Die optimale Bike-Bekleidung bei wechselhaftem Wetter


Wenn es um Radbekleidung geht, sind uns im Umgang mit dem Kunden die skurrilsten Taktiken gegen wechselhaftes Wetter begegnet. 

Generell ist das Prinzip beim Rennrad und MTB gleich. Der wesentliche Unterschied liegt im Schnitt der Textilien und der Wahl der wärmenden Komponenten.
Die bewährte Methode ist dabei das allseits bekannte „Zwiebel-Prinzip“:

Der Baselayer

Der Baselayer sollte die Grundlage jedes guten Outfits sein! Anders als oft vermutet, ist die Funktionsunterwäsche nicht das Kleidungsstück, was den Körper warmhalten soll. Bei ihr geht es in erster Linie darum, den Körper trocken zu halten, also den Schweiß abzutransportieren. Da Radfahren ein sehr aktiver Sport ist, solltet ihr bei der Funktionsunterwäsche nicht auf die beliebte Skiunterwäsche zurückgreifen. Denn das würde genau das Gegenteil bewirken. Durch die sehr warme Funktionswäsche kommt ihr schneller ins Schwitzen und kühlt durch den Fahrtwind leichter aus.

Wärmende Schicht

Bei dieser Schicht habt ihr einen großen Spielraum, um dem persönlichen Wärmeempfinden gerecht zu werden. Mit einer wärmenden Jacke reicht oft schon ein normales Kurz- oder Langarmtrikot darunter aus. Falls ihr sportlicher unterwegs seid oder auch schnell ins Schwitzen kommt, ist unsere Empfehlung Arm- / Beinlinge zu nutzen. Besonders hilfreich ist diese Variante, wenn ihr am Morgen bei noch kühlen Temperaturen startet und es im Laufe des Tages wärmer wird. Sollte es euch dann zu warm werden, habt ihr binnen Sekunden die Möglichkeit auf das kurze Outfit umzusteigen.

Bei der Wahl des richtigen Modells solltet ihr euch zwei Fragen stellen:

1. Fahre ich eher aktiv, wie es beim Rennrad oder dem Cross Country der Fall ist?
Dann seid ihr mit den Modellen ohne Windstopper perfekt gerüstet. Durch die höhere Belastung wird euch generell wärmer und ihr habt durch den fehlenden Windstopper eine bessere Beweglichkeit. In unserem Fall wurden die Arm-  und Beinlinge von Assos getestet. Bei ihnen ist die Besonderheit, dass unterschiedlich warme Textilien verwendet wurden. Damit lässt sich noch besser auf die kälteempfindlichen Bereiche eingehen und man erreicht eine perfekte Wärmeverteilung.


2. Fahre ich weniger aktiv oder bin ich sehr verfroren?
Wenn ihr diese Frage mit einem „Ja!“ beantworten könnt, solltet ihr euch bei den Modellen mit Windstopper, wie sie zum Beispiel von Mavic oder Gore angeboten werden, bedienen. Sie sind zwar meist etwas fester vom Stoff, das ist aber bei der entspannteren Fahrweise nicht so entscheidend.


Wetterschutz

Mit der letzten Schicht des perfekten Outfits sollte man sich vor den äußeren Einflüssen wie Wind und Regen schützen. Gerade hier ist es einfach, die gute Grundlage aus Baselayer und wärmender Schicht zunichte zu machen. Da jeder Schutz vor den äußeren Bedingungen eine mehr oder weniger starke Einschränkung der Atmungsaktivität bedeutet, raten wir dringend davon ab, generell eine Regenjacke als Windschutz zu nutzen. Jeder von uns kennt aber das Bedürfnis des „gemeinen Sportlers“:
Die Bekleidung sollte weniger wiegen als eine Feder und möglichst mehr Funktionen haben als Smartphone Apps.

Windstopper für Up- und Downhill

Bevor ihr den Trail, mit all seinen Doubles, Kickern, Wurzelpassagen, und Steinen genießen dürft, müssen erst die gemeinen Höhenmeter Tritt für Tritt abgespult werden. Die Beinarbeit ist hier schließlich Ehrensache. Für diese Challenge hat zum Beispiel Gore-Bikewear mit der Jacke „Element WINDSTOPPER Active Shell“ ein Modell auf den Markt gebracht, was den Spagat zwischen Uphill und Downhill in unseren Augen nahezu perfekt vereint. Geht es erst mal bergauf, wobei der Körper mehr Energie freisetzt, lassen sich beide Ärmel mit jeweils einem Reißverschluss aus der Jacke entfernen. Die Ärmel sind mit wenigen Griffen in der Quertasche am Rücken verstaut. Bei der Abfahrt, die wahrscheinlich größte Freude des Bikers, kann der Windstopper seine ganze Fähigkeit entfalten. Wem eine komplette Jacke zu warm ist, kann auch zu einer einfachen Windweste greifen, die ist nicht nur leichter, sondern noch einfacher zu verstauen.
Jetzt gibt’s keine Ausreden mehr!! Also ab aufs Bike, die Höhenmeter warten :-) !

Bis zum nächsten Mal.                                                                                                         

Sport frei!
Johannes & Steven

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