Der letzte Feinschliff – die letzten Vorbereitungen zum Transalpin-Run

Am Samstag ist es endlich soweit! Für meinen Teampartner Christian Alles und mich fällt am 30. August 2014 im oberbayrischen Ruhpolding der Startschuss für den 10. Gore-Tex Transalpin-Run. 

Hoch zum Steinbruch von Schriesheim
Hoch zum Steinbruch von Schriesheim

In 8 Tagesetappen werden wir zu Fuß die 293 km bis nach Sexten in Südtirol zurücklegen. Gemeinsam heften wir uns die Startnummer 212 auf die Brust und gehen für das Team Sziols X-Kross/ASICS Frontrunner an den Start. Hinter uns liegen gut zwei Monate gezielte Vorbereitung.  Etliche Male haben wir in den vergangen Wochen die Trails an der Schriesheimer Strahlenburg unter die Sohlen genommen, im Intervalltraining Burg Windeck und Wachenburg in Weinheim bezwungen oder die Himmelsleiter am Heidelberger Königsstuhl erklommen.

Der letzte Feinschliff auf dem Berliner Höhenweg
Mit 48,7 km steht am Samstag gleich die zweitlängste Etappe des Transalpine-Run an. Durch das Herz der Chiemgauer Alpen und über die Winklmoosalm führt uns die Auftaktetappe bis nach St. Johann in Tirol am Fuß des Wilden Kaisers. Mit dabei auch unser ASICS Frontrunner-Kollege Carsten Stegner, der wie in den vergangenen Jahren wieder vor dem Start vorauslaufen und die Route für uns und die anderen rund 330 Teams markieren wird.

Er ist ein erfahrener Ultra-Läufer, den ich beim zurückliegenden Revierguide kennenlernen durfte. Carsten gab mir noch viele nützliche Tipps zum sicheren und effizienten Bergablaufen mit auf den Weg: ganz kleine kontrollierte Sprünge sollen bergab die nötige Sicherheit bringen und dennoch für richtige Speed sorgen. Vielleicht wird so aus dem Straßenelefanten doch noch eine Bergziege? Die Hoffnung stirbt zuletzt!

Vorbereitung auf dem Berliner Höhenweg mit Fabio Crescentini und Holger Exner, Mathias ganz rechts
Vorbereitung auf dem Berliner Höhenweg mit Fabio Crescentini und Holger Exner, Mathias ganz rechts

Unsere Ausrüstung – die Wahl des richtigen Schuhs
Natürlich spielt gerade die Wahl des richtigen Schuhwerkes bei einer Gesamtdistanz von 293 km eine besonders wichtige Rolle! Hier haben wir uns bewusst für einen Mix entschieden: eine Abwechslung während der acht Tage entlastet die Füße und schützt vor Verletzungen.

So haben wir mit dem ASICS Fuji Sensor 3, dem ASICS Fuji Trabuco sowie dem ASICS Fuji Attack 3 drei verschiedenen Trailschuhe im Gepäck, mit denen wir für die verschiedenen Etappen optimal ausgerüstet sind: der Fuji Sensor 3 wird uns mit seiner sehr guten Dämpfung und Stabilität vor allem auf den langen Etappen seine Dienste erweisen, der Trabuco ist als „Allzweckwaffe“ grundsätzlich für jedes Gelände geeignet und der Fuji Attack sichert gerade bei kurzen und besonders hochalpinen Etappen eine gute Kontrolle zwischen Fuß und Untergrund.

Packliste
Packliste


Die Pflichtausrüstung des Veranstalters
Mit den Schuhen alleine ist es jedoch nicht getan. Gerade auf die Oberbekleidung wird aus Sicherheitsgründen seitens der Veranstalter ein besonderes Augenmerk gelegt. Schließlich können die Wetterumschwünge sehr plötzlich kommen und Minusgrade sind auf den Gipfeln nicht ausgeschlossen. Deshalb ist folgende Ausrüstung für alle Teilnehmer obligatorisch:

- Regenbekleidung
- Warme Kleidung (Oberteil und lange Hose bzw. Beinlinge) als isolierende Zwischenschicht unter der Überbekleidung
Handschuhe und Mütze
- Faltbecher zur Aufnahme der Getränke an den Verpflegungsstellen
Wasserbehälter mit mindestens 1,5 Liter

Pro Team muss mitgeführt werden:

- Notfallausrüstung (Erste-Hilfe-Set, Rettungsdecke, Pfeife)
- Trailbook mit Kartenausschnitt, Detailplan und Höhenprofil der gesamten Strecke
Rucksack
- Mobiltelefon zum Abgeben von Notrufen

Empfohlen werden außerdem ein GPS-Gerät, Teleskopstöcke, Sonnencreme, Fettcreme gegen Wundscheuern, zusätzliche persönliche Verpflegung sowie Blasenpflaster. Weiterhin ist eine funktionelle Brille gerade im Hochgebirge essentiell! Mit dem Sportbrille unserer Ausrüsters Sziols haben wir eine intelligente und effiziente Lösung dabei. Die Gläser sind je nach Sonneneinstrahlung individuell auswechselbar und auch für mich als Brillenträger mit einer einsetzbaren Sehhilfe kombinierbar.

Der Gore-Tex Transalpin-Run – ein besonderer Teamwettkampf
Da der Gore-Tex Transalpin-Run ein Teamwettkampf ist, muss jedes Team die, vom Veranstalter vorher nicht bekanntgegebenen, Kontrollstellen und das Ziel gemeinsam erreichen. Abstände zweier Teampartner von mehr als 60 Sekunden an den Kontrollstellen oder im Ziel werden mit Zeitstrafen von bis zu 120 Minuten belegt. Hintergrund für diese strenge Regelung ist der besondere Sicherheitsaspekt. Im hochalpinen Gelände hat bei Notfällen die gegenseitige Hilfe oberste Priorität.

Dies bedeutet wiederum, dass das Team bestens aufeinander abgestimmt sein und miteinander harmonieren muss. Bei einer täglichen Wettkampfdauer von vier bis sechs Stunden hat jeder Läufer einmal einen Tiefpunkt und muss vom anderen Teampartner aufgebaut, motiviert und angetrieben werden – denn das Team ist nur gemeinsam stark.

Das Team
Das Team

Unser Ziel ist es, gesund und munter im Zielort in Sexten anzukommen! Und vielleicht gelingt es uns sogar, bei der einen oder anderen Etappe auch einmal die Profiteams etwas zu fordern. Ob wir das schaffen und wie wir uns in den acht Tagen während und nach den jeweiligen Etappen fühlen, werden wir Euch auf unserem Facebook-Auftritt berichten.

Drückt uns kräftig die Daumen!
Euer Matthias

Matthias Müller aus Weinheim an der Bergstraße bloggt u.a. über seine Vorbereitung auf den Transalpin-Run
Matthias Müller aus Weinheim an der Bergstraße bloggt u.a. über seine Vorbereitung auf den Transalpin-Run
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