Cellulitis adé: Mit der Blackroll Dellen wegrollen

Orangenhaut braucht nun wirklich kein Mensch. Da die meisten Frauen unter einer mehr oder weniger starken Ausprägung von Cellulitis leiden, hat sich die Kosmetik-und Fitness-Industrie dies zunutze gemacht und bombardiert uns seit jeher mit unzähligen Produkten und Tipps.

Ein neuer Trend ist die sagenumwobene Blackroll, die ohne großes Tamtam eine schnelle Behandlung verspricht und dabei sogar für absolutes Wohlbefinden sorgt: Von Fitnesstrainern und Physiotherapeuten empfohlen, fördert die handliche Schaumstoffrolle mit ihrer Durchblutung anregende Massage die Regeneration der Muskulatur, lockert Blockaden und strafft ganz nebenbei durch Faszientraining das Bindegewebe.

Faszien durchziehen den Körper wie ein elastisches, scherengitterartiges Spannungsnetzwerk. Dabei haben sie mehr Nervenenden und Rezeptoren als z.B. Muskeln.

Unscheinbar in der Optik, drückt die Blackroll durch das Rollen die Flüssigkeit aus den Muskelfaszien, die sich anschließend wieder mit neuer Flüssigkeit vollsaugen und dadurch eine hohe Spannkraft erzeugen. Diese frohe Kunde wollten wir natürlich nicht für uns behalten und zeigen euch 4 Blackroll Übungen, wie ihr den Kampf gegen unliebsame Dellen (auch präventiv!) bestreiten könnt. 

Dennoch wollen wir euch auch sagen: Ein Wundermittel gegen Cellulite gibt es nicht. Das eigentliche Wundermittel ist in eurem Kopf, indem ihr euch daran erinnern solltet: 90% aller Frauen haben Cellulite - so what! Lest dazu auch unseren Artikel über den #cellulitesaturday

Übung 1: Hintere Oberschenkel-Muskulatur

Für straffere, ebenmäßige Oberschenkel.
So geht's:

- Platziere die Rolle unter den ausgestreckten Beinen im Oberschenkelbereich. Arme und Hände dienen als Stütze, während die Finger in Richtung der Füße zeigen

- Bewege nun den Körper vor und zurück auf der Rolle, sodass die Oberschenkel massiert werden

Wiederholungen: 10x auf der einen Seite, dann Bein wechseln

Übung 2: Seitliche Hüft- und Oberschenkelmuskulatur

Verschmälert und strafft die Hüfte, indem Flüssigkeitsansammlungen vermindert und das Bindegewebe geglättet wird.

- Lege dich mit dem Oberschenkel seitlich auf die Blackroll, während das rechte Bein ausgestreckt auf den Boden zeigt. Das linke Knie für eine bessere Stabilisierung angewinkelt über das rechte Bein setzen

- Rolle den Oberschenkel jetzt auf der Massagerolle vor und zurück - von der Hüfte bis zum Knie

Wiederholungen: 10x auf der einen Seite, dann Bein wechseln

Übung 3: Oberarm-Muskulatur

Festigt und formt die hintere Oberarm-Muskulatur durch Stimulierung der Lymph-Knoten.

- Lege dich auf die rechte Seite, sodass die Rolle auf Höhe der Achselhöhle liegt und stütze dich mit dem linken Arm und dem aufgestellten, linken Bein ab

- Bewege die Blackroll durch Auf- und Abrollen zwischen Achsel und Ellbogen hin und her. 

Wiederholungen: 10x wiederholen, dann Arm wechseln

Übung 4: Gesäßmuskulatur

Reduziert die Dichte der Pobacken für einen straffen Hintern.

- Platziere den Roller unter dem Gesäß und setze Zehenspitzen und Finger zum Balancieren auf

- Die Knie werden zunächst nach rechts gesenkt, von dort rollen Hüfte und Knie nach links.

Wiederholungen: Rolle ca. 8-10x langsam vor und zurück

Um einen Effekt zu spüren, sollte man drei- bis viermal pro Woche ca. 15 Minuten trainieren.

Insbesondere zu Beginn des Trainings kann die Selbstmassage mit der Blackroll etwas schmerzhaft sein. Bei Blackroll-Newbies sind die Faszien noch sehr unflexibel, verklebt und schmerzempfindlich.

Also: Nicht kleinkriegen lassen, aber immer auch darauf achten, dass der Schmerz beim Training erträglich bleibt, sonst sagt die Motivation adieu.

Tipp: Neuanfänger und Schmerzgeplagte beginnen idealerweise mit leichten Massagen: Durch das Abstützen der Arme oder des nicht aktiven Beines kann der Druck auf die Rolle und somit auf den massierten Muskel variiert werden.

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