Andre Schürrle – mein langer Weg zum Fußballprofi

Hi Leute,
mein Wechsel zum FC Chelsea ist perfekt. Ich spiele künftig bei einem absoluten Top-Club, der seit langem ein Lieblingsverein von mir ist. Ich habe die Spiele regelmäßig verfolgt, insbesondere seit Michael Ballack an die Stamford Bridge gewechselt ist. Find the English version below.
An so einem Punkt denkt man auch zurück an seine Anfänge und den langen Weg zum Fußballprofi. Es war ein Traum und dafür habe ich viel gearbeitet. Ich hatte das Ziel, so weit wie möglich nach oben zu kommen. Neben Schule gab es nur Fußball. Da blieb von Beginn an wenig Zeit für andere Dinge.
In der Mainzer Jugend: Wichtiger Schritt und tolle Trainer
Im Gegensatz zu den meisten meiner Kollegen in der DFB-Auswahl habe ich nicht alle Jugendmannschaften eines Bund

esligateams durchlaufen. Ich bin erst im zweiten B-Jugend-Jahr nach Mainz gewechselt. Das war ein wichtiger Schritt in ein Nachwuchsleistungszentrum, verbunden mit vielen neuen Erfahrungen. Dazu bin ich damals jeden Tag mit dem Zug gependelt.
Große Anpassungsprobleme hatte ich aber nicht. Viele Spieler kannte ich schon aus der Südwestauswahl und aus vorherigen Spielen, da wir mit dem LSC Ludwigshafen damals in der gleichen Liga, der Regionalliga spielten. Dazu hatte ich mit Paul Fass und Stefan Hoffmann tolle Trainer, die ich auch schon kannte. Natürlich war der Konkurrenzkampf von Beginn an vorhanden, aber das Team stand immer im Vordergrund. Wir hatten das gemeinsame Ziel, mit dieser Mannschaft in die neue B- Junioren Bundesliga aufzusteigen. Dieses Ziel haben wir damals erreicht.
Druck in der Pubertät? Fehlanzeige!
Auch wenn manche Menschen denken, dass man im Fußballgeschäft schon sehr früh unter Druck steht, kann ich für mich nur sagen, dass ich in der Pubertät noch keinen Druck hatte.
Außerdem hat ja jeder in seinem Beruf Druck. Überall, wo man weiter kommen will, steht der Leistungsgedanke vorne. Da bleibt das Geld auch zunächst im Hintergrund. Wer mehr leisten kann, kann auch mehr verdienen. Oft gehört dazu auch eine Portion Glück und ein gutes Team, nicht nur im Fußball. Generell kann ich aber unterschreiben, dass man durch den frühen Kontakt mit dem Profigeschäft als jugendlicher Fußballer schneller reifen kann.
Bezugspersonen in Verein und Familie
Familie und Freunde waren und sind noch immer die wichtigsten Dinge in meinem Leben. Du brauchst

besonders in jungen Jahren aber auch heute Rückzugsräume und Partner, mit denen du reden kannst. Leute, die dich am Boden halten und dir immer wieder das Gefühl geben, dass man es schaffen kann. Wenn man geerdet bleibt, kann da nicht viel schief gehen.
Daneben gibt es aber auch im Verein immer wichtige Bezugspersonen. Menschen, die dich fördern, aber auch fordern, die zu dir stehen, auch wenn es mal nicht so läuft und dich pushen können. Aber die auch eine Erwartungshaltung an dich haben und dir diese auch immer wieder vermitteln können.
Freundschaft und Fußball: Nicht leicht, aber möglich
Neben dem Fußball ist es nicht immer leicht, seine Freundschaften zu pflegen, aber ich habe ein wirklich gutes Umfeld und meine Freunde stellen sich auch darauf ein, dass ich zeitlich oft gebunden bin. Oft kommen sie auch zu mir. Selbstverständlich haben sich auch innerhalb meiner Teams Freundschaften entwickelt, trotz Konkurrenzkampf. Insgesamt muss man sich in einem Team einfach ergänzen und Leistung zählt. Das muss man akzepti

eren.
Für meine Freunde ist es also auch gar kein Problem, dass ich nach London gezogen bin. Natürlich wird es schwerer, je weiter die Entfernungen sind und man sieht sich nicht mehr so häufig. Aber die Kontakte bleiben. Und irgendwie findet man immer Wege.
Wenn ihr mich also zum Schluss fragt, was die drei wichtigsten Dinge sind, um erfolgreich seinen Weg im Profifußball zu machen, dann kann ich nur sagen: Ziele setzen, hart arbeiten und gesund bleiben!
Euer Schü
 
Andre Schürrle – my journey to a soccer pro
Hi Guys,
my transfer to FC Chelsea’s complete. From now on I will play for an absolute top club, one that has even been my favourite

club for years. I have regularly watched the matches, especially after Michael Ballack had switched to Stamford Bridge.
In such moments one often looks back upon one´s beginnings and the long journey it took to become a soccer pro. This has always been my dream and for this dream I’ve worked very hard. My ambition has always been to get as far as possible. Outside of school soccer has always ruled my life. There was only little time for other things in life.
Mainz Youth League: important steps and great coaches
Unlike most of my colleagues at the DFB-selection, I have not played in all youth divisions of a Bundesliga club. It wasn’t until my second year at B-League-Level that I switched to Mainz. Training at a Youth Performance Centre was an important step associated with many new experiences. At that time, I commuted by train from my hometown to Mainz every day.
However, I didn´t have any problems in finding my place. I already knew many players both from the Southwest-selection and from previous games with my former club LSC Ludwigshafen. I was trained by two fantastic coaches, Paul Fass and Stefan Hoffmann, whom I both knew from previous years. Of course there was competition amongst individual players, but the team had always top priority. We had the common goal to ascend with our team to the newly created B-Juniors-Bundesliga and we reached that goal.
Pressure as a teenager? Negative!
Although some people believe that pressure in soccer business starts very early, I can only say for myself that I did not feel any pressure as a teenager.
I mean, in any kind of job you experience some sort of pressure. Wherever you want to achieve something, the focus is on performance. Money plays a minor role at first. But the better you perform, the more money you make. To be honest, luck and a great team also play important roles – this is not only the case in soccer. I am convinced that as a young and going soccer player, the earlier you get in touch with professional soccer business, the faster you grow up.
Mentors in club and family
My family and friends have always been and are still the most important people in my life. Especially at a young age it is important to have

retreats and people you can talk to, that keep you on the ground and always give you an assuring feeling. If you keep your feet on the ground, there’s not much that can go wrong.
Besides this, it is also important to have mentors within the club. You need people who promote but also challenge you, who stand by you even if things go wrong and who are able to push you. At the same time these people have high expectations and are not afraid to remind you.
Friendships and soccer: Not easy, but possible
When you´re a pro soccer player, it is not always easy to maintain friendships, but I have really great friends who are understanding and adjust to my tight schedule. Then, they often come to visit me. Of course, friendships also develop within the team, despite competition. All in all you’ve got to complement each other in a team. A strong performance counts. You have to respect that.
Therefore, it’s not a big issue for my friends that I’ve moved to London. Of course it gets harder, and the longer the distance, the less you see each other. But we stay in touch.
If you ask about the three most important things to remember on your journey to a successful football pro, all I can say is: aim high, work hard and stay healthy!
Your Schü
Bild oben: PORNCHAI KITTIWONGSAKUL/AFP/Getty Images

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