Die Große Mauer: 2-Tages-Tour von Jiankou nach Mutianyu

Dauer/Länge: 2 Tage, insgesamt 12h und 10km
Startpunkt: Jiankou
Schwierigkeitsgrad: schwierig
Ausrüstung: Wanderschuhe, Campingausrüstung, Stöcke
Anfahrt/Parken: mit dem Bus & Taxi von Peking aus
Einkehrmöglichkeit: keine
Einmal die Große Mauer von China sehen – wer hat ihn nicht, diesen Traum? Aber zwei Tage darauf zu wandern und auf einem der Wachtürme zu campen, das macht nicht jeder. Kann ich aber nur empfehlen!
Die Mauer und die Wildnis
Statt uns den Touristenmassen in Badaling oder Mutianyu auszusetzen, wollten wir die Große Mauer in einem unberührten und nicht restaurierten Abschnitt ganz in Ruhe erleben. Die Große Mauer bei Jiankou ist eine der schönsten Gegenden, die Mauer verläuft hier in spektakulärem Zick-Zack über die Hügel, die Landschaft ist karg und wild.


Von Beijing aus gelangt man mit dem Bus und dann mit dem Taxi an die Mauer, wo die Strecke auf und entlang der Mauer nach Mutianyu verläuft. Nach Mutianyu fahren viele Busse und Touristenshuttles direkt hin, was den Rückweg nach Beijing unkompliziert macht. Für Details sollte man sich am besten vor Ort nochmal genau informieren.
Eine Nacht im Wachturm


Da wir eine 2-Tages-Tour vorhatten, wollten wir auf einem der Wachtürme der Mauer übernachten, und nahmen unsere Zelte, Isomatten und Schlafsäcke mit. Im Herbst ist es in den Bergen schon ziemlich kalt, und man sollte auf keinen Fall auf gutes und warmes Equipment und Kleidung verzichten. Wir starteten also mit Sack und Pack Richtung Mauer, vorbei an Eseln und dürren Sträuchern und Bäumen. Nach ca. 3 Stunden Wandern suchten wir uns einen geeigneten Wachturm aus, von denen manche noch eine Art Gewölbe bzw. Raum haben, die sich gut zum Schlafen eignen.
Der Sonnenuntergang war atemberaubend, die Berglandschaft lag mit ihren tausend Hügeln und dem für China typischem Dunst unter uns und nahm im Laufe des Abends alle erdenklichen Farben an. Auch wenn man am Tag noch einigen Leuten begegnet, so ist man am Abend ganz alleine.

Die Auf- und Abs der großen Mauer von China
Am nächsten Morgen ging es um 6 Uhr früh weiter. Der Weg verläuft teilweise direkt auf der Mauer, teilweise daneben und ist ziemlich anstrengend wegen des ständigen Auf- und Abs. Teilweise sind die Treppenstufen kniehoch, da die Mauer sich einen fast senkrechten Hügel hinunterschlängelt. Ebenso gibt es brüchige Stellen und man muss schon trittsicher und schwindelfrei sein auf diesem nicht-restaurierten Teil der Mauer.
Je weiter man nach Mutianyu kommt, desto besser wird der Weg, bis man schließlich den restaurierten Teil erreicht, der einem vorkommt wie eine Autobahn. Hier endet die Tour nach ca. 8 Stunden und man wir waren kaputt, aber glücklich – denn man wandert nicht alle Tage auf der Großen Mauer von China!

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