Du joggst? Dein Handy läuft mit!

Der moderne Läufer schnappt sich nicht einfach nur die Laufschuhe und dreht eine Runde in der Umgebung – nein, er ist mittlerweile technisch hochentwickelt und macht sich mit neuwertiger Ausrüstung auf den Weg. Ob Trainingspläne für unterwegs oder GPS-Messungen von Streckenlänge und Höhenprofil – die Technik kann mittlerweile alles. Was man dafür braucht? Lediglich ein Smartphone und eine gescheite App.
Doch leichter gesagt als getan. Als ich mich zu Testzwecken auf die Suche nach Apps für Jogger machte, merkte ich, dass dieses Feld, gelinde gesagt, bereits ausgereift war. Alleine im iTunes-Store sind mittlerweile über 3000 Sport-Apps auf Abruf verfügbar, der Android-Markt ist da noch nicht einmal mit eingerechnet. Ich musste die Suche also eingrenzen und stieß dabei auf zwei kostenlose Apps für Jogger: Endomodo Sports Tracker sowie iMapMyRun. Diese Programme konnte ich problemlos auf meinem Android-Handy installieren.
Meinen ersten Lauf startete ich mit iMapMyRun, morgens, nur ein paar Kilometer zum Test. Das Ergebnis war zunächst erfreulich. Die App zeichnete so viele Dinge auf – Weg, Zeit, Distanz, Geschwindigkeit, Tempo und Kalorienverbrauch. Derartige Informationen bin ich als einfacher Athlet doch gar nicht gewöhnt. Ich staunte nicht schlecht, als mein kleines Handy mir so präzise aufzeichnete, wie lange und schnell ich lief. Enttäuscht wurde ich allerdings nach dem Lauf: Während die App selbst damit lockte, dass man seine Ergebnisse auf der Homepage teilen könnte, war die App nicht in der Lage, meine Laufdaten zu speichern – ein Problem, über das auch einige andere User klagten.
Also machte ich mich einen Tag später mit dem Endomodo Sports Tracker auf den Weg und war angenehm überrascht. Die Übersicht wirkte grob wie bei der vorherigen App, die Informationen waren die gleichen – dieses Mal stieß ich aber direkt auf die sogenannte History, in der alle Läufe inklusive Kilometerstand und Kalorienverbrauch gespeichert werden – ein klarer Vorteil. Für mich persönlich bedeutete die App schon ein klarer Fortschritt, erst dann entdeckte ich aber, dass ich meine Laufleistung aber auch bei Facebook mit meinen Freunden teilen kann und andererseits auch deren Laufergebnisse sah. Ebenso konnte ich mir mit Hilfe von Google-Maps aus einer großen Anzahl an Routen meine favorisierte Laufroute aussuchen – fantastisch!
Eigentlich wollte ich im Anschluss noch weitere kostenpflichtige Apps testen, doch das hatte ich nach meinen Lauferfahrungen mit den beiden kostenlosen Apps nicht mehr nötig. Mein Fazit: Apps bedeuten definitiv einen Fortschritt für Jogger. Achten sollte man aber auf Programme, die Laufleistungen speichern und nicht allzu arg den Akku des Handys anfressen.
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