Backpacking Costa Rica

Ich packe meinen Koffer und nehme mit... Irgendwie war das als Kind doch deutlich einfacher. Da wurde gespielt vom Haustier bis zum Bett eigentlich alles „eingepackt“, was man auf der „gedachten Reise“ so brauchen könnte. Heute ist man groß und macht für’s Leben gerne Fernreisen - am liebsten mit Rucksack. Ich bin inzwischen begeisterte Backpackerin, meine ganzen Urlaubs-Habseligkeiten bequem verpackt, immer dabei und immer bereit, weiterzuziehen. Ich habe meinen Backpacking Trip nach Costa Rica genutzt, um euch einen Einblick in meine kleine Backpacking Welt (und in meinen Rucksack) zu geben.
Seht es nicht als ultimative Packliste, eher als meine persönlichen Tipps und Tricks, die auch euch unterwegs das Leben erleichtern können.
Teures Pflaster für Backpacker
Zugegeben, es gibt exotischere Ziele für Backpacker als Costa Rica, hat sich das Land doch ziemlich an die Menschen mit Rucksack angepasst. Zudem ist Costa Rica, die sogenannte Schweiz Mittelamerikas, das Land zwischen Nicaragua im Norden und Panama im Süden, auch kein Backpacker-typisches Low-Budget Land. Dennoch zog es mich als Naturliebhaber im Dezember vergangenen Jahres, kurz nach der dortigen Regenzeit, in diesen Mini-Staat in Zentralamerika.


Was ich auf all meinen Rucksackreisen gelernt habe
Überlege dir jedes Teil das du mit nimmst zwei Mal, denn du musst alles tragen! Auch wenn der Rucksack noch so Hightech ist, bei 50 Liter und mehr auf dem Rücken verfluchst du irgendwann jedes „aber vielleicht könnte ich es ja brauchen“-Teil.
Heißt für mich: Es kommt wirklich nur mit, was mit muss. Und sollte doch die eine Flasche Sonnencreme nicht reichen - so what. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man nahezu alles auch im Reiseland nachkaufen kann. Das „auf Nummer sicher gehen“ ist bei Rucksackreisen die falsche Strategie und dein Rücken wird es dir danken, wenn du mit Plan packst.


Der erste Eindruck von Costa Rica
Die Menschen sind unfassbar freundlich und nett. Und auch dass man sich mit Englisch selbst in den abgelegensten Ecken verständigen kann, gefiel mir sehr. Mit unserem Guide Jairi brachen wir frühmorgens von Carate - dem sogenannten „Tor zum Nationalpark“ - aus auf zu unserer Tour in die Wildnis. Es ging hüfttief durch Bäche begleitet von riesigen Affenhorden bergauf, bergab durch den Dschungel, während über uns Aras flatterten. Mein definitives Lieblingstier an diesem Tag waren aber die white-nosed Coatis, ähnlich eines Waschbärs, welche hier heimisch sind. Und ja, ich merkte mal wieder, dass Costa Rica in den Tropen liegt, so heiß war es selbst im schattigen Dschungel. Den Abend verbrachte ich in einem Tiki Tent der Finca Exotica- einem wahren Kleinod, bei welchem ich nachts in meinem Zelt die Tiergeräusche des Regenwaldes hören konnte.
Tolles Land und tolle Menschen
Meine Zeit in Costa Rica ging leider viel zu schnell vorbei. Ein wunderbares Land, bombastische Natur und unglaublich herzlich freundliche Menschen. Und wisst ihr wie angenehm es ist, zu erleben, wie stolz die Bevölkerung auf IHRE Natur ist und den Umweltschutz lebt? Nirgendwo eine leere PET Flasche am Straßenrand, kein Müll am Strand, NICHTS. Herrlich. Ich für meinen Teil kann Costa Rica nur jedem empfehlen.


Kleine Sammlung Do’s Costa Rica
Glaubt nicht alles, was in den Reiseführern steht. Als ich die Einheimischen nach den unzähligen Walen fragte, mussten sie schallend lachen. Gleiches gilt für Puma und Jaguar. Also sich lieber mal durchfragen bei den Einheimischen.
Zip Lining: Mega Erfahrung in gigantischer Landschaft.
Costa Rica hat unfassbar schöne Surfspots ohne Trubel. Wer surfen lernen will - here you go.
Abfahrtspläne und Routenvorschläge: Fragt am besten die Einheimischen. Die angegebenen Zeiten stimmen selten und die Tipps der Menschen sind die besten.
Local Food. Ich habe mich in die Küche Costa Ricas verliebt. Gallo Pinto war eines meiner Lieblinge.
Ja, ich bin ein Markenverliebter Backpacker und vermutlich ist daran meine Oma schuld, die mir immer eingebläut hat, „wer billig kauft, kauft doppelt“. So doof dieser Spruch auch sein mag, er stimmt. Und wenn du im Regenwald stehst und die amerikanischen Touristinnen mit ihren selbsternannten Trekkingschuhen neben dir fluchen, dass ihre „wasserdichten“ No-name-Schuhe plötzlich gar nicht mehr so wasserdicht sind und sie mir vor lauter Blasen an den Pfötchen meine geliebten Trekkingschuhe abkaufen möchten, grinse ich in mich hinein und schicke Grüße in Richtung Oma. Spaß beiseite: Gute Ausrüstung ist für mich das A. und O. einer solchen Outdoortour. Gutes Schuhwerk weißt du, wie obiges Beispiel zeigt, richtig zu schätzen, wenn du mal mit durchweichten Schuhen durch den Regenwald gestolpert bist. Ich liebe liebe liebe meine Salomon-Trekkingschuhe. Sie sind ultra leicht, sind schnell an und aus gezogen und trocknen mega schnell. Salomon Schuhe sind für mich die idealen Reisebegleiter (meist neben einem paar Nike Turnschuhen für Stadtausflüge und dem obligatorischen Paar Flipflops).
Neben Schuhen schwöre ich auf eine leichte Funktionsjacke, welche sämtliche Outdooraktivitäten mitmacht ist unerlässlich- kurze Regenschauer sind in Costa Rica an der Tagesordnung. Wichtig ist dabei für mich, dass die Jacke unkompliziert alles mitmacht: Sich klein zusammenknuddeln lässt (und danach nicht zusammengeknuddelt aussieht), nicht all zu schnell dreckig wird, Wind und Regen draußen lässt und doch so flexibel ist, dass man nicht sofort anfängt zu schwitzen. Gute Materialien sind also bei meiner Reisebegleitung „Jacke“ entscheidend. Solch eine Rucksackreise verlangt einer Funktionsjacke einiges ab, gerade durch das Gewicht des Rucksacks auf den Schultern. Viele der selbsternannten Funktionsjacken lassen durch den Druck des Rucksacks nach kürzester Zeit Regen und Feuchtigkeit ins Innere der Jacke gelangen. Auch wenn es in den Meisten meiner Reiseziele warm ist, nasse oder klamme Bekleidung auf der Haut versaut einem die Freude an jeder Tour. Ich bin ein ganz großer Mammut Freund und habe die Jacken der Firma überaus zu schätzen gelernt. Ja, sie sind zugegeben nicht ganz günstig, dafür halten sie meist viele Jahre und sind unheimlich vielseitige Reisebegleiter. Ich möchte beispielsweise meine blaue Softshell-Jacke von Mammut nicht mehr missen.

Meine Reiselieblinge:



 
Einen Drybag, welcher selbst im Wasser Wertgegenstände sicher aufbewahrt
Schnorchel und Taucherbrille- ein MUSS in solchen Regionen 
Ein Waschbeutel zum aufhängen (2)
Nie eine Schönheit, aber sehr hilfreich: Eine Gürteltasche/ Hüfttasche (5)
Ein Geldgürtel (7) oder eine Geldtasche (8)
Ein Zahlenschloss 
Einen tragbaren Safe für Wertgegenstände
Ein TSA-Schloss für den Rucksack
Mein Geheimtipp für Ordnung im Rucksack: Kompressionsbeutel. Damit lässt sich Kleidung bequem auf engstem Raum verpacken (aber nicht vergessen: Sie ist deswegen nicht leichter :-) )
Steht schon lange auf meiner Wunschliste- der neue Deuter Aircontact Pro für Damen in braun oder grün (1)
Rucksack für Tagestouren mit Regenschutzhülle (6)
Eine Stirnlampe (4)
Unverzichtbar: Ein Schlafsackinlet für fremde Betten (10)
Ein Mikrofaser Reisehandtuch für Unterwegs (3)
Gutes Schuhwerk (9)
Schlafmaske von Tempur- ich liebe sie 
Was ich immer dabei habe sind ZipLock Beutel (z.B. Toppits) aus dem Drogeriemarkt. So praktisch und vielseitig.

Frohes Fernweh und Happy Backpacking,
Eure Anja

Anja ist leidenschaftliche Backpackerin und bereist mit ihrem Rucksack Fernziele rund um den Globus
Anja ist leidenschaftliche Backpackerin und bereist mit ihrem Rucksack Fernziele rund um den Globus
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