Der Saucony Kinvara GTX im Test


Endlich, endlich ist er da! Lange musste man auf den Winter-Kinvara warten. Hat sich das Warten auch gelohnt? Saucony bringt jetzt den ersten Natural Running Schuh mit GoreTex Membran auf den Markt. Braucht man sowas? Macht das Sinn? Ich hatte den Saucony Kinvara GTX im Test und werde euch jetzt mal von meinen Eindrücken berichten.
GoreTex Membran am Schuh, was heißt das?
Erstmal, was bedeutet GTX für den Schuh und für mich als Läufer?
Der Schuh ist mit einer GoreTex Membran versehen, die sich zwischen dem Außenmaterial und dem Innenfutter befindet. Die ist dazu da, Wasser und Wind vom Fuß fern zu halten, gleichzeitig aber den Feuchtigkeitstransport von Schuhinneren nach draußen zu gewährleisten. Das ist nützlich, wenn man auch bei Sauwetter trainiert, oder es im Winter sehr kalt und nass ist.
An dieser Stelle muss ich schon mal das erste Lob aussprechen. Denn Saucony hat erkannt, dass die blanke Membran wenig Fersenhalt bietet und einfach noch eine Lage Stoff drübergenäht, um somit ein Rutschen im Fersenbereich zu vermeiden (findet man genauso auch bei den anderen GTX Modellen von Saucony). Andere Hersteller machen das noch nicht, weshalb man oft nicht so einen guten Halt in eben diesen Schuhen hat.

Kleine Unterschiede zum Standard Kinvara
Die Membran, die sich im gesamten Obermaterial befindet, ist allerdings nicht so flexibel wie beim
Standard Kinvara. Das stört aber nur, wenn er zu locker am Fuß sitzt. Denn das Obermaterial
schmiegt sich nicht so gut an den Fuß an. Zu eng sollte er auch nicht sitzen, denn die Membran
gibt nicht so viel nach. Außerdem ist ebenfalls die Zunge mit der Membran vernäht, womit ist das
Platzangebot nicht ganz so flexibel ist. Das betrifft meist Läufer, die einen Fuß mit einem hohen
Reinen (Spann) haben. Hier empfehle ich dringend, den Schuh in einem Fachgeschäft
auszuprobieren.
Wie ist das Laufgefühl und wann braucht man die Membran?
Beim Laufgefühl merkt man ebenfalls Unterschiede zum normalen Kinvara. Da das Obermaterial
steifer ist, kann man es ein wenig beim Abrollen im Vorfußbereich spüren. Doch im Großen und
Ganzen läuft sich der Schuh sehr ähnlich wie der der klassische Kinvara, was auch im Sinne der
Hersteller sein dürfte.
Die GTX-Membran funktioniert eher bei kalten Temperaturen. Ist es zu warm, also mehr als 10 Grad, wird der Fuß sehr warm und schwitzt stark. Deshalb empfehle ich den Schuh besonders Läufern, die leicht kalte Füße bekommen oder die, die auch im Winter gern ihre Zehen noch spüren wollen. Regen oder Schnee gehören ebenfalls zum Einsatzgebiet des Kinvara GTX.

Ein optisches Highlight!
Ich finde Saucony hat sich auch bei der Farbgebung der Kinvara GTX etwas gedacht. In den
Signalfarben fällt man gut auf. Das ist ein zusätzliches Plus -Sicherheit im Straßenverkehr.
Zusammenfassend bleibt zu sagen: Der Kinvara als solches, ist ein sehr vielfältig einsetzbarer Schuh aus der Sparte der Natural Running Schuhe. Ich selbst habe ihn als Trainingsschuh und als Wettkampfschuh eingesetzt und war immer glücklich damit.
Das Gute an dem neuen Kinvara GTX ist, dass ich jetzt immer trockene Füße habe und nicht auf
einen schweren, klobigen Schuh für den Winter zurückgreifen muss.
Ich würde sagen, dass der ambitionierte Läufer einen tollen Winterschuh bekommt, der schön leicht ist und sich kaum vom Laufgefühl des Sommerschuhs unterscheidet.
Viel Spaß damit!
Euer Sven
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