Auf neuen Wegen entstehen neue Runningziele für 2015

Zugegeben, das Spätjahr 2014 hatte ich mir anders vorgestellt. Ich hatte große Laufziele: Doch mein Körper hat nach einem intensiven ersten Halbjahr, mit meinem ersten Marathon und einer neuen Halbmarathonbestzeit nach Erholung gerufen.

Eigentlich wollte ich ja in Sachsen beim Halbmarathon noch einen drauf setzen, unter 1:35 Stunden laufen UND außerdem noch einen für mich schnellen 10-Kilometer-Lauf machen (in einer guten 42er Zeit). Doch daraus wurde nichts! Stattdessen gab's immer wieder kleine Rückschläge. Aber auch neue Erkenntnisse: Zum Beispiel die, dass es so viele wunderbare Trainingsstrecken am Donnersberg gibt. Jetzt heißt es für mich Motivation sammeln und neue Ziele für 2015 setzen

Herausforderungen beim Training
Ja, da ist zum einen der Beruf - und damit die fehlende Zeit für intensives Training. Andererseits: Mein Ziel ist es ja auch nicht, ein Spitzenläufer zu werden, sondern immer wieder kleine Schritte nach vorne zu machen. Doch mit maximal drei Einheiten pro Woche und damit verbunden zirka 40 bis 50 wöchentlichen Trainingskilometern wird das eben schwer. Der Spaß am Laufen steht ganz klar im Vordergrund - und auch der lässt etwas nach, wenn es morgens zur eigentlichen Trainingszeit um 7.30 Uhr noch stockdunkel ist.

Läufer kennen das Problem. Ich habe folgende Variante gewählt: Eine 10-Kilometer-Einheit um kurz vor Acht (da ist es einigermaßen hell), eine längere Einheit über rund 20 Kilometer am Wochenende (da kann ich später los) und eine zirka 15-Kilometer-Runde mit Stirnlampe unter der Woche. Stirnlampenlaufen - für mich Geschmackssache.
 


Der Moment des Jahres
Dennoch ist dies mein Weg, um wieder einigermaßen in Form zu kommen. Eine heftige Erkältung hatte mich Ende Oktober zu einer längeren Trainingspause gezwungen. Das hat mich ziemlich zurückgeworfen. Zu allen Argumenten (oder Ausreden), warum es im Herbst nicht so lief wie gewollt, hat sich aber auch ein besonders schönes Ereignis gesellt:

Die Geburt meiner Tochter, mein Moment des Jahres.
Klar, dass man hier die Prioritäten eben anders aufstellt. Immerhin, so langsam hab' ich auch hier mein Zeit-Management im Griff. Heißt: Zeit für Familie, Zeit, die der Beruf einnimmt, und Zeit für drei Trainingseinheiten in der Woche. Es zeigt sich: Langsam, aber sicher geht es aufwärts!  


Auf neuen Wegen

Der Anfang war jedoch nicht gerade einfach. Die Trainingszeiten stimmten nicht mehr, die Beine waren früher müde. Da passte einiges nicht. Ungewohnt, da es seit dem Start meiner Lauftätigkeiten vor knapp zwei Jahren bislang immer aufwärts ging. Vielleicht sind solche Erfahrungen aber auch wichtig. Genauso wie die, einfach mal neue Strecken auszuprobieren. Ganz wichtig, findet zum Beispiel auch André Kossmann, einer, der selbst Laufkleidung herstellt und eine Marathonbestzeit von 2:25 Stunden stehen hat.

Mit ihm habe ich mich beispielsweise zu einer gemeinsamen Trainingsrunde auf dem frisch eröffneten Hinkelsteinwanderweg begeben. Wir hatten uns die Nordrunde von Winnweiler aus ausgesucht. Knapp 23 Kilometer, 430 Höhenmeter, viel Wald, aber auch viele schöne Ausblicke. Einfach mal laufen, ohne auf die Uhr zu schauen, ohne zu wissen, was nach der nächsten Kurve, nach der nächsten Steigung kommt, einfach der Beschilderung eines Rundweges nach. Das hat großen Spaß gemacht, das war eine schöne Abwechslung vom Alltagstrott.

Vielleicht sollte ich so etwas öfter machen, vielleicht nicht immer die gleiche Route auf dem Pfälzer Höhenweg nehmen, wenn ich eine größere Runde von Imsbach aus über den Donnersberg und wieder zurück mache. Auch wenn die zweifelsohne ihren Reiz hat (nicht umsonst führen hier auch Teile des Rockie-Mountain-Laufes entlang) und es immer wieder ein erhebendes Gefühl ist, wenn man den Gipfel erreicht hat und über die Pfalz blicken kann. Vielleicht ist es ja der richtige Weg, immer wieder mal auf neuen Pfaden zu laufen.


Neue Ziele setzen
Das Ziel mit den guten Zeiten bei Halbmarathon und 10-Kilometer ist erst einmal verschoben. Was die 21,1 Kilometer betrifft, so werde ich nun auf den 9. Mai 2015 für den Mannheim Marathon hin trainieren. Denn Ziele sind wichtig - und bis dahin soll es auch noch einige Wettkämpfe geben. Das hat mir der Silvesterlauf in Kottweiler-Schwanden bei Ramstein-Miesenbach in der Westpfalz wieder einmal gezeigt: Wettkämpfe geben einem eine wunderbare Rückmeldung darüber, wie gut (oder schlecht) man trainiert hat.

Viele Grüße
Euer Sebastian

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