Die größten Fitnessmythen

Im Sport- und Fitnessbereich halten sich seit Jahren viele Mythen hartnäckig in unseren Köpfen. Woher die vermeintlichen Weisheiten stammen, kann jedoch meist niemand genau sagen. "Das ist halt so, das weiß doch jedes Kind" lautet dabei häufig die Devise. Doch spätestens damit ist nun Schluss! Wir haben für euch die größten Fitnessmythen gesammelt und klären euch auf, ob etwas an ihnen dran ist oder ob es sich um wirkliche Mythen handelt!
Mythos 1: Wer beim Sport viel schwitzt, ist nicht fit
Um es kurz zu machen – diese Theorie ist pauschal Quatsch. So besitzen trainierte Sportler eine wesentlich bessere Regulation der Körpertemperatur. Der Körper wird durch den vermehrten Schweiß gekühlt und die Muskeln und Zellen sind so leistungsfähiger. Wer nach 5 Treppen jedoch bereits völlig außer Atem ist und heftige Schweißausbrüche erleidet, sollte seine Fitness vielleicht doch einmal kritisch überprüfen ;-).
Mythos 2: Nach 30 min Joggen beginnt die Fettverbrennung
Auch diese Theorie dient uns einzig und allein als Ausrede mit dem Laufen gar nicht erst anzufangen. Unser Körper greift vom ersten Schritt an auf den kompletten Energiespeicher zurück. Einen Funken Wahrheit ist an der Theorie allerdings dennoch dran. Die optimale Fettverbrennung startet erst nach ca. 20-30 min. Wer also noch eine Motivation für einen längeren Abendlauf benötigt, gern geschehen!



Mythos 3: Ausdauersport ist das Beste, um abzunehmen

Diese Aussage ist teilweise berechtigt. Um abzunehmen ist Bewegung natürlich sehr gut geeignet, weshalb viele die einfache Formel: lange laufen = viel Fett verbrennen, anwenden. Ein intensives Krafttraining ist jedoch mindestens genauso wichtig, denn dieses bewirkt im Körper einen sogenannten Nachbrenneffekt. Die aufgebaute Muskulatur führt zu einem höheren Energieverbrauch, was beim Abnehmen hilft. Ein ganz netter Nebeneffekt ist dabei auch, dass die Haut durch die größere Muskulatur straffer wird. Und für alle Frauen, die aus Angst vor zu vielen Muskeln lieber auf den Stepper gehen, anstatt bspw. Kniebeugen zu machen: keine Angst, die Muskeln kommen auch bei euch nicht von heute auf morgen – versprochen!




Mythos 4: Viel trainieren bringt viel

Von nichts kommt nichts. Champions train when others rest. Train insane or stay the same. Diese Motivationssprüche sind sicherlich toll, um sich für das nächste Training zu motivieren. Allerdings benötigt man für einen fitten Körper auch ein bisschen Hirn – und dieses wird euch sehr helfen, euren Zielen ein Stück näher zu kommen. Natürlich wird vom Beine hochlegen niemand von uns einen gestählten Körper erreichen – zu viel des Guten ist aber auch keine Hilfe.
Als Faustregel solltet ihr euren Muskelgruppen zwischen 48 und 72h Pause zwischen den Krafttrainingseinheiten gönnen. So erzielt ihr einen optimalen Wachstumsreiz. Wenn ihr also jeden Tag Bizeps keult oder auf der Bank wieder neue Rekorde brechen wollt – lasst es und trainiert zwischendurch auch mal eure Beine, damit die langen Jogginghosen aus eurer Tasche verschwinden können!

Mythos 5: Sit-Ups bringen einen Waschbrettbauch

Der Sommer ist nun endlich da und für viele ist für eine tolle Sommerfigur ein schöner Waschbrettbauch das A und O. Also heißt es für viele monatelang: ran an die Sit-Ups - meist mit bescheidenem Erfolg. Habt ihr euch denn nie gefragt, warum kaum jemand es schafft einen Sixpack zu haben, obwohl gefühlte 95% des Fitnessstudios wie verrückt die Bauchmuskeln quälen? Natürlich ist eine trainierte Bauchmuskulatur notwendig, damit wir letztendlich unseren Sixpack bewundern können. Doch leider muss dazu erst einmal die Fettschicht darüber abtrainiert werden, damit die Bauchmuskeln auch sichtbar werden. Sit-Ups reichen für diesen Effekt allein aber leider nicht aus.



Mythos 6: Abends essen macht dick

Diese Aussage zählt sicherlich zu den gängigsten Fitness-Mythen und eine eindeutige Antwort fällt schwer. Die eine Studie bestätigt sie, die nächste widerlegt sie. Als Faustregel gilt, dass die Energiebilanz über den gesamten Tag gesehen ausgeglichen sein sollte. Wenn ihr abnehmen möchtet, solltet ihr abends aber möglichst auf viele Kohlenhydrate verzichten. So bleibt der Insulinspiegel niedrig und Fett kann über Nacht abgebaut werden. Von zu viel Essen vor dem Schlafen solltet ihr sowieso generell absehen, Kalorien hin oder her - der Verdauungsvorgang stört nämlich euren Schlaf. Und nur nach einem tiefen Schlaf könnt ihr am nächsten Tag mit Schwung in den neuen Tag starten!
Bilder: engelhorn sports

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