Biwakieren: Packliste und Tipps

Biwakieren klingt immer so nach Notsituation… dabei kann es auch unter normalen Umständen eine tolle Erfahrung sein. Sich einfach mit minimalem Equipment in die Natur legen und in die Sterne gucken, am besten noch mit dem Partner oder einem guten Freund an seiner Seite, ist etwas ganz Besonderes! Schon als Kind mit meinen Eltern haben wir auf der Schwäbischen Alb biwakiert. Mein Vater hatte damals einen Knüppel im Schlafsack, damit wir Kinder keine Angst vor Füchsen und Mardern haben mussten… :-)

Tipps rund um den Schlafplatz

Biwakieren ohne Zelt ist im Alpenraum relativ unkompliziert möglich, vorausgesetzt, man haust nicht für mehrere Tage an einer Stelle, hinterlässt keinen Müll und achtet auf Naturschutzgebiete. Genauere Infos findet ihr im Wildcampen-Artikel.

Mit diesen Regeln im Sinn und minimalistischer Ausrüstung im Rucksack, beginnt die „Mission Himmelszelt“. Rechtzeitig vor dem Hereinbrechen der Dunkelheit sucht man sich einen geeigneten Schlafplatz in einer wind- und blickgeschützten Senke mit möglichst weichem und trockenem Boden.

Ein offenes Feuer ist jenseits von offiziellen Feuerstellen keine gute Idee, wenn man also etwas Warmes zum Abendessen möchte, bietet sich ein kleiner Campingkocher an. Unglaublich, wie lecker so eine Tütensuppe in freier Natur schmeckt!

Minimalistisches Equipment

Eine Isomatte bietet gute Isolierung vor Bodenkälte und neutralisiert kleine Wurzeln und Steine recht bequem. Hier gibt es verschiedene Optionen zur Auswahl, entweder die selbst-aufblasbaren oder die, die man über eine integrierte Pumpe aufbläst. Auch eine normale Isomatte tut’s, aber ist natürlich nicht so bequem und nicht so warm wie die Versionen mit Luft.

Über den Daunen- oder Kunststoffschlafsack zieht man einen Biwaksack zum Schutz vor Tau und Feuchtigkeit. Man sollte auf keinen Fall unterschätzen, wieviel Feuchtigkeit vom Himmel kommt, auch in einer sternenklaren Nacht! Ohne Biwaksack ist man am nächsten Morgen pitschnass und das kommt vor allem bei Daunenschlafsäcken schlecht. Biwaksäcke gibt es günstig um die 20€, die mit Goretex sind um einiges teurer. Es kommt drauf an, wie oft man geht und wie ambitioniert man ist. Biwaksäcke gibt es auch für 2 Personen, besonders schön, wenn man mit seinem Partner die Schlafsäcke zusammenzippen kann, dann hat man ein großes, komfortables Nest. 

Tipp: Falls es wirklich ein paar Tropfen Regen geben sollte, hilft eine Tarp, die man mithilfe einer Schnur in die Bäume spannt. Strömenden Regen sollte man allerdings ohne Zelt vermeiden.

Als Kopfkissen kann man entweder seine Jacke benutzen oder eins zum Aufblasen mitnehmen. Im Schlafsack selbst reicht ein T-Shirt oder lange Unterwäsche, je weniger man anhat, desto wärmer wird es!

Für den Kopf sollte man schon eine Mütze oder ein Tuch nutzen und nur eine kleine Öffnung für Mund und Nase lassen, besonders in den Stunden kurz vor Sonnenaufgang wird es meist richtig frisch. Generell sollte man die Kühle in der Nacht und in den Bergen keinesfalls unterschätzen, auch wenn man in der Stadt bei 35° losgestartet ist. Bloß nicht nur mit einem Deckchen zwischen die Bäume legen!

Probiert’s einfach mal aus, wenn ihr diese Tipps befolgt, sollte einer erinnerungswürdigen Nacht unter freiem Himmel nichts im Wege stehen!

Ich habe euch hier alle Artikel zusammen gestellt, die ihr für eine trockene und sichere Nacht unter freiem Himmel braucht:

Die Packliste findet ihr hier noch einmal in einer Übersicht zum Download:

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