Das engelhorn sports Team beim Fisherman's Friend Strongmanrun 2014

Am 10.05. war es soweit. Punkt 13 Uhr begann der weltgrößte Hindernislauf, der Fisherman's Friend Strongmanrun, in der „grünen Hölle“. Wir (Felix Stubenrauch, Michael Kling, Sven und Amadeus Zittel sowie Owais Aslam) waren dabei und möchten euch im Folgenden an den prägendsten Eindrücken vom Lauf teilhaben lassen.

Der Wecker klingelt, es ist 07:00 Uhr. Die Tasche ist gepackt, es bleibt nur Zeit für einen schnellen Kaffee und los geht es. Ich sammle meine Freunde und meinen Bruder ein, um zum Fisherman’s Friend Strongmanrun auf dem Nürburgring zu fahren.
Die Idee an diesem Lauf teilzunehmen stammt von meinem Bruder Amadeus. Er hatte das ganze Unternehmen initiiert und uns mit seinem Vorhaben infiziert. Dank einem der Hauptsponsoren des Events, der Firma Brooks, haben wir glücklicherweise noch alle noch einen Startplatz bekommen. Als wäre das nicht schon genug, stattete Brooks uns auch mit einem Laufoutfit aus, damit mit wir nicht nur einen sicheren Halt im Gelände haben, sondern noch gut aussehen. Ein großes Dankeschön an Brooks!

Kurze Zweifel am Plan
Auf der Autofahrt haben wir uns dann nochmal den Streckenplan mit der Beschreibung der Hindernisse durchgelesen. Das hat dazu geführt, dass wir auf der Stelle umdrehen wollten. Das Wetter war kalt, der Himmel stark bewölkt und den Bäumen war anzusehen, dass eine steife Brise am wehen war. Das alles machte uns klar, dass das heute kein Spaziergang wird. Von der Autobahn abgefahren, standen wir auch bald im Anreisestau. 13.000 Teilnehmer und zahlreiche Zuschauer waren alle auf dem Weg in die grüne Hölle. Der Wahnsinn!

Ein Spielplatz für Erwachsene
Mit den Startnummern bewaffnet und voller Euphorie ging es in die Startaufstellung. Der Wind hatte mittlerweile zugelegt und die ersten Tropfen fielen vom Himmel. Die Stimmung war aber grandios. Laute Musik, gute Moderation und 13.000 total Verrückte, die sich aus Spaß an der Freude in Matsch wälzen und durch eiskaltes Wasser waten wollen.

Die Raceoutfits fielen zum Teil sehr kreativ aus. So kamen manche mit richtig aufwendigen Kostümen (z.B. Als Flugzeug, Spartaner oder Power-Ranger). Wenn man es nicht besser gewusst hätte, hätte man auch davon ausgehen können, dass heute Karneval ist und am Nürburgring ein riesiger Fastnachtsumzug stattfindet. Pünktlich um 13 Uhr fiel dann der Startschuss. Da wir uns keinen Stress machen wollten, hatten wir uns ganz hinten eingereiht. Das bedeutete, dass wir erst knapp 20 min nach dem Startschuss die Startlinie überschreiten konnten.
Auf geht´s!!!
Voller Erwartungen an die 17 Hindernisse liefen wir in unserer 5er-Gruppe los. An den ersten Hindernissen war allerdings erstmal wieder „Halt“ angesagt. Man musste tatsächlich manchmal unglaubliche 15-20 min warten, ehe man ein Hindernis nehmen konnte! Der Stimmung unter den Teilnehmern tat dies allerdings keinen Abbruch. Noch nie habe ich bei einem sportlichen Event so eine Hilfsbereitschaft gesehen wie hier. Immer war eine helfende Hand zur Stelle wenn man sie brauchte. Selber war man auch immer bereit, einem fremden Läufer über ein scheinbar unüberwindbares Hindernis zu helfen.

Die Hindernisse waren toll! Motivierende Musik, viele Streckenposten, die für Sicherheit gesorgt haben und das Spielen im Dreck, alles was das Herz begehrt! Ab der zweiten Runde hatte sich unsere 5er Gruppe aufgelöst. Ich blieb bei meinem Bruder, um ihn zur Not mit der Peitsche ins Ziel zu treiben, was zum Glück nicht nötig war.
Fehlende Verpflegung als Wermutstropfen
Wir gehörten zum letzten Drittel des Teilnehmerfeldes, die sich auf die zweite Runde begaben und hatten leider das Nachsehen, was die Verpflegung anging. Keine Bananen, keine Riegel, keine Orangen. Nur Wasser und Iso-Getränke, die zum Schluss auch nicht mal mehr zur Verfügung standen. Um ehrlich zu sein, hat mich das sauer gemacht. Wir haben pro Runde gute zwei Stunden gebraucht. Und zwei Stunden bei 8 Grad Lufttemperatur und Regen nur mit Getränken auszuhalten, hat dem Wettkampf ein wenig den Spaß genommen! Da sehe ich dringenden Nachbesserungsbedarf für den Veranstalter. Nichtsdestotrotz haben wir nach gut 4,5 Stunden das Ziel erreicht. Überglücklich und durchgefroren ließen wir uns noch ablichten, um uns dann völlig entkräftet umzuziehen.

Das Fazit fällt trotzdem positiv aus. Es war eine ganz neue Erfahrung bei einem Wettkampf teilzunehmen, bei dem es hauptsächlich um das Ankommen geht, als um eine besonders gute Zeit. Jeder hilft jedem und es wird weder auf die Zeit noch auf die Platzierung Wert gelegt. Einfach loslaufen und ankommen und sich wie ein „Strongman“ fühlen! Ich jedenfalls habe den Lauf sehr genossen und würde es jederzeit wieder tun.
Gekommen als Jungs, gegangen als Strongmen!
Fotos: Sportograf
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