Black Diamond Jetforce ABS Rucksack – eine echte Innovation

Auf der ISPO 2014 präsentierten Black Diamond und Pieps eine völlig neuartige Lawinenairbag-Technologie, den Jetforce. Neuartig ist das System des Black Diamond Jetforce, weil es nicht wie sonst üblich über eine Druckpatrone befüllt wird sondern über ein Düsengebläse. Ein Ventilator mit einem Durchmesser von 5cm rotiert mit 60.000 Umdrehungen pro Minute und schaufelt dabei innerhalb von 3,5 Sekunden Luft in den 200 Liter großen Airbag. Der Akku, der das Getriebe mit Energie versorgt, ist wiederaufladbar und reicht für ca. 4 Befüllungen des Airbags. Damit ist man auch auf einen erneuten Lawinenabgang vorbereitet, bzw kann beliebig oft Testauslösungen vornehmen. Ebenso spart man sich die Wiederbefüllung einer Gaskartusche, die überdies für Probleme bei Flügen sorgte. Ohne Auslösung reicht die Batterie des Akkus über 2 Wochen mit 8 Stunden täglichem Gebrauch aus.


Nach der Auslösung pumpt das System automatisch alle paar Minuten Luft nach um etwaige Lecks im Airbag auszugleichen. Nach 3 Minuten entleert sich der Airbag automatisch, um Luft zum Atmen freizugeben – oder man kann ihn händisch entleeren.
Den Rucksack gibt es in 3 verschiedenen Größen – 11, 28 und 40 Liter - je nach Länge der Tour und besitzt natürlich passende Taschen für Schaufel und Sonde, sowie einen ausgezeichneten Komfort. Der Airbag ist einfach zu handlen und lässt sich nach Gebrauch einfach wieder in den Rucksack stopfen, ohne auf eine besondere Falttechnik achten zu müssen wie bei anderen Systemen. Dabei setzt Black Diamond auf besonders stabile Clips um den Airbag im Rucksack zu verstauen, da sich Klettverschluss nach einiger Zeit abnutzt.


Es bleibt abzuwarten, wie sich der Akku tatsächlich bei Minusgraden bewährt, und wie robust bzw. anfällig das System insgesamt ist. Aber gespannt kann man auf jeden Fall auf den Jetforce sein, der im Herbst 2014 auf den Markt kommt.
 

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