Der K2 Pinnacle 130 im Test

Eines meiner unbeliebtesten Themen im Skisport sind die Schuhe. Wer kennt das nicht, dass die Boots zu eng, zu weit, zu breit oder zu schmal sind. Auch ich habe schon den Fehler gemacht, Schuhe im Internet zu bestellen, mit dem Gedanken: „passt schon“. Meist fällt man rein, denn der Skischuhkauf ist wohl mit einer der beratungsintensivsten Dinge im Skisport. Moderne Hilfsmittel wie der 3D Fuß Scan oder die individuelle Anpassung der Schale oder des Innenschuhs helfen den richtigen Schuh zu finden. Grundsätzlich gilt: Der Schuh muss passen.
Wer sich seinen Schuh jedoch trotzdem online kaufen möchte, für den haben wir ein kurzes Video, in dem euch erklärt wird, wie ihr auch von zuhause aus den perfekt sitzenden Skischuh findet!
Ich hatte den K2 Pinnacle 130 im Test und werde euch mal von meinen Erfahrungen mit dem Freeride-Skischuh berichten.
Auf dem Weg in die Berge den K2 Pinnacle kurz abholen…
…war nicht die beste Entscheidung. Trotz der Empfehlung von Tomi aus der Skischuhabteilung, nochmal nach der genauen Passform zu schauen, nahm ich die K2 Pinnacle 130 unter den Arm und machte mich auf in die Berge. Das rächte sich, indem ich nach der ersten Abfahrt mit leichten Schmerzen ins Stubaier Sportgeschäft spazieren musste, um den Schuh minimal auf meinen Fuß anpassen zu lassen. Danach konnte es aber losgehen.


Der INTUITION®- Innenschuh
Im Sportgeschäft wurde mir der INTUITION®-Innenschuh des K2 Pinnacle 130 erhitzt, damit er sich an meine individuelle Fuß Form anpasst. K2 und Intuition haben den Innenschuh gemeinsam auf die Außenschale und die Bedürfnisse von Freeridern angepasst. Zum Beispiel wurden an manchen Stellen Material ausgespart, um das Gehverhalten zu verbessern. Die Lasche wurde mit Hartplastik ausgestattet, um eine direktere Kraftübertragung zu gewährleisten. Der INTUITION® Schuh kommt zusätzlich als Schnürschuh daher. An der Wade kann mittels Klett-Spoiler die Vorlage eingestellt werden.
Kommen wir zur Außenschale und ihren Funktionen
Beim Freeriden wünscht man sich ähnlich wie bei einem Rennschuh eine direkte Kraftübertragung. Das wird durch einen harten Schuh erreicht. Der definierende Wert hierbei nennt sich „FLEX“. Weiche Schuhe haben einen Flex von 70-80, harte Schuhe und Rennschuhe gehen von 130 bis zu 150. Wie der Name schon verrät, hat der Pinnacle 130 einen Flex von 130.
Für den Aufstieg mit Tourenbindung wird jedoch ein flexibler Schuh benötigt. Hier wird beim K2 Schuh einfach der Hebel umgelegt und schon hat man die maximale Freiheit, die man zum Aufstieg benötigt. Eine weitere Besonderheit ist die Außensohle, die auf jede Ski-Bindung passt; also zum einen auf die übliche Rahmenbindung und zum anderen auf die leichtere PIN Bindung. Dazu sind „Inlays“ an der Fußspitze eingelassen, die für z.B. „Dynafit“ Bindungen nötig sind.


3+1 Schnallen für den optimalen Halt
In den letzten Jahren wurden bei Tourenschuhen nur noch 3 Schnallen verbaut. K2 hat sich hier etwas ganz Spezielles überlegt. Sie haben beim Pinnacle 130 ebenfalls 3 Schnallen installiert, aber zusätzlich den Klettverschluss mit einem Schnallenverschluss ausgestattet. Neben der Feinjustierung ist der Vorteil hierbei: Einmal eingestellt, muss der Klettverschluss nicht mehr verändert werden. Zum Aufsteigen löst man die Schnalle des Klettbandes und verschließt sie wieder zur Abfahrt, ohne erneut den perfekten Druckpunkt zu finden.
Mein Fazit: Volltreffer

K2 hat mit dem Pinnacle 130 einen Volltreffer gelandet. Wegen der Steifigkeit garantiert der Schuh eine optimale Kraftübertragung bei der Abfahrt. Die Gehfunktion gibt die nötige Flexibilität, die für den Aufstieg benötigt wird. Durch den hochwertigen Innenschuh ist der K2 Pinnacle 130 nach kleinen Anpassungen ein Schuh, den ich nicht mehr hergeben möchte. Die schwarze Variante vom K2 Pinnacle kommt übrigens etwas weicher mit einem FLEX von 110 daher.
Bei der Sportmesse ISPO 2013 hat K2 mit dem Schuh eine Goldmedaille gewonnen – zu Recht!

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