Barfußlaufen - Warum man manchmal auf seine Laufschuhe verzichten sollte


Barfuß laufen liegt absolut im Trend.  Und das nicht nur, weil wir uns damit so "geerdet" fühlen :-) Heute zeige ich euch, wieso ihr euren Füßen unbedingt mal wieder Freiraum geben solltet und wie euch dies auch insbesondere bei eurem Lauftraining voranbringen kann.

Warum Barfußlaufen?

Der menschliche Fuß ist ein unübertroffenes Meisterwerk der Beweglichkeit und Funktionalität

Er ermöglicht uns:

- aufrecht zu stehen
-  zu laufen
- zu springen
- zu schwimmen
- zu greifen


Er besitzt Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren und einen feinfühligen Tastsinn, Schmerzen- und Lustempfindung. Der Mensch ist das einzige hochentwickelte Lebewesen auf Erden, das explizit aufrecht auf zwei Beinen geht. 

Mit jedem Schritt tragen unsere Füße das zweieinhalbfache Körpergewicht. Der Fuß verfügt über 40 Muskeln, ein Netz von 60 bis 70 Bändern, Nerven sowie 26 FußknochenIm täglichen Alltag mit Schuhen verkümmern unsere Füße oft und passen sich dem Schuhwerk an. Die meisten Schuhe schränken den Fuß in der Mobilität, Flexibilität und unseren Tastsinn deutlich ein.

Die Vorteile von Barfußlaufen

- stärkt die Fußmuskeln
- fördert die Durchblutung (dadurch habt ihr auch im Winter wärmere Füße)
- bessere Wahrnehmung des Untergrundes; Körperhaltung, Standfestigkeit, Balancefähigkeit
- geringere Schrittlänge und höhere Schrittfrequenz
- freies Gefühl
- Sand, Gras, Kies, Lehmboden – es gibt so viele verschiedene Untergründe und es macht einfach Spaß, diese zu fühlen! 

Spürt die Sonne auf eurem Fußrücken oder das kalte Wasser des Meeres! Der direkte Kontakt mit dem Untergrund lässt euch nicht nur die Außenwelt besser wahrnehmen, sondern ermöglicht eurem Körper auch die Lage des Fußes zu registrieren.

Was ist zu beachten?

Wichtig ist dabei, behutsam damit anzufangen. Durch das lange Tragen von Schuhen können eure Füße damit schnell überfordert sein. 

Hier gilt wie immer: weniger und öfter ist MEHR! 

Das bedeutet: Beginnt mit kleinen Einheiten auf dem Rasen oder am Strand und wechselt zwischen Gehen und Laufen ab. 

Wichtig ist auch, dass ihr die Muskeln, Sehnen, Bänder und Knochen im Fuß nicht überlastet. Diese müssen sich an diese Form der Belastung erst dran gewöhnen. Es sollte eine Wohltat als Ergänzung zum alltäglichen Laufen in Schuhen sein, mit dem Ziel der genannten Vorteile. 

Das Barfußlaufen könnt ihr nach einer Laufeinheit als lockeres Auslaufen dran hängen oder als zusätzliche Einheit in den Lauf-Trainingsplan integrieren – z.B. Lauf-ABC auf dem Rasen ohne Schuhe. Das Barfußlaufen entspricht dem Forefoot Strike – auf dem Vorderfuß aufkommen, dann auf der Ferse absetzen und über den Fußballen wieder abrollen. Die optimale Schrittfrequenz liegt zwischen 176 und 184 Schlägen pro Minute. Dies lässt sich sehr leicht mit einem Metronom (als Smartphone-App verfügbar) trainieren.

Mein Holiday-Workout inkl. Barfußlaufen

1. Vor dem Laufen Warm Up Übungen (max. 10 Minuten)
2. Laufeinheit mit Laufschuhen ( zw. 45 – 120 Minuten)
3. TABATA Training (4 Minuten)
4. Auslaufen am Strand ohne Schuhe (15 – 30 Minuten)
5. Abends kommt dann die Blackroll zum Einsatz


Diese Art von Training favorisiere ich sehr für den Urlaub, da hier außer eventuellen Kleingeräten nichts benötigt wird und jederzeit und überall trainiert werden kann.

Bis dahin viel Spaß beim Barfußlaufen... ;-)
Euer Jürgen von JBO

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