Arnaud Piroelle - Aconcagua, ich komme!

Der Aconcagua. 6960 Meter hoch. Den höchsten Berg des amerikanischen Doppelkontinents findet man in Argentinien, zwischen Mendoza, der argentinischen Hauptstadt des Weins, und der chilenischen Grenze. Bergsteiger, die schon auf dem Aconcagua waren, berichten, dass es zwar keine großen technischen Schwierigkeiten gab, aber Höhe kombiniert mit extrem niedrigen Temperaturen (bis zu -30°C) erinnern dich daran, dass du doch lieber den Urlaub auf einer sonnigen Insel hättest buchen sollen… Nur 40% der Bergsteiger schaffen es zur Spitze.
Die Abstellkammer der Träume
Ich habe diesen Giganten schon zwei Mal gesehen, 2002 während einer Reise durch Südamerika und 2008 während eines Fluges nach Chile. Schon damals, als ich in Mendoza saß und einen guten Wein trank oder im Flugzeug die Anden überquerte, träumte ich davon, die Spitze des Aconcagua zu erklimmen. Zwei Mal sagte ich mir: „Eines Tages werde ich auf dem Gipfel stehen!“ Im Nachhinein packte ich diesen Gedanken aber in eine Kiste meines täglichen Lebens… Familie, Freunde, Arbeit, Probleme, Prioritäten und neue Ideen tragen uns oft weit weg von unseren Träumen. Dennoch öffnet man ab und an die „Abstellkammer“ seines Herzens und findet seine Träume in ihren Kisten unverändert vor. Du schaust dir diese Träume in ihren Kisten an und stellst fest, du lebst nur einmal. Manchmal müssen Träume wahr werden!
Ich habe diesen Traum nie vergessen… Er hat in seiner Kiste nur auf den richtigen Moment gewartet. Im März nächsten Jahres werde ich 40 Jahre alt - der Moment ist gekommen!
40 Gründe den Gipfel zu stürmen
Weil ich nächstes Jahr 40 werde. Weil wir nur einmal leben. Weil ich in Südamerika lebte und den Aconcagua von unten sah. Weil ich Herausforderungen liebe. Für Paul. Für Clémence. Für Victor. Für Dorothée. Für Envel. Für Marie. Für Madeleine-Sophie. Für Guillemine. Für diejenigen, die ich liebe, aber nicht mehr unter uns sind. Um in meinem Herzen all diejenigen mitzunehmen, die es nicht können. Weil ich argentinische Weine liebe. Und auch chilenische. Weil ich mir sicher bin, wenn ich auf 6960 Höhenmetern stehe, euch alle sehen zu können. Um den Weihnachtsmann zu treffen und ihm die Wunschzettel meiner Kinder zu geben. Weil ich nicht weiß, was ich meiner Schwiegermutter zu Weihnachten schenken soll. Weil ich keine Meetings im Dezember habe. Weil mir der Händler meines Polar-Shirts gesagt hat, ich kann damit überall hin. Weil ich lieber Sport mache als an Weihnachten 10 Tage nur zu essen. Weil ich an meiner Silvester-Party was zu erzählen haben will. Zum Vergnügen. Um zu erfahren, was „kalt“ bedeutet. Wegen der Sonne. Wegen des Windes. Wegen des Himmels. Wegen des Bergs. Wegen des Schnees. Zum Klettern. Zum Atmen. Zum Frieren. Zum Schwitzen. Zum Wandern. Um Angst zu haben. Um glücklich zu sein. Zum Spaß. Weil ich es will. Weil ein Traum eines Tages Wirklichkeit werden soll.
ENGLISH VERSION

The Aconcagua. 6960.80m. The highest mountain of the Americas is located in Argentina, between Mendoza, the Argentinean capital of wines, and the Chilean border. According to those who went there, there are no major technical difficulties, but altitude combined with extremely low temperature (down to -30°C) are here to remind you that you should have chosen other holidays on a sunny island. Only 40% of the climbers get to the top...
Storeroom of dreams
I saw the giant two times: in 2002 while travelling around South America and in 2008 when flying to Chile. Comfortable in Mendoza drinking wine and in my seat crossing the Andes I dreamt to climb to the summit. Two times I thought “I will go there”. After that, I packed this idea in the boxes of my daily life. Family, work, priorities, friends, problems, new ideas, everything takes us away from our dreams. But sometimes you open the cupboards of your heart and your dreams are unchanged in their boxes. You look at them and realize that we only have one life. Sometimes dreams must come true.
I have never forgotten this dream. It was just waiting for the right moment. In March next year, I am turning 40. This is the right moment.
40 reasons to go there
Because I am turning 40 in 2014. Because we only have one life. Because I lived in South America and saw the Aconcagua from the bottom. Because I love challenges. For Paul. For Clémence. For Victor. For Dorothée. For Envel. For Marie. For Madeleine-Sophie. For Guillemine. For those I love and are not here anymore. To bring in my heart all those who cannot do it. Because I love Argentinian wines. And also Chilean wines. Because at 6960,8 m I am sure to see all of you. To meet Santa Klaus over there and give him my kids' Christmas list. Because I don't know what to offer to my mother in law for Christmas. Because I do not have any meetings in December. Because the seller who sold my polar shirt told me that I can go anywhere with it. Because I prefer doing sports to eating 10 days around Christmas. Because I want to have something to say at my New Year's Eve party. For the pleasure. To know what means “cold”. For the sun. For the wind. For the sky. For the mountain. For the snow. To climb. To breathe. To freeze. To sweat. To hike. To be afraid. To be happy. To enjoy. Because I want. Because one day dreams shall turn into reality.
Hier geht’s weiter:
Teil 2 – Die richtige Ausrüstung
Teil 3 – Sportliche Vorbereitungen
Teil 4 – Das Abenteuer startet
Teil 5 – Die ersten Tage
Teil 6 – Der Aufstieg Teil 1
Teil 7 – Der Aufstieg Teil 2
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