Christian Reif - Vorbereitungen für Moskau


Hey Leute,
ich kann es kaum glauben: Die Abreise nach Moskau zu den Leichtathletik-Weltmeisterschaften rückt immer näher. In einer Woche werde ich bereits zusammen mit meiner Trainingspartnerin Sosthene Moguenara, der besten deutschen Weitspringerin, und meinem Trainer Ulli Knapp von Frankfurt aus in die russische Hauptstadt fliegen.
Sosthene hat ihre Wettkämpfe bereits am ersten Wochenende der WM und ich werde die Zeit nutzen, um mich vor Ort gezielt auf den Saisonhöhepunkt vorzubereiten. Vielleicht finde ich in den ersten Tagen sogar die Zeit, mir einige Sehenswürdigkeiten Moskaus anzusehen. Fest eingeplant sind auf jeden Fall der Rote Platz, der Kreml sowie die Basilius-Kathedrale.
Training, Training und noch mehr Training
Das vergangene Wochenende habe ich seit längerer Zeit wieder in der Pfalz bei meiner Familie verbracht. Leider bleibt dafür, gerade vor wichtigen Wettkämpfen, nur sehr wenig Zeit. Nichtsdestotrotz konnte ich in diesen zwei Tagen meine Akkus für die nächsten Trainingstage wieder auffüllen.
Seit meinem letzten Blogeintrag hatte ich noch einige harte Trainingseinheiten zu bewältigen: Allein in der letzten Woche habe ich ca. 300 Sprünge absolviert und 25 Tonnen im Kraftraum an Gewichten bewegt. Natürlich habe auch ich an manchen Tagen mit der Motivation zu kämpfen und ich fühle mich wie Bill Murray im Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Wie in einer Zeitschleife festgesetzt durchlebe ich, auch wenn sich die Trainingsinhalte abwechseln, wieder und wieder denselben Tag:
Nach dem Frühstück geht’s zur ersten Trainingseinheit, nach dem Training zum Mittagessen, dazwischen an den Schreibtisch, um an meiner Masterarbeit zu schreiben, nachmittags zur zweiten Trainingseinheit, Physiotherapie, Abendessen und ab ins Bett, um am nächsten Tag fit zu sein. Um dieser Monotonie zu entfliehen, nehme ich mir die Zeit und gehe mit Freunden ins Kino oder in die Stadt etwas trinken.
WM-Norm erfüllt und die Fitness ruft nach mehr!
Gleich im zweiten Wettkampf der Saison hatte ich die hohe WM-Norm von 8,25 m erfühlt und ich konnte zwei weitere Male über 8,20 m springen. Aktuell stehe ich mit dieser Weite auf Platz neun der Weltbestenliste. In den letzten zwei Jahren war ich entweder nicht fit genug oder Verletzungen haben ein erfolgreiches Abschneiden beim Saisonhöhepunkt verhindert.
Dieses Mal sieht es kurz vor der WM ganz anders aus: ich bin gesund und werde von Tag zu Tag fitter. Ich fühle mich jedenfalls für die Weltmeisterschaften bereit und kann es kaum erwarten, dass es jetzt endlich losgeht. Ich hoffe auf euren Support und dass ihr kräftig die Daumen drückt!
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