo Farah


Donnerstag, halb acht irgendwo in Italien. Der Wecker klingelt. Ich schlupfe in die Jogginghose und Adiletten, mache mich dann im Schlurfe-Gang auf zum Frühstück. Es ist der vorletzte Tag des Trainingslagers in Cervia, welches das engelhorn sports Team traditionell über Ostern bestreitet. Die Sonne ist endlich rausgekommen, obwohl man sich über das Wetter nicht beklagen konnte: Immerhin wärmer als in Deutschland!
Schwere Beine und eiskaltes Meer
Heute stehen als erste Einheit des Tages Tempoläufe auf der Bahn an. Vielleicht die härteste Einheit. Noch beim Frühstück merke ich dieses Gefühl, das wohl jeder Läufer aus dem Trainingslager kennt: Schwere Beine, der Kreislauf ist im Keller und der Kopf wie in Watte gepackt. Doch das legt sich auf dem Weg ins Stadion, immerhin sind wir zum Laufen hier! Während die Mittelstreckler sechs Serien 500m-300m absolvieren, arbeiten die Langstreckler ihr 20*400m Programm ab. Am Ende liegen wir alle im Stadion auf dem Rasen und sind glücklich, dass es vorbei ist! Noch ausgiebig auslaufen und dann stehe ich knietief im Meer, ist zwar eiskalt aber soll laut Cheffe regenerativ wirken!
Die Akkus auffüllen
Mittags am Tisch gibt’s wie immer die Schlacht um Pasta und das beste Stück Fleisch. Da Läufer einen enormen Bedarf an Kohlenhydraten haben, werden in Cervia angeblich nur Kellner zum Teller tragen eingestellt, die mindestens 200 kg im Bankdrücken schaffen. Anschließend lege ich mich wie die meisten für ein oder zwei Stündchen zum Mittagsschlaf ins Bett, um mit frischer Energie die Nachmittagseinheit in Angriff zu nehmen. Die Wirklichkeit sieht jedoch anders aus: Ich wache nach 1,5 Stunden auf und fühle mich wie gerädert. Nach sechs Tagen Trainingslagers braucht der Körper einfach mehr Schlaf als ein Nickerchen.
Eine Runde im Aqua joggen
Egal! Raus aus dem Bett, rein in die Badehose. Heute Mittag steht Aquajoggen auf dem Plan. Es ersetzt den Dauerlauf als zweite Einheit des Tages und ist gelenkschonender als das Laufen auf festem Untergrund. Nach 50 Minuten im Schwimmbad von Cervia bin ich trotzdem fertig wie nach einer normalen Laufeinheit und froh, unter der Dusche zu stehen.
Essen, schlafen, trainieren       
Beim Abendessen wieder dasselbe Ritual: Alle schaufeln Nudeln und Ähnliches in sich rein, um ihre Speicher aufzufüllen. Danach wird noch Fußball geschaut oder Karten gespielt, bevor wir müde ins Bett fallen. Ein bisschen wie Mo Farahs Motto: „Essen, schlafen, trainieren.“ Aber nur ein bisschen.
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