Der Spieleralltag von Marcel Seegert beim SV Waldhof Mannheim

Hallo zusammen!
Für meinen zweiten Beitrag hier habe ich mir gedacht, euch einen Rückblick über die letzten Wochen beim SV Waldhof Mannheim zu geben und wie die Mannschaft und ich die Spiele gegen Trier, Kassel und Offenbach erlebt und verarbeitet haben.
Alles in allem klingt es vielleicht etwas zu dramatisch von einem Auf und Ab zu sprechen, aber diese Wochen waren sowohl eine sportliche als auch eine mentale Herausforderung. Das Spiel gegen Trier war wirklich sehr enttäuschend von uns, dabei hatten wir uns viel vorgenommen. Über das gesamte Spiel konnten wir unser Potenzial nicht ausschöpfen und haben leider die schlechteste Leistung der Saison abgeliefert. Danach war die Ernüchterung groß, da wir natürlich immer gut spielen wollen und besonders den eigenen Fans im Carl-Benz-Stadion tollen Fußball zeigen wollen. In den anschließenden Wochen wurde dann viel analysiert und akribisch gearbeitet, um die passende Antwort gegen Kassel geben zu können, die ja diese Saison anfangs auch zu den Topmannschaften der Liga gezählt wurden.
Wir haben die zwei Wochen zwischen den Spielen also genutzt, dieses frustrierende Spiel gegen Trier abzuhaken, aus unseren Schwächen zu lernen und mit voller Kraft darauf hinzuarbeiten, der härteste Gegner für Kassel zu sein. Die ganze Mannschaft war absolut motiviert, den Kritikern, die sich nach dem Trierspiel zu Wort gemeldet hatten, zu zeigen, dass sie Charakter hat und auch gegen favorisierte Mannschaften wie Kassel bestehen kann. Für mich persönlich war es eine große Ehre, diesmal die Mannschaft als Kapitän zu führen (Robin Neupert war leider krank und fiel deshalb aus) und danke dem Trainer für das gegebene Vertrauen. Und ich muss sagen, dass ich mit unserer Leistung sehr zufrieden war. Die Mannschaft hat tolle 90 Minuten mitreißenden Fußball gespielt und sich mit dem völlig verdienten Sieg für die harte Arbeit belohnt!

Mit dem anstehenden Spiel in Offenbach hatten wir dann auch schon direkt die nächste schwere Aufgabe vor uns und die Anspannung war die ganze Woche über groß. Offenbach, zu dem Zeitpunkt noch Nummer 2 in der Tabelle, ist einer der heißesten Aufstiegskandidaten und so ein Derby ist nochmal etwas ganz Besonderes von der gesamten Atmosphäre her. Den speziellen Stellenwert des Spiels bekamen wir dann schon gleich bei der Anreise Sonntag morgens zu spüren, als wir aus Sicherheitsgründen von der Polizei zum Stadion eskortiert wurden, so etwas hatte auch noch nicht jeder von uns erlebt.
Wir bekamen mit wie sich der Gästeblock nach und nach füllte und als wir zum Warmmachen auf den Platz liefen und zur Gästekurve gingen war das Gänsehaut pur! In meinem ganzen Fußballerleben habe ich noch nie so einen Stolz empfunden, für meinen Verein aufzulaufen! Eine zusätzliche, tolle Besonderheit war an diesem Tag, dass mein Bruder und ich das erste Mal gemeinsam in der Startelf aufgelaufen sind und ich Robin wieder als Kapitän vertreten durfte.
Dann begann das Spiel und ich war wie im Tunnel… Wir starteten nicht schlecht und machten sogar das 0:1, doch der Schiri gab Abseits – zu Unrecht wie sich im Nachhinein leider rausstellte. Kurz darauf kamen die bei Standards enorm gefährlichen Offenbacher nach einem Eckball mit 1:0 in Führung. Trotz alledem spielten wir gut mit und hatten vor der Halbzeit noch eine 100% Chance, die leider nicht verwertet wurde und wir somit mit einem Rückstand in die Pause gingen.


Wir nahmen uns alle vor, das Ding zu drehen und das Spiel war in der zweiten Halbzeit absolut einseitig… wir schafften es, den Tabellenführer im eigenen Stadion 40 m vorm eigenen Tor dauerhaft einzukesseln. Wir hatten gute Ballpassagen und erspielten uns zahlreiche Gelegenheiten, das Ergebnis zu unseren Gunsten zu beeinflussen. Leider Gottes stand beim OFC ein überragender Torwart im Tor und so blieb es beim 1:0. Über dieses Ergebnis waren wir sehr enttäuscht, sind aber dennoch erhobenen Hauptes zu unseren mitgereisten Fans und klatschten ab. Ihre positive Reaktion und aufmunternden Worte bestätigten mir, dass wir sportlich auf dem richtigen Weg sind. Nur ist es weiterhin harte Arbeit, die regelmäßig gezeigte Überlegenheit auch in Ergebnisse umzumünzen.
Abschließend möchte ich unbedingt ein großes Lob und Danke an die Anhänger des SV Waldhof Mannheim loswerden! Ihr seid immer für den Verein da und Euer Support in der zweiten Halbzeit beim OFC war einfach unglaublich!
Bis Bald,
Euer Marcel

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