Castelli 24-Stunden-Rennen: 24 Stunden am Limit

100 Teams - 1200 Fahrer und wir von engelhorn sports aus Mannheim waren mittendrin. In Feltre/Italien fand vom 07.- 08.06. das traditionelle 24h Castelli Rennen statt. Und zum ersten Mal seit Beginn dieses Rennens stand mit uns eine deutsche Mannschaft an der Startlinie.
Mit dabei waren: Markus Rech, Ingo Raab, Marten Fink, Michael Stolte, Heiko Ullrich, Björn Richter, Ulf Stramer, Kai-Uwe

Brunholz, Michael Gannopolskiy, Lea (unsere Gewinnerin aus dem Blog-Gewinnspiel) und ich.
Erste italienische Luft
Um frühzeitig in Feltre/Italien anzukommen, haben wir unser Gepäck Freitag früh verladen und sind gemeinsam am Logistik Center von engelhorn sports in Richtung Italien gestartet. Ca. 8 Stunden Autofahrt - fast 800 km, aber jeder von uns mit einer großen Portion Vorfreude ausgestattet. Der Verkehr floss und wir waren zügig im „Land des guten Kaffees“.
In Bozen angekommen, knurrte der Magen dann gewaltig und so suchten wir eine kleine, aber feine italienische Pizzeria. Das Essen schmeckte hervorragend und wir waren alle gespannt, was uns in den nächsten 48 Stunden erwarten würde.
Gemeinsames Einrollen auf der Runde
Dort angekommen, gab es eine kleine Einführung der Verantwortlichen von Castelli. Nach der Einstimmung auf die nächsten Stunden fuhren wir gemeinsam zum Rundkurs.
Wir inspizierten die Strecke und rollten einige Runden um den Kurs. Mal schneller - mal langsamer und man spürte die Motivation jedes einzelnen. Gemeinsam schauten wir uns die Kurven an, so dass jeder sicher und schnell um diese herumsteuern konnte.
Der Countdown läuft
Zwei Stunden vor Rennbeginn wurden die Transponder im Castelli Team Zelt ausgehändigt und die jeweilige Startnummer dazu. Spätestens jetzt kam bei jedem von uns ein gewisses Renn-Feeling auf. Für viele war diese Situation neu und man sah das Strahlen, aber auch die Anspannung in den Augen.
Uno - Due - Tre! Start um 22 Uhr

Die erste Gruppe startete mit unserem Geschäftsführer von engelhorn sports, Markus Rech, Michael Gannopolskiy und mir. Michael war unser Startfahrer, er hat am meisten Erfahrung und weiß, wie man sich in einem Feld bewegen muss. Eine Stunde Vollgas nach einer neutralisierten Startrunde. Michael führte oft das Feld an und übergab als einer der Ersten an Markus Rech, der ebenfalls voll durchstartete und alles gab.
Um 12 Uhr kam dann meine erste „Schicht“. Ich war motiviert, die gute Position zu halten und fuhr konstant in der Spitzengruppe mit. Am Ende zeigte mein Tacho einen Watt-Durchschnitt von über 300 an und einen 44 km/h Schnitt. In den folgenden Stunden wurde immer im drei Stunden Rhythmus gewechselt. In diesen drei Stunden teilte sich drei Fahrer von uns diese Zeit gemeinsam auf. Optimal war ein 30 min. Rhythmus.  Ich selbst war froh, dann um 2 Uhr ins Bett zu gehen und einige Stunden zu ruhen.
Die Hälfte ist geschafft...
Pünktlich 12 Stunden später stand dann meine zweite „Schicht“ auf dem Plan. Ich übernahm um 10 Uhr und powerte mich 30 min. lang in der Spitzengruppe aus. Ein absolutes Highlight in jeder Runde war das Vorbeifahren an unserem Castelli Team Zelt. Dort feuerte man sich gegenseitig an und pushte sich den kurzen Anstieg hoch. Man spürte richtig den Teamgedanken und die gemeinsame Freude. Um 11 Uhr ging es für mich zum letzten Mal auf den Rundkurs, um nochmals einige Runden in der Spitzengruppe mitzufahren.
Am Ende – Rennabbruch
Die dunklen Wolken zogen auf und es wurde allmählich windiger. Am Himmel brodelte es bereits und die

Blicke nach oben wurden misstrauischer. Wird das Wetter halten oder erwischt uns am Ende noch ein Regenschauer? Um 20 Uhr, 2 Stunden vor offizieller Zieleinfahrt, war es dann soweit: es schüttete wie aus Kübeln und die Strecke stand komplett unter Wasser. Jetzt das Rennen weiterlaufen zu lassen, wäre zu gefährlich gewesen. So entschloss sich die Rennleitung, das Rennen vorsichtshalber nach 22 Stunden zu beenden.
Jeder Teilnehmer ein Gewinner!
Als der Regen dann vorbeigezogen war, fand die große Siegerehrung statt. In Italien wird man für fast alles geehrt. Wir wollten uns auch noch als beste Deutsche Mannschaft bewerben, aber leider wurde das abgelehnt. Vielleicht beim nächsten Mal :-)
Am Ende dieser fast 24 Stunden stand aber eines schon fest: Das schreit nach Wiederholung!
Ride on!
Euer Marcel

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