Ein Nepal-Trekking startet: Die ersten Tage


Nun stehe ich spät abends am Frankfurter Flughafen und vertreibe mir die Zeit mit einem Buch. Dieses handelt vom Leben der Sherpas am Fuße des Mount Everest und ihrem harten Alltag. Genau dorthin, in das Khumbu-Gebiet, zieht es nun auch mich. Nachdem ich wochenlang geplant und gepackt habe, bin ich jetzt bereit, mein Nepal-Trekking kann losgehen! Expeditionstasche und Rucksack sind aufgegeben, die Bordkarte liegt gut verstaut bei den restlichen Unterlagen. Über Abu Dhabi soll es in die Hauptstadt Nepals gehen: Kathmandu. Die Hauptstadt eines Landes, welches ich nun bereits das zweite Mal besuchen werde.
Endlich angekommen!
Zwei Stunden später sitze ich im Flugzeug. Der Flug vergeht wahrlich wie im Fluge und ich lande am frühen Abend in Kathmandu. Ich werde bereits erwartet und kann meine Ausrüstung in einem kleinen alten Auto verstauen. Es geht durch den verrückten Verkehr der Stadt. Nach einer rasanten Fahrt setzt mich mein Fahrer vor einem kleinen Guesthouse ab. Freundlich werde ich empfangen und kann sogleich mein schlichtes Zimmer beziehen. Auspacken muss ich erst gar nicht, denn es soll schnellstmöglich weiter ins hochgelegene Lukla gehen.
Noch eine kurze Tour durch die Hauptstadt, bevor es auf den Berg geht
Am nächsten Morgen besucht mich Serku Sherpa, welcher mich die nächsten zwei Wochen begleiten soll, gibt mir einige Tipps und hat bereits Flugtickets für uns ergattert. Ich will mir es aber nicht nehmen lassen, noch ein wenig diese aufregende Stadt zu erkunden. So drängen wir uns erneut durch den chaotischen Verkehr bis wir letztendlich vor der buddhistischen Stupa von Bodnath stehen – ein Pflichttermin in der Hauptstadt. Viel Zeit ist nicht, denn morgen wollen wir bereits eines der ersten Flugzeuge erwischen, welches uns auf 2.800m bringen soll.
Nach einem abenteuerlichen Flug geht's auf nach Monjo
Nur als abenteuerlich kann man den Flug mit der alten Dornier 228 beschreiben. Dennoch setzen wir nach heftigen Turbulenzen wohlbehalten auf der 500m kurzen Landebahn auf. Ein erleichtertes Aufatmen geht durch die Kabine. Schnell werden Taschen, Equipment und Handelsgüter ausgeladen. Und dann steht man hier – inmitten des höchsten Gebirges der Welt.
Nach einer kleinen Stärkung schultern Serku Sherpa und ich sogleich unsere schweren Rucksäcke, denn wir wollen am selben Tag noch die Ortschaft Monjo erreichen. Dort quartieren wir uns in einer kleinen Lodge ein und werden mit deftigen Mahlzeiten aus der Sherpaküche verköstigt. Man macht sich weiter bekannt, sitzt um den wärmenden Offen und rollt dann doch schon früh die Schlafsäcke aus. Ich schlafe voller Vorfreude auf das Kommende ein.
Next stop: das Handelszentrum Namche Bazar
Das erste Etappenziel heißt Namche Bazar. Es ist die bedeutendste Siedlung sowie das wichtigste Handelszentrum der Sherpas und liegt im sogenannten „inneren Himalaya“. Wir folgen dem rauschenden Fluss Dudh Kosi und überqueren dabei schwankende Hängebrücken, die wunderschöne Schluchten überspannen.

In Namche Bazar angekommen, nehme ich mir gleich zwei Tage Zeit, um mich weiter an die Höhe zu gewöhnen und erste Kontakte zu den Einheimischen zu knüpfen. Serku Sherpa unterstützt mich dabei eifrig, übersetzt wenn nötig und genießt ebenfalls die Ruhetage. Doch anschließend heißt es wieder aufbrechen, jedoch nicht ohne mich von meinen Gesprächspartnern zu verabschieden und zu versprechen, dass ich in spätestens zwei Wochen wieder zurückkehre.
Geheimtipp für Namche Bazar: Hier kann man sich äußerst preiswert mit weiterem Equipment eindecken oder bei einem Stück Kuchen in der „German Bakery“ entspannen.
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