Ein Erlebnis auf Sloweniens höchstem Berg: der Triglav (Teil 2)

Fortsetzung von 'Der Trigalav  (Teil 1)'.

Klettersteig zum Trigalav
Klettersteig zum Trigalav

Über die karstige Steinwüste

Der Weg führt zickezacke in einem Bogen durch das Geröll, es ist sowohl im Auf- als auch im Abstieg der ekligste Teil des Weges.

Die Sonne scheint unbarmherzig auf uns nieder, hier gibt es keinen Baum, keinen Schatten mehr.

Endlich erreichen wir das steinige Plateau. Aber auch hier zieht sich der Weg noch 1,5h weiter über diverse Stufen, man kann die Hütte bis zum Schluss nicht sehen. Es gibt keinen richtigen Weg durch diese Wüste, man geht über steinige Rippen, springt über Spalten und muss aufpassen, dass man nicht in bodenlose Löcher tritt. Nach einer letzten Steilstufe, an der wir nochmal kraxeln müssen, erreichen wir gegen 14 Uhr endlich die Hütte.

Leider hüllt sich von nun an der Berg in Wolken und wir beschließen, den Gipfel auf den nächsten Morgen zu vertagen. Außerdem haben wir auch keine Lust, gegen den Strom der lückenlosen Menschenkette, die den Klettersteig herunterkommt, aufsteigen zu müssen. 

Gegen 18 Uhr ziehen die Wolken auf, und wir können das Rundum-Panorama in seiner ganzen Schönheit bewundern.
Suunto Multisportuhr als Begleiter zum Trigalav
Suunto Multisportuhr als Begleiter zum Trigalav

Stürmische Nacht und schneller Abstieg

Da wir keine Lust hatten, die Nacht in der ungemütlichen Hütte zu verbringen, hatten wir unsere Biwaksachen mitgenommen. Und so suchen wir uns jetzt ein wenig abseits der Hütte eine geschützte Stelle zum Schlafen. Als es dunkel wird, sieht man in jeder Himmelsrichtung Wetterleuchten und leider fängt es dann gegen 12 Uhr auch an zu regnen, so dass wir in Windeseile unsere Siebensachen zusammenpacken müssen und unser Lager in Gastraum Nummer 3 wieder aufbauen.

Riecht zwar nach Sauerkraut, Schweiß und Bier, aber ist wenigstens trocken.

Am nächsten Morgen um 5:30 Uhr, während die ersten Schlangen schon wieder den Klettersteig zum Gipfel hinaufstarten, entscheiden wir uns spontan, direkt wieder abzusteigen und den Gipfel den Slowenen zu überlassen. Wir sind müde nach der ungemütlichen Nacht und es ist Regen für Mittags angesagt.

Noch ist es trocken, die Morgenröte taucht alles in ein unwirkliches Licht, und wir sind die einzigen auf dem Abstieg, die noch dunklen Täler unter uns, ein magischer Moment.
Schneller Abstieg vom Trigalav
Schneller Abstieg vom Trigalav

Mein Fazit

Am besten unter der Woche und am besten nicht im August den Triglav besteigen, und genügend eigene Snacks und Proviant mitnehmen! Ansonsten aber eine sehr interessante und abwechslungsreiche Tour.

Eure Helen!

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