Eine Winterwanderung auf den Zwieselberg bei Bad Tölz

Dauer/Länge: 600 hm, 4 Stunden
Höchster Punkt: Zwieselberg, 1.348 m
Startpunkt: Waldherralm bei Lehen
Schwierigkeitsgrad: leicht
Ausrüstung: schaut bei meiner Packliste
Anfahrt/Parken: Parkplatz unterhalb Waldherralm
Einkehrmöglichkeit: keine
Der Zwieselberg in den Bayerischen Voralpen ist ein beliebter Wanderberg. Meistens wird er vom Blomberg her erklommen, wo eine Seilbahn von Bad Tölz aus heraufführt, aber man kann auch eine nette Rundwanderung von der Waldherralm aus unternehmen. Auch im Winter ist dieser Berg ideal, daher lautete unser Plan für das Wochenende: auf zur Winterwanderung auf den Zwieselberg!
Anfahrt
Von der A95 Richtung Bad Tölz fährt man bis unmittelbar vor die Isarbrücke. Hier zweigt man Richtung Arzbach ab und fährt bis nach Steinbach. Dort geht es nach rechts ab Richtung Wackersberg, nach einem halben Kilometer biegt ihr links ab nach Lehen und fahrt bis zum Parkplatz unterhalb der Waldherralm.


Leichter Waldweg im Aufstieg
Der Parkplatz begrüßt uns mit einer zentimeterdicken Eisschicht und wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht gleich beim Schuhe anziehen auf den Hosenbogen legen. Vom Parkplatz aus führt eine breite Forststraße im Süden den Berg hinauf, zunächst flach, dann etwas steiler. Bei wenig Schnee kann das Ganze ziemlich rutschig werden, also auf jeden Fall Stöcke mitnehmen. Besonders am Morgen, wenn die Sonne gerade auf den eisigen Weg scheint, entsteht eine schmierige Schicht, und so schlitterten wir fröhlich den Berg hinauf.


Später wird aus der Forststraße ein Waldweg. Nun geht es etwas steiler den Wald hinauf bis man zur Gassenhofer Alm auf einem Rücken gelangt. Ein wunderschöner Ort! Wir machten es uns gleich auf der Bank in der Sonne gemütlich und genossen den herrlichen Blick auf die Benediktenwand.


Von dort aus geht es eben weiter, bis zum Gipfelanstieg des Zwieselberges verläuft es sogar leicht abschüssig. Zum Gipfel hinauf ist jedoch ein steiler Anstieg zu bewältigen. Von unten aus gesehen bangt es einem etwas vor dem anstrengenden Anstieg in steilen Kehren, aber keine Angst: das Ganze ist schon nach 15 Minuten vorbei. Man erreicht das Gipfelkreuz und wird mit einem schönen Blick Richtung Benediktenwand, Tegernsee und Schlierseeregion belohnt.


Abstieg durch den Wald
Vom Gipfel steigt man Richtung Osten über den Bergrücken ab, bis man an den Waldrand gelangt. Nun führt der Weg in relativ steilen Kehren im Wald hinab, immer mit roten Markierungen. Hier gilt es aufzupassen bei rutschigen Verhältnissen! Stöcke sind hier eine hilfreiche Sache. Wenn die Sonne im Winter recht früh verschwindet, wird der Weg besonders eisig und man sollte sich überlegen, Steigeisen mitzunehmen, je nach Trittsicherheit.


Ein Skitourengänger musste neben uns seine Ski ausziehen und tänzelte dann mit Skischuhen und Ski auf dem Rücken den eisigen Weg hinunter, während wir uns Schritt für Schritt vorantasteten – es ist nun mal nicht jeder gleichermaßen Trittsicher…
Zum Schluss führt der Waldweg über eine kleine Brücke und hinunter auf die Forststraße, der man dann noch ca. eine halbe Stunde folgt, bis man wieder am Parkplatz angelangt ist. Im Nachhinein gesehen würde ich den Weg andersherum empfehlen, zuerst das steile Stück durch den Wald und dann angenehm die Forststraße hinunter. Die eignet sich übrigens auch gut zum Schlittenfahren – wenn genügend Schnee liegt!

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