Der Tour 32 + 7 ABS Rucksack von Ortovox im Test

Normalerweise schreibe ich hier im Blog ja nur wenige Produkttests, aber als ich mir diesen Winter den neuen Tour 32 + 7 ABS Rucksack von Ortovox gekauft habe, dachte ich mir, dieses Teil ist es in der Tat wert beschrieben und gelobt zu werden!
Mein alter ABS Rucksack (direkt von ABS, allerdings mit einem Rucksack-Aufsatz von Arva) konnte mich nicht so recht überzeugen, weder vom Tragesystem her, noch von den Pack- und Verzurrmöglichkeiten.
Kurzum: das im Vorfeld schon überall gepriesene und preisgekrönte Teilchen von Ortovox musste her ;-)


 
Ein überraschender gemeinsamer Start
Der erste richtige Kontakt mit dem Wundersack wäre mich beinahe schon teuer zu stehen gekommen: Ich hatte einen Zug nach Zermatt gebucht (Abfahrt 06:30 morgens) und – wie immer – habe ich mich erst morgens ans eigentliche Packen gemacht.
Und jetzt kam die Überraschung: Ich habe gleich so viele sinnvolle Verstaumöglichkeiten an dem Rucksack gefunden, dass ich vor lauter Verwunderung und Nachdenken, was ich unerwarteterweise doch noch einpacken könnte, komplett die Zeit (und den Zug) vergessen habe und mich viel zu spät auf den Weg zum Bahnhof gemacht habe. Den Zug habe ich in der Tat dann auch nur noch bekommen, weil ich viel gerannt bin und der ICE – darauf kann man sich bei der Bahn halt einfach auch verlassen – mal wieder Verspätung hatte ;-)


Die erste Probe: wie trägt sich das Gewicht?
In Zermatt ging es dann auch gleich hoch auf den Berg zu den Kumpels ins Igludorf... Was ich schon vorher zuhause vermutet hatte, zeigte sich dann jetzt deutlich beim Laufen: Das Tragesystem von Ortovox ist der Kracher. Der Rucksack sitzt perfekt, Gewicht kommt auf die Hüfte und die Schultergurte lassen sich super anpassen. Es ist halt einfach mal so, dass ein ABS-Rucksack zwangsläufig etwas mehr wiegt, doch beim Ortovox Rucksack fühlt sich das Gewicht des Rucksackes richtig gut an, sprich man hat nicht das Gefühl, eine Last mit sich zu schleppen. Sehr bequem und komfortabel, super Druckverteilung.


 
 
Sinnvolle Details für eine einfache Handhabung
Der nächste Punkt, der mich überzeugt hat, sind - neben den gut aufgeteilten Staufächern - die kleinen Details: Sämtliche Schnallen und Zurrbänder sind sehr hochwertig ausgeführt und vertrauenserweckend. Den Überschuss der Bänder kann man aufrollen und mit Klett fixieren, die Schließe des Hüftgurts ist aus massivem Metall und nochmals mit einem Druckmechanismus gesichert, der Sicherungsgurt, den man durch die Beine führt, ist ebenso einfach verstellbar wie stabil... man findet einfach überall sinnvolle Kleinigkeiten, die wertig sind und auf Dauerhaftigkeit ausgelegt sind.


 
Zigfache Staumöglichkeiten in den Innenfächern
Ansonsten findet man im Tour 32 + 7 ABS Rucksack 3 große Staufächer, deren Zips man immer – also ungeachtet verschiedener Verzurraktionen – ohne Probleme schnell und einfach öffnen kann. Ganz unten gibt’s ein etwas kleineres Fach, in dem sich beispielsweise die Felle super verstauen lassen, oben befindet sich ein mittelgroßes Fach für Schaufel, Sonde und Kleinigkeiten, an die man schnell ran muss.
Schlussendlich ist da dann noch das große Staufach, über das man auch zum ABS-Teil des Rucksacks kommt. Dieses große Fach lässt sich durch einen rundumlaufenden Zip um 7 Liter vergrößern – deswegen auch der Name „ 32 + 7“. Insofern taugt das gute Stück sowohl für den Tageseinsatz an netten Freeride-Tagen, als auch für Mehrtagestouren mit mehr Gepäck. In diesem großen Fach findet ihr auch noch ein Netztäschlein, in dem man weitere Kleinigkeiten unterbringen kann, die man nicht am laufenden Band braucht... Ersatzbatterien, Stirnlampe, whatever.


Und noch mehr Fächer...
Dazu kommt jetzt noch ein gefüttertes Top-Fach für die Goggle, das man aber auch gut für die Spiegelreflexkamera hernehmen kann, und ein flaches Ziptäschlein, in dem man bspw. Karten, Kleinkram usw. unterbringen kann.
Insgesamt sind alle Fächer super clean, sehr aufgeräumt, dazu noch durchdacht angebracht und für meinen Geschmack genau richtig kombiniert. Kompliment an die Produktentwickler!


 
 
Das Wichtigste zum Schluss: das ABS-System
Schlussendlich noch ein paar Worte zum Herzstück des Säckleins: Das eigentliche ABS-Modul kann aus dem Rucksack herausgenommen und beispielsweise in einen anderen Ortovox-Rucksack eingesetzt werden. Gute Sache, ermöglicht es einem dann doch unter Umständen, noch einen weiteren ganz leichten Tages-Rucksack zu kaufen, ohne sich arg in Unkosten zu stürzen.
Auch sehr überzeugend – vor allem für jemanden wie mich, der auch schon mal aus Versehen das ABS System ausgelöst hat – die Sicherungsschnalle des Auslösegriffes! ;-) Auch hier wieder eine sehr überzeugende Metallausführung, die sich einfach über den Griff klappen lässt und somit ein versehentliches Auslösen nachhaltig verhindert. Ist man dann im Gelände, kann man die Sicherung elegant nach hinten drehen und unter dem Zip verschwinden lassen, so dass nur noch der Griff unverwechselbar und „griffsicher“ zu finden und sehen ist.


 
 
Und zu guter Letzt: mein Fazit
Mein Fazit - ihr ahnt es schon- lautet somit: Der Tour 32 + 7 ABS Rucksack von Ortovox ist in jeder Hinsicht ein absolut gelungenes Gesamtsystem und fast universell einsetzbar.

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