Die Ortovox Piz Bial Wendejacke im Test

Isolationsjacken aus Daune oder Primaloft, ja das kennt man. Lange Unterwäsche aus Merinowolle auch... aber eine Isolationjacke, gefüllt mit Schweizer Wolle?! Das war mir neu. Die cleveren Jungs und Mädels von Ortovox dachten sich, man könne das geniale Material doch sicher auch auf diese Art und Weise verwenden! Davon musste ich mich gleich selbst überzeugen und habe daher die Ortovox Piz Bial Wendejacke ausgiebig getestet.

Passform und Tragekomfort der Ortovox Piz Bial Wendejacke
Die glänzende Jacke wiegt mit 290g genauso viel wie meine Primaloft, die ich bisher als Isolationsschicht anhatte. Sie passt angenehm locker (Größe M, meine normale Größe 38), die Ärmel sind schön lang und man kann sowohl einfach nur ein Longsleeve als auch ein Fleece drunter ziehen. Der Kragen ist nicht zu eng, man braucht aber trotzdem keinen Schal. Am Rücken ist die Jacke etwas lockerer geschnitten und bietet so viel Bewegungsfreiheit. Unten hat die Jacke einen elastischen Bund, der angenehm am Po sitzt und keine kalte Luft reinlässt. Generell ist die Jacke nicht zu kurz geschnitten. Durch das glänzende, glatte Material lässt sich die Wendejacke super leicht anziehen, und ebenso leicht lassen sich andere Jacken drüber ziehen.
Heute lieber gedecktes Dunkelblau oder doch eher Himmelblau?

Ortovox hat schon immer Liebe zum Detail und ein Händchen für Funktionalität bei den Produkten bewiesen. Auch bei der Piz Bial wird man in der Hinsicht nicht enttäuscht. Zum einen ist es etwas besonderes, eine Wendejacke zu haben! Man kann zwischen dem etwa gedeckteren Dunkelblau – auch mal super zu Jeans in der Stadt – und dem superschönen strahlenden Himmelblau entscheiden. Was zunächst unnötig scheint, macht echt Spaß, denn auch am Berg wird Fashion immer wichtiger – die Mädels werden mich verstehen :)
Einziger Wermutstropfen für mich ist die Tatsache, dass die Taschen der Jacke nur auf der dunkelblauen Seite sind, mir gefällt aber die helle Seite besser! Das glänzende Material ist natürlich Geschmackssache.


Die Taschen lassen sich per Reißverschluss schließen und auf der helleren Seite gibt es noch eine vertikale Tasche für Handy & Co. Die unterschiedlichen Platzierungen des Logos auf der Brusttasche, dem Ärmel, dem Reißverschluss und hinten auf dem Nacken wirken elegant und durchdacht.
Mit dabei auf Schneeschuhtouren und Herbstwanderungen

Ich hatte die Jacke bis jetzt unter anderem bei einer Schneeschuhtour (-5 – 10°) und diversen Herbstwanderungen (0-15°) an und mir fiel auf, dass ich nicht so schnell schwitze wie bei anderen Isolationsjacken, da das Material stark ausgleichend wirkt. Die Jacke fühlt sich einfach besser an als jede Fleece oder Softshell, die ich besitze. Beim starken Gipfelwind sollte man noch eine Softshell drüberziehen, aber sonst war die Piz Bial Merinojacke völlig ausreichend.


Mein Fazit: funktionaler Wendespaß, der sich kombinieren lässt
Die Ortovox Piz Bial wird mich jetzt sicher auf jeder Tour und jedem Camping Trip begleiten – es sei denn, es sind 30° im Schatten :) Die Jacke ist super leicht, gut zu kombinieren und sieht top aus, vor allem die Wendeoption macht Spaß. Alles in allem kann ich die Jacke wirklich wärmstens empfehlen!

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