Brooks T7 Racer Testbericht



Schon eine gewisse Zeit lang habe ich mit der Anschaffung eines besonders leichten Wettkampfschuhs für schnelle 10er geliebäugelt und einige verschiedene Modelle in die nähere Auswahl gezogen. Umso mehr freute ich mich darauf, den Brooks T7 Racer testen zu können.


Gewicht und Optik


Beim Auspacken fällt zunächst das sehr leichte Gewicht des Schuhs auf. Der Brooks T7 Racer ist der leichteste von Brooks hergestellte Wettkampfschuh ohne Spikes mit einem Gewicht von ca. 180g (Herstellerangabe 184g). Auch wenn es teilweise noch leichtere Modelle auf dem Markt gibt, fällt dieser definitiv in die Kategorie Minimalschuhe. Farblich ist der T7 Racer in einem sehr grellen und aggressiven Design in den Farben Weiß, Neongelb und Schwarz gehalten. Für einen Wettkampfschuh finde ich die grellen Farben sowie den Brooks Schriftzug über die Zehen sehr passend.


Passform, Laufverhalten und Zielgruppe


Der Schuh fällt bei der Anprobe in der Länge vergleichsweise eher etwas klein aus, allerdings sitzt die halbe Nummer größer zumindest bei meinem Fuß etwas zu locker. Deshalb entscheide ich mich für die gleiche Größe wie bei meinen Trainingsschuhen.


Einen Marathon werde ich mit dem Brooks T7 Racer ohnehin nicht absolvieren, sondern diesen für schnelle 10er einsetzen. Daher darf er dann auch etwas enger anliegen. Chrissi Wellington, Inhaberin des Weltrekordes auf der Ironmandistanz bei den Damen, läuft den T7 Racer zwar auch über 42,2km, spielt aber im Vergleich zu mir läuferisch und gewichtstechnisch in einer anderen Liga. Brooks empfiehlt den T7 Racer für Distanzen bis 10km. Meiner Meinung nach sollte das Gros der Läufer auch diese Empfehlung des Herstellers berücksichtigen, um unnötige Verletzungen zu vermeiden.


Der T7 hat eine relativ flache Bauweise und läuft sich sehr direkt. Der Schuh liegt sehr gut am Fuß an und gibt durch das Außenmaterial und die asymmetrische Schnürung einen guten Halt. Die etwas knappe Länge macht mir keine Probleme. Trotz des sehr leichten Gewichts bietet die Sohle dennoch ein klein wenig Dämpfung. Bei meinen ersten Laufversuchen fällt mir insbesondere die sehr dynamische HyperPodSohlen-Konstruktion auf, welche für Flexibilität im Schuh und somit einen guten Abdruck sorgt. Der T7 eignet sich für den ambitionierten Mittel- bis Vorfuß- Läufer mit einer entsprechend ausgebildeten Muskulatur sowie einem neutralen Abrollverhalten ohne Fehlstellungen.


Bei einer Überpronation sollte vom Kauf besser abgesehen werden, da der T7 in diesem Falle zu wenig Stabilität bietet. Hier ist der vom Gewicht her zwar etwas schwerere, dafür aber auch etwas stärker gedämpfte Racer ST 5 von Brooks sicherlich die bessere Wahl. Der Brooks T7 Racer eignet sich insbesondere gut für Tempoläufe auf der Bahn.
















 
Erster Wettkampfeinsatz


Bei meinen ersten Wettkampfeinsatz auf der Straße beim Darmstädter Stadtlauf kann der T7 Racer ebenfalls überzeugen. Trotz des aufgrund des einsetzenden Regens nassen und relativ glatten Untergrundes (Kopfsteinpflaster, Fliesen) rutsche ich in den teilweise scharfen Kurven auf dem 5 km Kurs durch die Innenstadt fast gar nicht. Für mich persönlich ein großer Pluspunkt: Nicht jeder Wettkampfschuh funktioniert da erfahrungsgemäß so gut. Da ich normalerweise auf  längeren Strecken unterwegs bin und bisher keinen 5 km Lauf bestritten habe, ist auch gleich eine persönliche Bestzeit von 16:28 Minuten und Gesamtrang 6 drin. Die Beine waren leider nicht ganz frisch, ansonsten wäre unter Umständen noch ein klein wenig mehr drin gewesen.


Fazit


Wer einen leichten und flexiblen Wettkampfschuh für schnelle 5- und 10-km-Läufe sucht, sollte den T7 Racer auf jeden Fall in die nähere Auswahl ziehen. Der Brooks T7 Racer eignet sich für ambitionierte Läufer mit einem neutralen Abrollverhalten. Der Schuh liegt sehr gut am Fuß an und funktioniert auch gut auf nassem Untergrund. Den Preis von 99,95 € empfinde ich persönlich ebenfalls als sehr fair.
 
 







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