André Schürrle – Mein Rückblick auf die Saison 2012/2013

Hi Leute,
so schnell kann es gehen. Die Saison ist schon wieder vorbei für mich. Ich will die Chance nutzen und zurückblicken auf eine Spielzeit, in der wir mit Bayer hinter den beiden besten Vereinen in Deutschland einen sehr guten dritten Platz erreicht haben und uns direkt für die Champions League qualifizieren konnten.
Es war eine insgesamt sehr gute Saison, in der wir das uns gesetzte Ziel voll erreicht haben, aber auch einige Punkte unnötig haben liegen lassen. Mit meiner eigenen Saisonleistung kann ich auch zufrieden sein. Auch wenn ich zu Beginn noch nicht 100-prozentig da war, konnte ich doch wichtige Tore erzielen und mit meinem Spiel zu unserem Erfolg beitragen.
Ziel als Mannschaft erreicht
In einem vorherigen Blogeintrag h

atte ich geschrieben, dass meine Wunschschlagzeile für 2013 lautet: „Bayer Leverkusen hat am Ende der Saison souverän einen internationalen Platz erreicht“. Das ist eingetreten und damit kann ich die Saison auch für mich als persönlichen Erfolg bezeichnen, wobei ich das nicht als Einzelspieler erreicht habe, sondern wir als tolle Mannschaft.
Dass wir den internationalen Platz so souverän erreichen würden, war auch nicht immer klar.  Auch wenn die Saison wesentlich unaufgeregter war als im Jahr zuvor, hatten wir trotzdem gerade am Anfang Druck oder auch zwischendrin, als die Ergebnisse nicht stimmten. Sicherlich waren auch das Ausscheiden aus dem Pokal und in der Europa League enttäuschende Situationen.
Enttäuschung in Pokal und Europa League
Gerade in der Europa League gegen Benfica waren die Chancen da und mit einer konzentrierteren Leistung hätten wir auch wesentlich weiter kommen können. Aber immerhin stand Benfica letztendlich auch zu Recht im Endspiel, mit einer starken Mannschaft, die ihre Chancen optimal genutzt hat.
Auch im Pokal sind wir nicht so weit gekommen, wie wir wollten, aber Wolfsburg war ein unangenehmer Gegner, den wir nicht in den Griff bekommen hatten. Es waren Situationen dabei, die man hätte besser lösen können.
Verständnis für Mario Götze
Es waren aber auch tolle

Augenblicke dabei, wie der Sieg gegen die in diesem Jahr überwältigenden Bayern. So etwas ist immer ein tolles Erlebnis, auch wenn wir dabei das Glück auf unserer Seite hatten und im Rückspiel leider nicht mehr an die starke Leistung aus der Vorrunde anknüpfen konnten.
Ich persönlich kann auch den Schritt, den Mario Götze macht, nachvollziehen, wobei er für mich zu dem Zeitpunkt überraschend war. Aber Mario ist ein toller Spieler, der einen weiteren Schritt machen wollte und in München dafür sehr gute Voraussetzungen findet. Dortmund hat eine super Mannschaft mit tollen Fans, deswegen hat er es sich mit der Entscheidung ganz bestimmt nicht leicht gemacht haben.
Wie im Film – das verrückte Spiel gegen Schweden
Gemeinsam mit Mario und meinen anderen Kollegen haben wir uns mit dem DFB-Jahr in diesem Jahr in der WM-Quali beweisen müssen. Wir hatten uns zuvor ein großes Ziel bei der EM gesetzt und konnten die Erwartungen nicht erfüllen. Aber gleich wie der Gegner heißt, ist auch die Quali immer schwer. Man muss sich durchsetzen und es ist keine Selbstläufer.
Bestes Beispiel dafür ist das verrückte Spiel gegen Schweden, als die Mannschaft 4:0 geführt hat und innerhalb von 30 Minuten vier Gegentore bekommen hat. Das war so ein Spiel, bei dem du denkst, du bist in einem Film. Überragende Leistungen in der einen Halbzeit, dann reißt plötzlich der Faden, du weißt nicht, warum und plötzlich fallen die Tore auf der eigenen Seite.  Aber auch das ist Fußball...
Euer Schü

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